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Das Bangen und Flehen half: Olchings Markus Remlein gewann sein Premierenspiel als Chefcoach. 

Olching rückt an Gilching und Nichtabstiegsplatz heran

In Unterzahl gelingt der Befreiungsschlag für den SC Olching

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Die Negativserie des SC Olching ist erst einmal gestoppt. In einem bis zum Schluss umkämpften Spiel gelang ausgerechnet beim Dauerrivalen TSV Gilching vor 250 Zuschauern ein 1:0 (0:0)-Erfolg. Den Siegtreffer erzielte Menelik Ngu Ewodo erst in der 82. Minute.

Olching – Der SC Olching bleibt trotzdem auf Platz 14 hängen, rückte aber durch seinen dritten Auswärtssieg bis auf zwei Zähler an Gilching heran. Einen faden Beigeschmack bekam der Sieg durch die Rote Karte für Özkan Kochan, der sich in der 36. Minute nach Auffassung des Burgberger Schiedsrichters Yannick Eberhardt zu einer Tätlichkeit gegen Maximilian Ruml hatte hinreißen lassen.

Damit erfüllte sich eine Vorahnung von Gilchings Trainer Peter Schmidt. „Ich erwarte ein intensives Kampfspiel und ich glaube nicht, dass beide Mannschaften das Spiel zu elft beenden werden“, hatte Schmidt im Vorfeld der Partie erklärt. Neukollege Markus Remlein, nach der Entlassung von Simon Kaltenbach erstmals verantwortlich auf Olchings Trainerbank, sah die Entscheidung als überzogen an: „Klar war es ein Foul, aber die Gelbe Karte hätte da vollkommen ausgereicht.“

Doch im Gegensatz zu vielen anderen Partien in dieser Saison kippten die Olchinger moralisch nicht um. „Wir hatten einen Matchplan“, umschrieb Remlein Tatsache, dass Olchings Kicker mit einer selbstbewussteren Körpersprache zu Werk gegangen waren. Die bewirkte, dass die Gastgeber nicht allzu oft gefährlich vor dem Tor von Stefan Held auftauchten. Daran änderte sich auch in personeller Unterzahl nichts, weil der SC Olching ziemlich stur an seinem taktischen Konzept festhielt. Und weil Maximilian Hartmann in seinem ersten Landesligaspiel von Beginn an kämpferisch das Herz in beide Hände genommen hatte.

Dies setzte sich im zweiten Durchgang erst einmal so fort – bis Remlein bewies, dass er sich auch im offensiven Bereich einen Matchplan zurecht gelegt hatte. „Chaka, ich bring Dich in der zweiten Halbzeit“, hatte der gelernte Torwart Remlein seinem mit vorher sechs Treffern erfolgreichsten Torjäger mit auf den Weg gegeben. Der Sonderauftrag dazu lautete: „Mach ein Tor.“ Der 24-jährige, vom Regionalligisten FC Memmingen gekommene Stürmer, lieferte. „Da hat er seine Klasse bewiesen,“ zeigte sich Remlein begeistert, musste aber noch fünf Nachspielminuten lang zittern.

Danach schmeckte der Sieg aber doppelt gut. „Weil er sehr wichtig war. Und weil ein Erfolg in Gilching natürlich immer etwas besonderes ist.“ Seine Genugtuung konnte Remlein nicht ganz verbergen, bezeichnete das 1:0 aber „nur als ersten Schritt aus der Krise“. Er sei aber davon überzeugt, dass die Mannschaft die Euphorie und das wieder gewonnene Selbstwertgefühl auch in den beiden letzten Partien auf den Platz bringen könne. „Und muss“, wie Remlein mit Blick auf die Tabelle erklärte. Ausruhen könne sich der SC Olching jedenfalls noch lange nicht.

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