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Simon Kaltenbach kommt vom SV Aubing und hat in Olching schon klare Ziele vor Augen. 

Nachfolger von Dario Casola

SC-Olching-Coach Simon Kaltenbach: „Wir müssen mehr Mut haben“

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Der SC Olching setzt weiter auf junge Trainer. Wie sein Vorgänger Dario Casola fängt der neue Coach Simon Kaltenbach mit 31 Jahren beim SC Olching an.

Von der Messlatte mit Platz fünf aus der Vorsaison will sich der vom SV Aubing gekommene Kaltenbach vor dem Saisonstart am Samstag, 15 Uhr, in Garmisch nicht beeindrucken lassen. Das Tagblatt hat nachgefragt.

Herr Kaltenbach, kann man mit der Zielsetzung für die neue Saison eine Mannschaft unter Druck setzen?

Das liegt mir nicht. Die Landesliga Südwest ist mit fünf neuen Klubs schwer einzuschätzen. So wollen wir uns erst einmal einen ordentlichen Mittelfeldplatz sichern. Von mehr kann man träumen, Ziel ist es nicht.

Die Vorbereitung war...

...kurz, aber intensiv. Körperlich werden wir sehr fit in die Saison gehen. Taktisch ist noch Luft nach oben. Beim Herausspielen und Verwerten von Chancen müssen wir mehr Mut haben. Das ist aus der Vorsaison bekannt, daran müssen wir auf jeden Fall arbeiten.

Um Ihre Spielphilosophie zu verwirklichen?

Ich lege auf Ballbesitz viel Wert, da gehört ein variables Positionsspiel dazu – defensiv wie offensiv. Nach acht bis zehn Spielen kann man Genaueres sagen. Da hat man eine gewisse Tendenz, was in dieser Saison zu erwarten ist.

Ihre beiden Vorgänger hatten eine 40-PunkteMarke im Kopf, die es erst mal zu erreichen galt.

Ich bin kein Freund solcher Marken. Letztlich ist eine starke Punkteausbeute ein Ergebnis guter Arbeit.

Die leistet ebenso ein Trainer, den sie als Persönlichkeit schätzen.

Sensationell, mit welcher Leidenschaft Jürgen Klopp arbeitet. Egal bei welchem Verein, die Jungs brennen für ihn. Klopp vermittelt, dass mit viel Willen Unmögliches zu schaffen ist. Das beweist er jetzt wieder an der Anfield Road in Liverpool. Ein direktes Vorbild habe ich aber nicht, ebensowenig bin ich Fan eines bestimmten Vereins. Mich faszinieren Spiele wie wir sie zuletzt im Viertel- oder Halbfinale in der Champions League erlebt haben.

Spieler mit Willensstärke braucht es ebenso in der Landesliga.

Ender Dag wird Kapitän bleiben und Stefan Held sein Stellvertreter. Andi Gries wird durch seine Routine und Persönlichkeit ein wichtiger Faktor werden. Und Florian Obermeier kann ein Spiel gut lesen. Das alles werden Persönlichkeiten sein, die wir ehr gut gebrauchen können.

Ein Wort zur zweiten Mannschaft.

Gut, dass sie in die Kreisklasse aufgestiegen ist. Auf Dauer sollte es aber schon die Kreisliga sein, damit der Leistungsunterschied zur Landesliga nicht zu groß ist.

Und zum ersten Gegner.

Garmisch ist eine Wundertüte, hat sehr viele Veränderungen im Team. Dem TSV Gilching traue ich einen Platz in der Spitzengruppe zu. In Durach treffen wir auf einen sicher ehrgeizigen Aufsteiger. Mit sechs Punkten aus diesen Spielen wäre ich zufrieden.

Der Sport an sich...

...spielt für mich eine große Rolle, auch abseits des Fußballs, beim Joggen oder Radfahren. Im Urlaub darf es aber schon Wellness sein.  hk

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