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Menelik Ngu’Ewodo hat schon Freunde gefunden.

Kreisklasse vs. Landesliga

Olchinger Stadtderby stiehlt erster Garde die Schau

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Rein sportlich betrachtet hat die Landesliga bei den Sportclub-Verantwortlichen natürlich Priorität. Aber manchmal ticken in Olching die Uhren doch etwas anders. Weshalb bei den Fans am Samstag die Kreisklasse im Fokus steht.

Olching – Das Duell der Sportclub-Reserve im Geiselbullacher Stadtteil ist diesmal mehr als nur eine Prestige-Angelegenheit. Denn beide Teams gehören zur Top-Drei der Kreisklasse. Was etliche SC-Fans dazu veranlassen könnte, auf die relativ lange Anreise zum Auswärtsspiel des Landesliga-Team nach Memmingen zu verzichten und sich stattdessen im benachbarten Stadion des Bullacher TSV die Zeit zu vertreiben.

Olchings Reserve-Coach Alexander Englisch hat mit seiner Personaldecke im Gegensatz zu seinem für das Landesliga-Team verantwortlichen Cheftrainer Simon Kaltenbach weniger Luft nach oben. Er ist mit seinem Team als Neuling in der Kreisklasse angekommen und stellt neben Geiselbullach das bislang einzige Team mit einer absolut weißen Weste dar. Das macht das Derby am Samstag, 14.30 Uhr, umso reizvoller. Beide Mannschaften pflegen einen offensiven Stil und gehören neben dem VSST Günzlhofen zu den treffsichersten Teams.

Für Geiselbullach ist das Stadtderby gleichzeitig auch die Generalprobe für den Sparkassencup am kommenden Mittwoch. Das Los wollte es so, dass der Turn- und Sportverein aus dem kleinen Stadtteil erneut auf den großen Sportclub aus der „Hauptstadt“ trifft. Dann aber duellieren sich die Bullacher offiziell mit Olchings Landesliga-Elf – sofern Kaltenbach nicht andere Trainingspläne für seine Elite hat.

Vor dem Auswärtsspiel am Samstag, 15.30 Uhr, beim FC Kempten hat Olchings Cheftrainer ein ganz neues Problem: „Ich habe in der Offensive die Qual der Wahl.“ Denn nicht nur, dass Roman Fuchs nach seiner Verletzung wieder voll einsatzfähig ist. Zudem steht mit dem erst am vergangenen Wochenende neu verpflichteten Chaka Menelik Ngu’Ewodo ein Stürmer mit Regional- und Bayernliga-Einsätzen bei den Münchner Löwen und SV Planegg im Kader.

Dass der vom FC Memmingen gekommene 24-Jährige bei seinen letzten Stationen nicht eben erfolgreiche und zudem kurzzeitige Engagements aufweist, ist für Kaltenbach kein Problem. Die Erfahrungen, die Ngu’Ewodo in höheren Spielklassen gesammelt habe, könnten für den SC Olching wertvoll sein. „Wir hatten ihn schon vor der Saison auf dem Schirm“, so Kaltenbach, der den Stürmer aus gemeinsamer Zeit beim TSV 1860 München her kennt. Der Trainer ist sich außerdem sicher, dass Ngu’Ewodo schnell im Kader eingegliedert wird. „Mit einigen Spielern ist er schon länger gut befreundet“, weiß Kaltenbach.

Über die neue Alternative in der Offensive ist er auch deswegen froh, weil mit Kempten und nächste Woche Sonthofen zwei Spitzenteams auf den SCO warten. „Das sind schon Herausforderungen, an denen man wachsen kann.“ Grundsätzlich sei jeder schlagbar, so der Coach. Aber dazu müsse man über die volle Distanz konzentriert sein. Und da sieht Kaltenbach noch Steigerungsbedarf.

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