Olchings Angriffe rollen ins Nichts

- Der FC Aich erkämpft sich im Derby ein gerechtes 2:2-Remis

VON FLORIAN BOGNER Sowohl der SC Olching als auch der FC Aich hinken in dieser Saison den Erwartungen hinterher. Aich hatte nach der 1:5-Klatsche vom vergangenen Wochenende Wiedergutmachung zu leisten und Olching erhofft sich vom Interims-Coach Janotta einen Aufschwung. Genügend Brisanz für ein echtes Derby also.

Die erste Überraschung war eine nominelle: Aichs Spielertrainer Thomas Stehle, eigentlich mit einem Außenbandanriss im rechten Knie nicht einsatzfähig, hatte sich beim Aufwärmen seiner Mannen kurzerhand entschlossen, doch aufzulaufen. Das stellte sich aber schnell als rein psychologisch bedeutsam heraus: Stehle konnte kaum Akzente setzen und ging den meisten Zweikämpfen aus dem Weg.

Doch alleine die Präsenz des Leistungsträgers reichte scheinbar, um in der Anfangsphase das Heil im Angriff zu suchen. Mitte des ersten Durchgangs kam der SCO besser in Tritt, doch die Angriffe waren nicht zielstrebig. Aus dem Nichts dann doch die Olchinger Führung: Im Strafraum fiel nach einer Standardsituation Michael Weixler der Ball vor die Füße, dieser legte auf Thomas Stadnik und der ließ wiederum Wiedmann mit seinem Schuss ins lange Eck keine Chance (29.). Im Gegenzug zeigten die Aicher, dass sie sich einiges vorgenommen hatten, doch Florian Gerums Volley-Schuss strich über den Kasten. Nur weitere Sekunden später konnten sich die Gäste dann doch freuen: Patrick Hahn zog einfach aus 22 Metern ab und der Ball klatschte von der Unterkante der Latte ins Tor. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs folgte dann ein Blackout von Olchings Matthias Straßl. Erst spielte er einen Freistoß in der eigenen Hälfte dem Gegner ohne Not in die Füße, eilte dann, um Wiedergutmachung bemüht, in den Strafraum zurück, aber nur, um dort Florian Gerum von den Beinen zu holen. Thomas Stehle verwandelte bombensicher zur verdienten Pausenführung der Aicher. Nach der Pause machte der SCO Druck und ließ den FC Aich nicht über die Mittellinie kommen.

Die Aicher kämpften aufopferungsvoll, besonders Michael Stannecker zog Olchings Sturmtank Thomas Stadnik den Zahn. In der Schlussviertelstunde kam Olching dann zu Chancen im Minutentakt. Thomas Bründl, den nichts mehr in der Olchinger Innenverteidigung hielt, zielte sieben Minuten vor Schluss aus sechs Metern neben das Tor und als er dann eine Minute später mit einem Kopfball aufs Tor traf, rettete der eingewechselte Alexander Heigl auf der Linie. Heigls Kollege Norbert Wagner wollte wohl nur acht Minuten mitspielen, denn nur kurz nach seiner Einwechslung holte er sich bereits die gelb-rote Karte ab (85.). In der Nachspielzeit bekam Thomas Stadnik noch ein letztes Mal den Ball an der Außenlinie zugespielt. Seine Flanke kam scharf aufs Tor, der heraneilende Christian Bründl verfehlte das Leder - ebenso wie der bis dato grandiose Markus Wiedmann, der verdutzt dem im Netz zappelnden Ball hinterher schaute; der verdiente Ausgleich der Olchinger war doch noch perfekt.

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