Alexander Sieghart hat mit Bangkok United den Asia Challenge Cup gewonnen. Das Foto zeigt ihn beim Jubel in der zweiten Reihe stehend (4.v.r.).

Alexander Sieghart hat mit Bangkok United den Asia Challenge Cup gewonnen

Brucker Fußballer spielt in der Thai-Liga oben mit

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Der 25-jährige Brucker Alexander Sieghart gehört zu den Fußball-Stars in Thailand. Seit mittlerweile vier Jahren kickt er professionell in der dortigen höchsten Liga.

VON DIETER METZLER

Fürstenfeldbruck – Sport in Thailand? Den meisten fällt hierzu spontan das Thai-Boxen ein, die zweifellos beliebteste Sportart in dem fernen Königreich. Doch längst ist der Fußball aus dem Schatten der beliebten und verbreiteten Kampfsport-Variante getreten. Die Metropole Bangkok verfügt beispielsweise über die meisten Clubs, die am professionellen Fußball teilnehmen.

In der höchsten Spielklasse, der Thai-Premier-League, in der 18 Vereine um die Landesmeisterschaft antreten, spielt ein junger Mann aus Fürstenfeldbruck. Der 25-jährige Alexander Sieghart kickt seit drei Jahren in der Hauptstadt bei Bangkok United. Das erste Jahr seines fußballerischen Asien-Aufenthalts war er beim Double-Sieger Buriram United aktiv. Mit der Hauptstadt-Elf wurde er zweimal Vize-Meister, in dieser Saison reichte es nur zum vierten Platz.

Vom SCF zum FCB

„Er lebt seinen Traum“, berichtet Papa Stefan Sieghart, der seinen Sprössling zuletzt im August vergangenen Jahres besuchte. Alex, wie er kurz gerufen wird, hat sein Leben lang von einer Profi-Karriere als Fußballer geträumt – wenn auch vielleicht ein bisschen anders, als es dann gekommen ist. Erstmals gegen den Ball getreten hat der kleine Alex beim TSV West. Der talentierte Spieler wechselte aber bald zum SCF und dann zur Jugendabteilung des FC Bayern.

Der Durchbruch ins Profilager gelang ihm in Deutschland nicht, Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück. Nachdem er beim FC Bayern II mit zur Meisterschaft in der Regionalliga beitrug, wechselte er zur SpVgg Unterhaching, wo jetzt auch sein jüngerer Bruder Marcel in der U19 kickt. Dann entschied Sieghart, der eine thailändische Mutter hat, sein Glück als Profi im 8000 Kilometer entfernten Thailand zu versuchen. Obwohl er in Bangkok zur Welt kam, war es doch ein fremdes Land für ihn. „Bis heute hat er diesen Schritt nicht bereut“, berichtet Papa Stefan Sieghart.

Siegharts Eingewöhnung in Bangkok

Inzwischen ist Alexander Kasidit Sieghart – so der vollständige Name in seinem neuen thailändischen Pass – aus der Wohnanlage des Vereins ausgezogen und hat sich in Bangkok ein Haus gekauft. Dort wohnt er mit seiner aus Mammendorf stammenden Freundin Isabell und zwei Hunden. Isabell, sie folgte ihrem Alex ein halbes Jahr nach dessen Umzug, absolviert ein Fernstudium. Kennengelernt haben sich die beiden während der gemeinsamen Schulzeit am Fürstenfeldbrucker Viscardi-Gymnasium.

Verständigungsschwierigkeiten hat Sieghart nicht. In der 28-Millionen Metropole Bangkok kommt man gut mit Englisch zurecht, aber inzwischen beherrscht er auch Thailändisch – zumindest für den Hausgebrauch.

Siegharts Vertrag läuft noch bis zum Ende diesen Jahres. Eine Verlängerung scheint wohl nur eine Formsache zu sein, nachdem er sich im vergangenen Jahr ausleihen lassen wollte, weil er zu häufig auf der Bank Platz nehmen musste. „Er hatte auch schon Kontakt mit einem Verein“, erzählt Papa Stefan. „Doch die Managerin von Bangkok United verhinderte den Wechsel.“ Sie lasse keinen guten Spieler zur Konkurrenz gehen, lautete ihre Begründung.

Nach der verpassten Meisterschaft gab es jüngst für Sieghart mit Bangkok United doch noch einen Titel. In der Vorbereitung auf die Saison gewann United beim Asia Challenge Cup das Endspiel mit 4:2 im Elfmeterschießen. Nach seiner Karriere hat der Brucker eine Laufbahn als Trainer bereits im Hinterkopf. „Solange es fußballerisch geht, möchte er jedenfalls im asiatischen Raum bleiben“, erzählt Papa Stefan Sieghart.

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