SC Olching
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Präsident Eugen Schädler (r.) und Vize Roland Renn (2.v.r.) ehrten Nikolaus Mühlbauer (2.v.l. für 70 Jahre und Heinrich Meyer (M.) für 60 Jahre Mitgliedschaft.

Olchings Fußballer bekommen Platzangst

Pöppel: „Wir haben keinen Platz mehr“

  • vonHans Kürzl
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Der Erfolgskurs der Landesliga-Fußballer hat viele Nachwuchskicker zum SC Olching gespült. Wo 2012 nicht einmal 50 Mädchen und Buben dem Ball nachjagten, sind es es jetzt knapp viermal so viel. Doch das birgt auch Probleme.

So erfreulich es ist, wenn bei den Sechs- bis Elfjährigen zwölf Teams gemeldet sind: „Wir sind an der Grenze, wir haben keinen Platz mehr“, vermeldet Jugendleiter Norbert Pöppel. Neben dem Hauptplatz stehen nur noch zwei Spielfelder zur Verfügung. Zudem sind die Plätze in einem alles andere als repräsentativen Zustand. „Der ist schon peinlich“, kritisierte Langzeit-Mitglied Ernst Frasch bei der Jahreshauptversammlung..

Langfristig durchschlagende Lösungen gibt es kaum. Vizepräsident Bernhard Huppmann, bis vor gut einem Jahr selbst noch Jugendleiter, ist schon froh, dass die Zusammenarbeit mit den Schulen gut klappt. „Vor allem die Grundschulen sind immer hilfsbereit.“ Weniger begeistert ist Huppmann von den benachbarten Speedwayfahrern des MSC, deren Grünfläche der Sportclub dringend bräuchte. Doch: „Ein Vertrag ist noch nicht erreicht, da geht nichts vorwärts.“

Probleme der Tennisabteilung könnten aber die Schwierigkeiten der Fußballer zumindest ein wenig lösen. Auf unter 20 Mitglieder sind die Tennisspieler gerutscht. „Gefühlt alle Ü70“, so der neue SC-Präsident Eugen Schädler. Eine Konsequenz hat der Schwund bereits nach sich gezogen: Die Tennisplätze werden nicht mehr hergerichtet, die Noch-Aktiven können die Anlage des TC Olching nutzen. So entstanden Gedankenspiele, auf dem SC-Areal einen Kleinfeldplatz anzulegen.

Auch personell muss nachgelegt werden. Es wird dringend ein Nachfolger für Maximilian Schüppler gesucht, der gerade noch sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert und viele Trainer im Jugendbereich entlastet. „Ohne FSJ-ler brennt in der nächsten Saison der Baum“, mahnt Jugendleiter Pöppel.

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