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Wenn alles so kommt, wie es sich das SCU-Präsidium erhofft, wird aus dem jetzigen Stockschützenplatz ein Kunstrasenplatz für die Fußballjugend. Präsident Fabian Kriner (oben, v.l.), Vize Anne Wild und Schatzmeister Jürgen Riedel sind jedenfalls noch frohen Mutes.

Umgestaltung des Sportzentrums hat noch Hürden zu überwinden

SC Unterpfaffenhofen: Neuer Kunstrasenplatz für den Nachwuchs geplant

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Der SC Unterpfaffenhofen hat einen neuen Kunstrasenplatz für den Nachwuchs geplant. Die Umsetzung der Umgestaltung des Sportzentrums ist noch nicht genehmigt.

Germering – Der SC Unterpfaffenhofen hat ein Kapazitätsproblem. Auf den Fußballplätzen im Stadion an der Bertha-von-Suttner-Straße gibt es kaum noch Trainingsmöglichkeiten für den Nachwuchs. Vor allem im Winter kommt der Verein zudem an seine Grenzen, was die sportlichen Optionen angeht: „Wir schaffen es fast nicht mehr, die notwendigen Hallen dafür zu finden,“ klagt Präsident Fabian Kriner.

Die mittlerweile rund 500 Mitglieder zählende Kampfabteilung, die im weiten Umkreis die größte ist, hat ebenfalls ein Platzproblem. Neben dem kleinen Trainings-Dojo in der Kerschensteiner Schule ist die Abteilung auf fünf Hallen in ganz Germering verteilt.

Neuer Kunstrasenplatz für den Nachwuchs

Doch jetzt ist für Vereinschef Fabian Kriner und seine Vorstandskollegen ein Lichtstreifen am Horizont auszumachen. Der Stadtrat hat im Haushalt rund 4,4 Millionen Euro für die Neugestaltung und Erweiterung des Sportgeländes in den nächsten vier Jahren bereitgestellt. In diesem und im nächsten Jahr sind nur Planungskosten vorgesehen. Ab 2023 aber soll unter anderem eine Kampfsporthalle und ein neuer Kunstrasenplatz ausschließlich für den Nachwuchsbereich auf dem Gelände untergebracht werden.

Möglich ist das alles laut Kriner, weil sich der Stockschützenclub EC Germering nach längeren Gesprächen zu einer Fusion mit dem Sportclub geeinigt hat. Die Stockschützen haben einen relativ großen Platz zwischen dem Vereinsheim und dem benachbarten Eisstadion. Diese Fläche geben die Stockschützen nach der Fusion auf – sie bietet ausreichend Platz für den notwendigen Kunstrasenplatz. Eine neue Flutlichtanlage auf dem bestehenden Trainingsplatz neben dem Polariom soll die Situation für die Kicker ebenfalls verbessern.

Schützen und Kampfsportler bekommen neue Heimat

Die Schützen selbst bekommen neue Bahnen auf einer Fläche in der Nähe des A96-Lärmschutzwalls am südöstlichen Randbereich des Fußballplatzes. Dort kann auch eine kleine Unterkunft für die Stockschützen errichtet werden – zurzeit dürfen sie einen Raum im Vereinsheim des SCU nutzen. Der EC Germering wird sich allerdings erst im nächsten Jahr auflösen – vorher will der Verein noch sein 50-jähriges Bestehen feiern.

Die Kampfsportler des SCU können sich ebenfalls freuen – wenn alles so realisiert wird, wie eine von der Stadt beauftragte Machbarkeitsstudie vorschlägt. Südlich des Vereinsheims steht ein Holzbau, der vor allem als Materiallager genutzt wird. Hier soll eine Kampfsporthalle errichtet werden, die nicht nur Platz für die Trainingseinheiten bietet, sondern auch für Wettkämpfe geeignet ist. Eine an dieser Stelle bis zum Polariom-Grundstück verlaufende, unansehnliche Mauer soll abgerissen werden.

Umgestaltung hat noch Hürden zu überwinden

Die schönen Pläne des Vereins könnten allerdings bald Makulatur sein. OB Andreas Haas weist darauf hin, dass die Investitionen zwar in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen worden sind. Allerdings müsse der Haushalt erst noch vom Landratsamt genehmigt werden. Dabei dürfe man nicht vergessen, dass es sich bei den Ausgaben für das Sportzentrum um eine freiwillige und nicht um eine Pflichtaufgabe der Stadt handelt, so Haas weiter.

Auch die Corona-Krise könnte dem SCU noch in die Quere kommen: „Wir müssen jetzt natürlich erst einmal abwarten, wie sich das weiter entwickelt.“ Dass die Krise aber Einfluss auf die Fianzlage der Stadt hat, scheint laut Haas schon jetzt klar zu sein.

Zu guter Letzt müsste die Umgestaltung des Sportzentrums an der Bertha-von-Suttner-Straße auch noch vom Stadtrat beschlossen werden. Allerdings gibt es dafür bislang noch gar keine konkreten Pläne.

Text: Klaus Greif

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