Schuss geht nach hinten los

- SCF verliert 2:3 - Offensiv-Taktik bestraft - Nur der Keeper glänzt

VON ANDREAS DASCHNER Fürstenfeldbruck - Mit absoluter Offensive wollte der SC Fürstenfeldbruck dem Bayernliga-Spitzenreiter SSV Jahn Regensburg den Zahn ziehen. Trainer Peter Gebele stellte seine Elf darum gleich auf vier Positionen um. Der Schuss ging jedoch gewaltig nach hinten los. Mit 2:3 (1:3) unterlagen chancenlose Brucker gegen die Amateure des Zweitligisten. Dabei können sich die SCF-Kicker noch bei ihrem Keeper Daniel Weber bedanken, dass es keine Klatsche setzte.

Für die defensiv ausgerichteten Martin Woytalla und Thomas Griesgraber standen Andreas Neumeyer und der nach seiner Sprunggelenks-Operation überraschend schnell genesene Kapitän Christian Obermeier in der Startformation. Zudem durfte der ebenfalls wieder gesunde Sebastian Fischhaber für Wolfgang Lankes ran, für Nicklas Hoffmann rutschte Andi Felsner zurück in die Elf. Gebracht haben die Umstellungen nichts.

Die Regensburger konnten nach Belieben schalten und walten und schossen vor 350 enttäuschten Zuschauern bis zur 35. Minute einen beruhigenden 3:0-Vorsprung heraus. Beim 1:0 war dabei noch etwas Pech im Spiel, als Admir Hasanovic einen Schuss von Markus Weinzierl unhaltbar für Weber ins eigene Tor ablenkte. Bei den folgenden beiden Treffern von Oliver Fink war dieser dann aber wohl selbst überrascht, auf wie wenig Gegenwehr er stieß. Zweimal Semir Davoli und einmal Weinzierl hätten die erste halbe Stunde beinahe zu einem Waterloo für die Brucker werden lassen. Der prächtig aufgelegte Daniel Weber hatte da jedoch etwas dagegen und wehrte jeweils spektakulär ab.

Außerdem hatte der SCF bei einem Pfostenschuss von Harald Gfreiter noch jede Menge Dusel. Erst als die Regensburger nach der deutlichen Führung einen Gang zurück schalteten, kam der SCF etwas besser ins Spiel. Der für den völlig überforderten Andreas Neumeyer eingewechselte Steffen Vogel konnte so noch kurz vor der Pause das 1:3 erzielen. Auch nach dem Wiederanpfiff gehörte das Gros der Torchancen den Gästen. Gegen Schmitt und erneut Devoli musste Weber einmal mehr Kopf und Kragen riskieren, um nicht schon frühzeitig aussichtslos in Rückstand zu geraten. Lediglich Tobias Zellner konnte den Teufelskerl im SCF-Kasten noch einmal überwinden, allerdings rettete SCF-Libero Carsten Henrich für seinen Schlussmann auf der Linie.

Mit dem Schiedsrichter haderten die Brucker knapp zehn Minuten vor Schluss. Gästekeeper Klaus Seisenberger hatte Michael Schrodi elfmeterreif von den Beinen geholt, die Pfeife des Unparteiischen blieb jedoch stumm. Erneut Seisenberger war es, der das Spiel letztlich doch noch einmal spannend machte. In der 85. Minute vertändelte er das Leder gegen Florian Hönisch, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. Der Anschlusstreffer fiel letztlich aber zu spät, als dass die Brucker ihre verdiente Niederlage noch hätten ändern können.

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