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Tarik Sarisakal begründet seinen Abschied ähnlich wie Pep Guardiola: Drei Jahre bei einem Verein sind genug.

Wie Bayern-Coach Pep Guardiola

Sarisakal erklärt seinen Abschied aus Fürstenfeldbruck

SC Fürstenfeldbruck - Der SC Fürstenfeldbruck muss sich für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen. Tarik Sarisakal wird nach drei Jahren seinen zum Juni auslaufenden Vertrag beim Landesliga-Verein nicht mehr verlängern. Der 43-Jährige wechselt dann zum Bezirksligisten TSV Jetzendorf.

„Wir hätten gerne mit ihm verlängert. Aber es war seine Entscheidung, sich nach drei nicht immer einfachen Jahren zu verändern“, bestätigt SCF-Präsident Jakob Ettner den Wechsel. Sarisakal selbst betont jedoch, dass die schwere Situation beim finanziell angeschlagenen Verein „absolut nichts“ mit seiner Entscheidung zu tun hat. „Im Grunde war es seit meiner Ankunft nie so ruhig wie jetzt“, sagt Sarisakal. Er vertrete jedoch die Ansicht, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist.

Zunächst will er aber mit dem SCF den Klassenerhalt sichern. Abgesehen von den bereits bekannten Abgängen von Luis Frank (Olching) und Julian Hoffmann (Mammendorf) soll das weitgehend der bisherige Kader schaffen. Lediglich der bereits in der Vorrunde über den großen Teich gewechselte Tobias Betz wird in den USA bleiben. Dafür kehrt Sebastian Kraus von dort zurück und steht im Frühjahr wieder zur Verfügung.

„Ich habe einmal den Fehler gemacht, ein viertes Jahr bei einem Verein zu bleiben, und das lief dann prompt nur durchwachsen“, erklärt der Übungsleiter. Er hat auch jetzt das Gefühl, dass es nicht schlecht für die Mannschaft ist, wenn sie nach drei Jahren einen neuen Input bekommt. Leicht fällt Sarisakal der Abschied dennoch nicht. „Nach dem Herzen hätte ich bleiben müssen, es war eine Vernunftentscheidung“, sagt er.

Die Mannschaft sei ihm sehr ans Herz gewachsen. „Ich habe sie nach dem großen Umbruch im vergangenen Jahr schließlich auch mitgestaltet.“ Dankbar sei er dem Verein auch, „dass ich hier drei Jahre lang unter diesen schweren Umständen so ruhig arbeiten durfte“. Nach wie vor sei der SCF für ihn eine Herzensangelegenheit – sogar so weit, dass er derzeit noch Kontakte zu Spielern für die kommende Saison knüpft, wenn er nicht mehr an der Bande steht.

Stattdessen wird Sarisakal seine Zelte dann in Jetzendorf aufschlagen, nur zehn Kilometer von seinem Wohnort Markt Indersdorf entfernt. Dort wird er beim derzeitigen Zweiten der Bezirksliga Nord die sportlichen Fäden ziehen. „Ich habe mich bewusst für einen Verein entschieden, der nicht in der gleichen Liga wie der SCF spielt.“ Entsprechende Angebote hatte er vorliegen. So war es schon seit geraumer Zeit ein offenes Geheimnis, dass Oberweikertshofens Manager Uli Bergmann verstärktes Interesse an Sarisakal zeigte und bereits entsprechende Gespräche geführt hatte.

Quelle: fussball-vorort.de

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