Der 350-Tore Bomber Robert Weidel. Damals noch im Trikot des TSV Haar.
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Der 350-Tore Bomber Robert Weidel. Damals noch im Trikot des TSV Haar.

Robert Weidel: „Fußball ist wie eine Familie“

350 Tore im Herrenbereich - Robert Weidel im Interview

Ungefähr 350 Tore hat Robert Weidel im Herrenbereich geschossen. Im Interview verrät der Goalgetter über seine Treffsicherheit und verrät, wo Söhnchen Marcel später spielen soll.

  • Robert Weidel schätzt, dass er in seiner Karriere für diverse Vereine bisher ungefähr 350 Tore geschossen hat. 
  • Söhnchen Marcel steht im Moment an erster Stelle, aber für die Zukunft schließt er ein Comeback als Trainer nicht aus.
  • Im Interview spricht der Torjäger über seinen Killerinstinkt und seine Laufbahn.

Robert Weidel ist eine Torjäger-Legende im Amateurfußball. Der 36-Jährige, inzwischen Stand-by-Spieler bei Kreisklassist TSV Fürstenfeldbruck West, hat alleine in verschiedenen Kreisklassen seit Aufzeichnungen unserer Datenbank 108 Treffer in 88 Spielen erzielt. In seiner gesamten Laufbahn im Herrenbereich waren es nach eigener Schätzung 350 Buden. 

Im Interview spricht der „Wandervogel“ über die schönsten Stationen seiner Karriere, sein Erfolgsgeheimnis vor dem gegnerischen Kasten, Söhnchen Marcel, der eher Fußballer als Tänzer wird und ein mögliches Comeback als Trainer.

„Ich habe mich in jedem Verein sehr wohlgefühlt“

Welche Station in deiner Fußballkarriere war die schönste? 

Ich habe mich bei jedem Verein sehr wohl gefühlt und habe überall gerne gespielt. Allerdings sind stechen die Stationen beim TuS Holzkirchen, dem SV Sulzemoos, dem TSV Gilching und beim SV Germering besonders heraus.

Wie kam es, dass Du drei Jahre Trainer in Germering wurdest? 

Ich war zu der Zeit Spielertrainer beim SV Germering. Der Verein hat damals bei mir angefragt. Da ich dort das Fußball spielen gelernt habe, nahm ich das Angebot ohne lange zu zögern an.

Für Papa Robert steht Söhnchen Marcel an erster Stelle

In den letzten fünf Jahren warst du für fünf unterschiedliche Vereine auf dem Platz. Warum?

Ich bin damals tatsächlich immer mit Freunden mitgezogen und habe so oftmals den Wohnort gewechselt. Seit der Geburt meines Sohnes hat sich das allerdings geändert. Er hat natürlich die höchste Priorität und ich genieße es sehr, Zeit mit ihm zu verbringen. Deswegen ist der Fußball auch vorerst in den Hintergrund geraten. Deshalb habe ich in den letzten Jahren weniger Spiele bestritten.

Hast du dich inzwischen gegen deine Frau durchgesetzt - wird euer Kind jetzt Tänzer oder Fußballer? 

(lacht) Zum Glück entscheidet das mein Sohn ganz alleine. Wir werden ihn natürlich zu nichts zwingen. Ich vermute allerdings, dass er eher Richtung Fußball tendiert.

Bei welchem Verein würde Weidel-Junior dann mit dem Kicken beginnen?

Zu Beginn wahrscheinlich bei einem Verein in in der Nähe.

Robert Weidel: 350 Tore im Herrenbereich

Unsere FuPa-Statistik reicht leider nicht ewig zurück. Wie viele Tore hast du in deiner Karriere wirklich geschossen? 

Das waren im Herrenbereich schätzungsweise 350 Tore. 

Wahnsinn, was für ein Stürmertyp bist du?

Ich fackle vor dem Tor nicht lange rum. Man darf nicht lange überlegen. Deswegen würde ich mich als klassischen Vollstrecker bezeichnen. Ich tue mir am leichtesten, wenn ich denn Ball schön in den Lauf bekomme.

Du hast bei all deinen Vereinen getroffen, warst mehrfach ERDINGER Torjäger. Was ist dein Geheimrezept?

Fußball ist ein Mannschaftssport. Ich kann immer nur so erfolgreich sein, wie das die Kollegen zulassen. Die Harmonie im Team ist entscheidend. Ich hatte Glück, dass viele Teams auf mich zugeschnitten wurden.

„Ganz ohne Fußball kann ich mir mein Leben nicht vorstellen“

Du hast diese Saison beim TSV FFB West nur zwei Spiele bestritten. Hängst du die Schuhe bald an den Nagel? 

Seit drei Jahren spiele ich nur noch, wenn ich gebraucht werde und zu wenig Spieler im Kader sind. Ganz ohne Fußball kann ich mir mein Leben aber nicht vorstellen. Zum Glück gibt es noch AH-Mannschaften. Ich spiele auch wahnsinnig gerne bei Benefiz-Turnieren. Das „Kicken für Kinder“-Turnier in Germering ist ein absolutes Muss und in meinen Augen auch das beste Benefiz-Turnier.

Peilst du eine Trainerlaufbahn an - eventuell sogar bei deinem Herzensklub SV Germering? 

Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, nochmal Trainer zu arbeiten. Es hat mir damals sehr viel Spaß gemacht. Der SV Germering ist aktuell keine Option. Die haben momentan genug gute Leute.

„Fußball ist wie eine Familie“

Wäre es nicht schön, irgendwann mal den eigenen Sohn zu trainieren? 

Ich denke, dass wäre für viele Väter ein Traum, natürlich auch für mich.

Was macht in deinen Augen den Fußball so besonders?

Ich vergleiche den Fußball immer gerne mit einer Familie. Die Verbundenheit und das Miteinander sind extrem wichtig. Außerdem ist immer etwas los, auch wenn man selbst nicht spielt. Deshalb schätze ich eure Arbeit bei FuPa. Dort kann ich mich informieren. Das freut mich und ich bleibe auf dem Laufenden.

Top-Torjäger 2014: Robert Weidel im Video-Interview

Text: Florentin Reif 

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