Auf Luftduelle müssen die Zuschauer in Schöngeising wohl noch eine Weile warten.
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Auf Luftduelle müssen die Zuschauer in Schöngeising wohl noch eine Weile warten.

Feier wird im nächsten Jahr nachgeholt

SC Schöngeising: 60-jähriges Gründungsfest musste abgesagt werden

  • vonDieter Metzler
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Der A-Klassist SC Schöngeising musste sein 60-jähriges Gründungsfest wegen Corona absagen. Zudem wurde das Training wieder aufgenommen und Arbeiten am Vereinsgelände vollzogen.

Schöngeising – Ausgerechnet im Jubiläumsjahr musste der SC Schöngeising sein zum 20. Juni geplantes 60-jähriges Gründungsfest wegen der Corona-Pandemie abblasen. „Das ist sehr bedauerlich, aber nun einmal nicht zu ändern“, sagt SCS-Präsident Stephan Dodenhoff. Festakt im Stadl, Catering, Musik – alles musste abbestellt werden.

SC Schöngeising: 60-Jahr-Feier wird am 12. Juni nächsten Jahres nachgeholt

Schon im vergangenen Jahr hatte der Vereinsausschuss mit der Organisation für die 60-Jahr-Feier begonnen. Es sollte ein fröhliches Fest mit zahlreichen sportlichen Auftritten aller Abteilungen werden. Am Abend war im Stadl von Toni Schmölzl ein geselliger Festakt mit etlichen Ehrungen geplant. Doch es gibt auch eine gute Nachricht. Es steht bereits der Ersatztermin im nächsten Jahr fest: 12. Juni. „Da holen wir unsere Feier nach“, so Dodenhoff. „Wir konnten uns mit allen Beteiligten auf diesen Tag im kommenden Jahr einigen.“

SC Schöngeising: Rückkehr in Trainingsbetrieb mit neuem Trainer Florian Brandmair

Nach den ersten Lockerungen haben die Fußballer nach Rücksprache mit der Gemeindeverwaltung und unter coronabedingten Auflagen das Training wieder aufgenommen. Das hat Michael Gessele, Trainer der zweiten Mannschaft und Vizepräsident des Vereins, übernommen. Noch vor der Corona-Pandemie hatte Spielertrainer Patrick Kohlmeier nach vier Jahren seinen Abschied genommen, um zum TSV Moorenweis zu wechseln. Der neue Trainer Florian Brandmair nahm erst zum 1. Juli seine Arbeit in Schöngeising auf.

Die erste Mannschaft hat noch die Chance, die Aufstiegs-Relegation zu packen. So hat Gessele einen Trainingsplan für ein Intervalltraining mit Dauerlauf und kurzen Sprints erstellt und dazu ein Video gedreht. „Die Teilnahme war freiwillig. „Ich bin positiv überrascht, dass alle Bock haben und mitmachten“, freut sich Dodenhoff.

SC Schöngeising: Renovierungen am Vereinsheim

Auch die Stockbahnen stehen den Sportlern wieder eingeschränkt zur Verfügung. Ihre Hütte bleibt aber nach wie vor geschlossen. Ebenso ist Walking wieder möglich. Die Umkleiden und Duschen des Vereinsheims sind jedoch immer noch geschlossen. Die spiellose Zeit hat der Verein genutzt, um das Vereinsheim zu renovieren. So wurde die Schiri-Kabine gefliest und erhielt eine neue Dusche, die komplette Elektrik wurde erneuert und die kaputten Flutlichtlampen ausgewechselt.

Fand die Bewirtung durch Vereinswirtin Sandra zunächst nur auf der Terrasse statt, so kann nunmehr im Rahmen der Vorgaben auch der Gastraum genutzt werden. „Grundlage sind die Hygienekonzepte des Bayerischen Eissport- und Fußballverbandes und des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes“, sagt Dodenhoff. Der Pächterin, die das Vereinsheims im Nebenerwerb betreibt, sei man während der Zeit der coronabedingten Schließung mit der Pacht entgegengekommen. „Alles andere wäre unfair“, sagte Dodenhoff. „Uns ist es wichtig, eine gewisse Kontinuität reinzubringen, denn derzeit gibt es im Dorf kein anderes Gasthaus. Wir wollen zumindest unseren Bürgern in der Gemeinde die Möglichkeit zu einem Wirtshausbesuch bieten.“

Dodenhoff: Verein lebt vom Ehrenamt

Dodenhoff stellte den guten Zusammenhalt im Verein heraus. „Wir leben vom Ehrenamt“, so der SCS-Präsident. Das habe sich in der Krise mehr denn je gezeigt. „Das freut mich besonders.“ Mit einer T-Shirt-Aktion, veredelt mit dem SCS-Vereinswappen, demonstrieren die Mitglieder darüber hinaus auch äußerlich ihren Zusammenhalt während Corona-Pandemie. Beim Kauf eines T-Shirts unterstützen sie den Verein, der die Hälfte des Betrags vom Hersteller erhält.

SC Schöngeising: Skepsis bezüglich Saisonfortsetzung ab September

SCS-Präsident Stephan Dodenhoff und Vize Michael Gessele: „Uns war von Anfang an klar, dass der Amateurfußball eine längere Zwangspause einlegen wird.“ Alle Großveranstaltungen seien bis in den Herbst hinein abgesagt worden, wie zum Beispiel das Oktoberfest. Der Polizeibeamte Dodenhoff zeigte sich nicht überrascht von der Einstellung des kompletten Sportbetriebs. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es am 1. September wieder losgeht.“ Dem BFV und dem BLSV stellte er ein gutes Krisenmanagement aus. „Das haben die sehr professionell aufgezogen.“ Die Entscheidung des BFV, die Saison weiterzuführen, habe er zunächst befürwortet, erzählt Dodenhoff. „Doch jetzt tendiere ich fast zu einen sauberen Schnitt.“

Michael Gessele glaubt ebenfalls, dass der Neustart über den 1. September hinausgeschoben wird. Er meint aufgrund der Unsicherheit hätte man doch die Saison abbrechen sollen. Wenn womöglich erst im nächsten Frühjahr eine Fortsetzung des Spielbetriebs möglich sein sollte, sehe er die Moral der Aktiven am Boden. „Für die Motivation wäre es schon wichtig, dass wir bald wieder beginnen.“ Viele Spieler möchten einfach die Saison mit dem Verein zu Ende spielen, mit dem sie auch in die Saison gestartet sind.

Finanziell habe der Verein keine Einbußen erlitten. Die Übungsleiter haben auf ihre Aufwandsentschädigung verzichtet, so Dodenhoff. Und die Werbekunden sowie Sponsoren sind bisher alle dabei geblieben. „Wir haben ohnehin keine größeren Sponsoren, sondern eher viele kleine Gönner.“ (DIETER METZLER)

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