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Zu viele Verletzte brachten dem SCF die Niederlage. Auch Janis Crone (M.) musste ran, obwohl er nicht fit war.

Verletzungssorgen kosten SCF den Sieg

Fürstenfeldbruck - Der SC Fürstenfeldbruck hat gegen Rosenheim das erste von vier Heimspielen in Folge verloren. Nach einer tollen ersten Halbzeit brach der SCF verletzungsbedingt ein.

Am Spielfeldrand wurde nach dem Seitenwechsel bereits über den Fitness-Zustand der Mannschaft spekuliert. Was die Anhänger jedoch nicht wussten: Der SCF kam im zweiten Durchgang praktisch am Krückstock daher. Dabei gab es vor dem Anpfiff sogar noch frohe Personalkunde: Andreas Staude konnte doch mit angreifen. Eigentlich sollte der Offensivspieler aus beruflichen Gründen fehlen. „Es gab aber Probleme mit seinem Flug“, sagte SCF-Abteilungsleiter Alfred Thurner.

Letztlich half es jedoch nichts: „Ich hätte zur Halbzeit schon viermal wechseln müssen“, sagte SCF-Trainer Dirk Teschke nach dem Spiel. Während bei Matthias Lokietz nach eigentlich überstandener Grippe wieder Hustenanfälle auftraten, signalisierte Abwehrchef Florian Baier schon nach 20 Minuten, dass er nicht mehr weiter machen kann. Letztlich biss Baier bis zur 78. Minute auf die Zähne. Sogar vier Minuten länger hielt Kapitän Janis Crone durch, der nach einem Schlag nicht mehr sprinten konnte.

Dank all dieser Probleme musste Wilson Onyemaeke, der aufgrund einer Grippe zu Spielbeginn noch auf der Kippe stand, ungeplanter Weise durchspielen. Sein Handicap merkte man dem Angreifer auch deutlich an. Er konnte kaum mehr einen Ball behalten und fand in keinen Zweikampf mehr. „Wir haben im Kopf alle Möglichkeiten durchgespielt“, sagt Teschke. Die These, dass er Baier und Crone mit ihren Verletzungen eventuell zu lange spielen ließ, ließ der SCF-Trainer unter das Motto „hinterher ist man immer schlauer“ fallen. „Wenn ich auswechsle und wir dann die Tore kassieren, fragt jeder, warum ich so früh ausgewechselt habe.“

Dabei sah es 45 Minuten lang nach einem nicht unterhaltsamen, sondern auch erfolgreichen Brucker Fußballabend aus. Zwar hatte der SCF in einer Situation Glück, dass Christoph Ullmann einen Rosenheimer Schuss in letzter Sekunde von der Linie kratzen konnte, doch danach erarbeiteten sich die Hausherren gegen den Favoriten Feldvorteile. Die Folge: Ullmann glänzte nach seiner Defensiv- Glanztat auch in der Offensive und verwandelte einen Freistoß mit einem Schlenzer über die Mauer zuum 1:0.

Weitere gute Möglichkeiten ließen die Brucker liegen, was letztlich für Teschke auch der Knackpunkt war: „Entscheidend war, dass wir das zweite Tor hätten machen müssen.“ So setzte unter anderem Onyemaeke das Leder über das verlassene Tor. Vor allem der einzigen Brucker Möglichkeit nach dem Seitenwechsel durften die Hausherren aber hinterher trauern. Der agile und einmal mehr starke Alexander Greif setzte sich nach einem Querpass in einem Laufduell auf der linken Seite durch, kam aber einen Schritt zu spät. Sein Schuss aus spitzem Winkel landete nur am Außennetz – und Baier und Crone schließlich doch im Lazarett. Teschke: „Uns gingen einfach die Optionen aus."

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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