Punktgewinn soll Psyche wieder aufbauen

- Fürstenfeldbruck - "Ich hatte mich schon darauf eingestellt, dass wir wieder mit null Punkten heimfahren", sagte Dirk Teschke, Trainer der Bayernliga-Fußballer des SC Fürstenfeldbruck, nach dem Auftritt seiner Mannschaft bei der SpVgg Weiden. Dass es am Ende beim 1:1 (0:0)-Remis doch noch wenigstens zu einem Zähler reichte, verdanken die Kreisstädter einem Last-Minute-Treffer von Dominik Dierich, der in der Nachspielzeit per Kopf traf.

Bei seinem Tor profitierte Angreifer Bergmann von einem Fehler von Weidens Keeper Christian Bergmann, der eine Flanke von Daniel Brode unterlief. Obwohl die SCF-Kicker damit auch im sechsten Saisonspiel sieglos blieben, hofft Teschke, dass der späte Ausgleich seinen Spielern psychologische Schützenhilfe gibt. "Es war ein erstes Zeichen, dass man belohnt wird, wenn man weiter hart arbeitet", sagt der Brucker Übungsleiter. Nichtsdestotrotz sei man natürlich nach Weiden gefahren, um endlich einmal zu gewinnen. Diesen Sieg müssen die Brucker nun im Heimspiel gegen Bad Kötzting nachholen, "egal wie", wie Teschke sagt.

In der Endabrechnung entsprach die Punkteteilung in der Oberpfalz dem Spielverlauf, wenngleich die Brucker ihre Felle nach dem 1:0 durch Matthias Wolf bereits davonschwimmen sahen. Besonders bitter: Der Treffer fiel als Sebastian Backer signalisierte, dass er wegen einer Aduktorenverletzung nicht mehr weiterspielen könne. Noch bevor Teschke den Wechsel vornehmen konnte, kamen die Brucker in Bedrängnis, Backer konnte seinem Gegenspieler nicht mehr folgen, und nach einer schönen Ballstafette hatte Wolf keine Probleme zu vollenden.

Fast musste man schon fürchten, dass der SCF nach dem Gegentor einbricht. "Da waren wir kurzzeitig etwas verunsichert", erkannte auch Teschke. Die Folge war ein dicker Patzer von SCF-Verteidiger Florian Baier, nach dem Florian Schrepel alleine auf SCF-Keeper Markus Remlein zulief. Im Abschluss versagten dem Weidener Stürmer aber die Nerven und er vergab die Chance.

Chancenverwertung weiter größtes Manko

So kamen die Brucker wieder besser ins Spiel, scheiterten aber einmal mehr an ihrem nach wie vor größten Manko: der Chancenverwertung. Pech hatte dabei Christian Lippert, der einen Schuss maßgenau an die Latte zirkelte. Auch der eingewechselte Markus Rieger hatte bei einem Alleingang den frühzeitigen Ausgleich auf dem Fuß, wurde aber regelwidrig von einem Weidener kurz vor der Strafraumgrenze gestoppt. Dass es dafür keine gelbe Karte gab, ärgerte Teschke zwar, ansonsten gab es vom Brucker Coach, der gegen Greuther Fürth noch mit dem Schiedsrichter haderte, aber Lob für den Unparteiischen Udo Konstantopoulos aus Kulmbach: "Wenn wir jedesmal solche Schiedsrichter hätten, dann wäre das top."

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