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„Endlich ist die Wiesn vorbei“ - Unterpfaffenhofen II verpasst Sieg, Gilching II gewinnt Topspiel

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Schoss Gilching in Führung: Maximilian Michl.
Schoss Gilching in Führung: Maximilian Michl. Foto: Rutt © Rutt

Der TSV Pentenried verliert mit einer Rumpfelf. Auch der Gautinger SC unterliegt erneut. Der TSV Gilching II dagegen siegt im Spitzenspiel. Der TSV Unterpfaffenhofen II verpasst einen Sieg.

SV Inning – TSV Pentenried 4:3 (3:2)

Tore: 1:0 Pangerl (9.), 1:1 Papelitzky (15.), 2:1 Schmid (23.), 3:1 Groß (32.), 3:2 Wiedemann (37.), 4:2 Schoppe (50.), 4:3 Simmerding (80.) -
Bes. Vorkommnis: Xaver Scheidl (Inning) scheitert mit Foulelfmeter an Pentenrieds Torwart Philipp Stemmer (11.).

„Der Gegner wollte verlegen, aber wir können wegen des fehlenden Flutlichts nicht unter der Woche spielen“, erklärte Innings sportlicher Leiter Peter Rothamel. Das letzte Aufgebot des Gegners, des TSV Pentenrieds, schlug sich wacker. Trotz aller Ausfälle wehrte sich der Aufsteiger mit allem, was noch zur Verfügung stand. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Torwart Raphael Apostoli musste mit Philipp Stemmer auch noch ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Er hielt sogar einen Strafstoß. Dennoch behielten die Inninger wie schon im Kreisklassen-Hinspiel knapp mit 4:3 die Oberhand. „Es war wie im Hinspiel vogelwild“, berichtete Rothamel. Er war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Das war ein Rückfall in alte Zeiten“, monierte er. Besonders in der Defensive agierten die Hausherren schwach. Dafür konnten sich die Gäste nach 90 wenig hochklassigen, aber spannenden Minuten nichts kaufen. „Unter dem Strich stehen wir wieder mit leeren Händen da. Besonders defensiv tun wir uns deutlich schwerer als in der A-Klasse“, resümierte Abteilungsleiter Michael Möhwald. Für den TSV ist der Traum, noch unter die ersten Drei zu kommen, so gut wie ausgeträumt. „Das war aber eigentlich eh nie ein Thema“, stellte Möhwald klar. Zu groß waren die personellen Probleme bei den Fußballern vom Römerfeld im bisherigen Saisonverlauf. Die Inninger dürfen dagegen weiter auf die Meisterrunde hoffen. „Wir haben es weiter selbst in der Hand“, freute sich Rothamel.

FC Puchheim – TSV Gilching-A. II 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 M. Michl (45.), 1:1 Gottwald (52., Eigentor), 1:2 Aksoy (65.)

Nach dem Sieg im Spitzenspiel ist dem TSV Gilching-Argelsried II die Teilnahme an der Aufstiegsrunde kaum noch zu nehmen. „Das müsste schon mit dem Teufel zu gehen“, kommentierte Gilchings Trainer Robert Brand. Nach dem bisherigen Saisonverlauf wäre aber selbst Platz zwei eine kleine Enttäuschung. Zu dominant agieren die Gilchinger. „Wir wollen unbedingt Erster bleiben“, sagte Brand. Am Sonntag hatten seine Fußballer die Partie fest im Griff. Es dauerte jedoch bis zur 45. Minute, ehe Maximilian Michl die überfällige Führung besorgte. Umso bitterer war der Ausgleich durch ein Kopfball-Eigentor von Alexander Gottwald. Doch der TSV reagierte im Stile eines Spitzenreiters. Brand brachte unter anderem Metehan Aksoy ins Spiel. Dieser düpierte seinen Gegenspieler und brachte den Tabellenprimus wieder in die Spur. In der Schlussphase versuchten die Puchheimer, zumindest einen Punkt zu retten. Doch die Gäste retteten den knappen Vorsprung über die Zeit. Elfmeterforderungen der Gastgeber verhallten ungeahndet. „War auch keiner, der Spieler läuft in unseren Spieler rein“, stellte Brand klar.

TSV Alling – Gautinger SC 3:2 (1:1)
Tore: 1:0 Grolik (11.), 1:1 Aichberger (21.), 1:2 Dietzel (60.), 2:2 Grolik (62.), 3:2 Grolik (86.)

Nachbarn unter sich: Die Gautinger verharren mit dem Lokalrivalen aus Pentenried weiter am Tabellenende. „Wahrscheinlich wurde zu viel gemeinsam auf der Wiesn gefeiert“, scherzte GSC-Trainer Bernd Ziehnert. Eines eint beide Teams auf jeden Fall: Sie halten gut mit den Konkurrenten mit, punkten aber viel zu selten. Das galt auch für den Auftritt des Sportclubs am Sonntag bei den ambitionierten Allingern. „Kleinigkeiten haben den Ausschlag gegeben“, konstatierte Ziehnert. Nach frühem Rückstand kamen seine Fußballer stark zurück. Als Sebastian Dietzel per Vollspann nach einer Stunde sogar zur Führung traf, roch es nach einer Überraschung. Doch die Gautinger agierten in der Folge in der Abwehr zu sorglos. „Ich habe da auch die eine oder andere Konditionsschwäche bei unseren Verteidigern ausgemacht“, sagte Ziehnert. TSV-Torjäger Maximilian Grolik bedankte sich für die Freiheiten und schoss seine Allinger auf Rang zwei. „Einen Punkt hätten wir auf jeden Fall verdient gehabt“, bedauerte Ziehnert nach der vierten Niederlage in Folge.

TSV Oberalting-Seefeld – SC Unterpfaffenh. II 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Lindinger (11.), 1:1 J. Dötsch (58.) Zeitstrafe: Heinzlmair (72., SCU/Foulspiel) Bes. Vorkommnis: Jean-Luca Dötsch scheitert mit Foulelfmeter am SCU-Torwart (50.).

Peter Tempfli war erleichtert. „Endlich ist die Wiesn vorbei“, sagte der Abteilungsleiter des TSV Oberalting-Seefeld. Das Fehlen von Trainer Thomas Dötsch, der auf dem Oktoberfest arbeitete, sei auf Dauer nicht kompensierbar. „Die Jungs brauchen wieder ordentliches Training“, sagte Tempfli. Am Freitag taten sich die Pilsenseer sehr schwer, in die Partie zu finden. „In der ersten Halbzeit war der Gegner klar besser“, bekannte Tempfli. Oberaltings Torwart Maroje Mitrovic hatte alle Hände voll zu tun, einen höheren Rückstand als das frühe 0:1 zu verhindern. Nach der Pause kamen die Hausherren besser zurecht. Zunächst vergab Jean-Luca Dötsch nach einem Vergehen an Patrick Kasper einen Strafstoß. Der torgefährlichste Seefelder machte seinen Fehlschuss jedoch kurz darauf wieder wett und war nach einer Hereingabe von rechts erfolgreich. Danach hätte der TSV auch den Siegtreffer erzielen können. In der Schlussminute landete Roman Hüttlings Volleyschuss aus fünf Metern jedoch über dem Tor. „Insgesamt müssen wir aber mit dem Unentschieden zufrieden sein“, resümierte Tempfli. Kurios: Die Gastgeber wechselten Mitte der zweiten Halbzeit den Keeper, da Mitrovic noch einen Termin wahrnehmen musste. „Das war vorher so abgestimmt“, sagte Tempfli.  (toh)

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