Gewaltig ins Straucheln geraten ist der SC Olching beim Frühjahrsstart in Bad Heilbrunn.
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Gewaltig ins Straucheln geraten ist der SC Olching beim Frühjahrsstart in Bad Heilbrunn.

Olching rutscht auf direkten Abstiegsplatz

Coach Remlein denkt nach Roter Karte über Comeback nach

  • vonHans Kürzl
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Der Start in die Frühjahrsrunde ist für den SC Olching vollkommen missraten. Beim Tabellennachbarn in Bad Heilbrunn steckten die Amperstädter am Sonntag eine 1:3 (1:1)-Niederlage ein.

Olching – Franz Rathmann hatte in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt. Das war aber zu wenig, weil für den Neuling Anton Krinner zweimal und Maximílian Specker in der Schlussminute traf. Der SC Olching rutscht durch die Niederlage auf einen Abstiegsplatz ab. Zudem musste Roman Fuchs fünf Minuten vor Schluss vom Platz. Eine weitere Roten Karte gab es danach noch für den Ersatztorhüter Luis Wagner.

SC Olching: Rote Karte für Fuchs und Wagner

„Es war ein sehr emotionales Spiel“, fasste Olchings Trainer Markus Remlein das Geschehen zusammen. Das bezog sich nicht nur auf die Schlussphase und sei dem Tabellenstand der beiden Mannschaften geschuldet gewesen. Entladen hat sich das dann am Ende der Partie. Erst war Fuchs einem Gegenspieler so sehr in die Parade gefahren, dass es nach Ansicht des für den SV Ostermünchen pfeifenden Bayernliga-Schiedsrichters Tobias Spindler rotwürdig war. „Eine Verwarnung hätte gereicht, weil der Ball im Spiel war.“ So nahm zumindest Remlein die Situation wahr. Verwirrung hatte zudem geherrscht, weil zunächst Olchings Kapitän Ender Dag die Karte gezeigt bekommen hatte. Nach kurzer Diskussion korrigierte der Unparteiische jedoch seine Entscheidung.

Nachträglich nichts zu rütteln hatte Schiri Spindler an der Entscheidung gegen Wagner. Dessen Coach beschrieb die Szene als Wortgefecht zwischen Ersatzkeeper und 23. Mann. Wagner habe sich hinterher entschuldigt, so Remlein. Aber an der Roten Karte habe das nichts mehr geändert. „Fuchs wird uns sehr fehlen“, so Remlein. Für den Ersatzkeeper wird er möglicherweise selbst einspringen. „Darüber muss ich aber noch ein paar Tage nachdenken.“

SV Bad Heilbrunn geht durch Foulelfmeter in Führung

Auch dem Beginn der Partie konnte Olchings Chefcoach nichts Positives abgewinnen. „Wir sind schlecht reingekommen.“ Bad Heilbrunn hatte mehr Spielanteile und verdiente sich daher nach einer halben Stunde den Führungstreffer – durch einen Foulelfmeter. „Der war unstrittig“, räumte Remlein in diesem Fall ein.

Immerhin konnte er danach feststellen, dass seine Mannschaft eine Reaktion zeigte und ebenso zurecht zum Ausgleich kam. Den moralischen Schwung nahmen die Gäste aus der Amperstadt mit in den zweiten Durchgang. Allerdings ließen sie, wie so oft in dieser Saison, beim Abschluss die Präzision vermissen. „Zweimal hätte man den Ball schon reinmachen können“, monierte Remlein. Der musste dann ansehen, wie die Gastgeber dieses Versäumnis bestraften. Deren 3:1 war dann letztendlich nur eine Draufgabe, weil Olching alles für den Ausgleich riskierte und ausgekontert wurde,

SC Olching: Nächstes Schicksalsspiel gegen Kempten

Es sei eine bittere Niederlage, so Remlein. „Aber wir werden jetzt keine besonderen Maßnahmen ergreifen.“ Den Trainingsalltag so normal wie möglich zu gestalten sei die beste Methode, das Spiel in Bad Heilbrunn zu vergessen. Am kommenden Samstag trifft der SC Olching daheim auf den Tabellensiebten aus Kempten – das nächste Schicksalsspiel.

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