SCF: Transfermarkt abgegrast: Muzzi muss es alleine richten

Fürstenfeldbruck – Während sich die Landesliga-Elf des SC Fürstenfeldbruck auf die erste Auswärtspartie der Saison heute, 18.30 Uhr, beim FC Pipinsried vorbereitet, sucht die Vereinsführung weiter nach Ersatz für den verletzten Stürmer Christian Schmid.

Der Spielermarkt gibt aber kaum mehr etwas her. „Es sind zwar Kandidaten da“, sagt Vizepräsident Eckard Lutzeier. „Die passen aber alle nicht in unser Budget.“ Bei den Spielern, die noch zu haben sind, hätte dies schon seine Gründe. „Entweder sind sie auch den anderen Vereinen zu teuer, oder es sind charakterlich schwierige Typen.“ Lutzeier will sich aber keine „Stinkstiefel“ mehr an Bord holen.

Vorerst wird es also weiter Neuzugang Muzzi Gür richten müssen. Allerdings will Lutzeier den aus der Kreisklasse vom TSV West gekommenen Torjäger nicht zu sehr unter Druck setzen. Zwei Vorzüge hat der Vize aber schon ausgemacht: „Wenn Muzzi eine Chance bekommt, ist der kaltschnäuzig genug, um sie reinzumachen.“ Und: „Endlich trägt einer das Trikot mit der Nummer 19, der auch mal läuft.“ Eine Anspielung auf den abgezogenen Vorjahres-Angreifer Marco Toppmöller, der läuferisch nicht unbedingt überzeugte.

Ex-Brucker macht´s vor wies geht

Wie’s gegen Pipinsried gehen könnte, hat am ersten Spieltag ein Ex-Brucker vorgemacht: Andreas Neumeyer erzielte beim 4:1-Sieg seines TSV Gersthofen gleich einen Dreierpack. Allerdings ist die Dachauer Elf von FC-Mäzen Konrad Höß deswegen nicht zu unterschätzen. Nach dem Beinahe-Abstieg hat der Pipinsrieder Präsident nämlich eine Menge Geld in die Hand genommen, um die Mannschaft zu verstärken. Prunkstück ist der neue Spielertrainer Marco Küntzel, der von der Konkursmasse der TSG Thannhausen kam. Der Routinier spielte bereits als Profi für Rostock, Gladbach, Bielefeld, Cottbus und Augsburg in der 1. und 2. Bundesliga. Ein weiterer namhafter Neuzugang ist Dominik Sandner vom FC Affing. Als Schwachpunkt bei „Pipi“ wurde zuletzt Torwart Johannes Steiner ausgemacht. Dem Ex- Gersthofener spielten beim Auftritt in der einstigen Heimarena vor 600 Zuschauern die Nerven einen Streich. Küntzel setzt aber weiter auf ihn und stellt Steiner auch gegen den SCF zwischen die Pfosten („Jeder Spieler hat bei mir eine zweite Chance“). Gleichzeitig sagt der Coach aber auch: „Diese sollte er nutzen, sonst bin ich zum Handeln gezwungen.“

ad/mk

Quelle: fussball-vorort.de

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