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Verena Huber erklärt Erfolgsrezept für Jugendspielerinnen: „Das ist einwandfrei der bessere Weg“

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Übernimmt Verantwortung: Verena Huber ist nicht nur zweite Spielführerin der Puchheimer Frauen, sondern auch eine der erfolgreichsten Torschützinnen.
Übernimmt Verantwortung: Verena Huber ist nicht nur zweite Spielführerin der Puchheimer Frauen, sondern auch eine der erfolgreichsten Torschützinnen. © Privat

Elf Treffer in neun Spielen. Das ist die beeindruckende Bilanz von Verena Huber vom FC Puchheim. Doch nicht nur in der Offensive kann die 25-Jährige glänzen.

Puchheim – Nervenstärke bewies Puchheims Torjägerin Verena Huber, als sie Anfang November beim Spielstand von 2:2 in der Nachspielzeit gegen die U23 von Wacker München einen Strafstoß zum 3:2-Siegtreffer verwandelte. „Das war in dieser Saison bisher wohl einer meiner wichtigsten Treffer“, meint die 25-jährige Steuerfachangestellte rückblickend. Und auch im letzten Spiel des alten Jahres sicherte die Torjägerin ihrer Mannschaft beim 3:3 im Heimspiel gegen den TSV München-Solln zumindest einen Punkt, als sie den Ausgleich eine Viertelstunde vor Schluss erzielte. Seit Jahren ist sie so etwas wie die personifizierte Torgarantie der Puchheimer Frauen.

„Verena ist sehr ballsicher, im Abschluss stark und verfügt über eine enorme Fitness“, schwärmt Trainer Sascha Widemann von seiner zweiten Spielführerin. „Sie schießt nicht nur entscheidende Tore, sondern läuft auch in der Defensive so einiges weg.“ So habe sie auch schon Libero gespielt.

Verena Huber: Oberschenkelbruch mit neun Jahren

Bisher kommt die am liebsten auf der „Zehnerposition“ spielende Puchheimerin auf elf Treffer in neun Spielen. Damit steht sie nicht nur auf Platz zwei in der Bezirksliga-Torschützenliste, sondern hat auch großen Anteil am sportlichen Erfolg der Mannschaft. Von den in dieser Saison erzielten 30 Treffern geht allein ein Drittel auf ihr Konto. Vor vier Jahren war sie gar Torschützenkönigin in der Bezirksoberliga.

Verena Huber ist ein Puchheimer Urgestein. Mit sechs Jahren begann sie beim FCP mit dem Fußball. Selbst eine schwere Verletzung im Alter von neun Jahren konnte ihre Leidenschaft nicht stoppen. Ein Oberschenkelbruch bedeutete ein Jahr Pause. „Da habe ich damals zu meiner Mama gesagt, ich höre auf“, erzählt sie. Doch letztlich obsiegte die Begeisterung für ihren geliebten Sport. Weitere Verletzungen wie Bänderrisse oder Kapselverletzungen nahm sie gelassener hin. „Das gehört wohl beim Fußball dazu“, sagt sie.

Verena Huber: So lange wie möglich mit den Jungs spielen

Bis zur D-Jugend hat sie mit den Buben gespielt, dann wechselte sie zu den Mädels. „Der Fußball mit Jungs ist körperlich robuster. Außerdem wird schneller gespielt, sodass man auch schneller reagiert“, sagt Huber. Die 25-Jährige, die seit zwei Jahren auch noch eine U11-Jungenmannschaft des FC Puchheim trainiert, rät jedem Mädchen deshalb, so lange wie es erlaubt ist, mit den Jungs zusammen in einer Mannschaft zu spielen. „Das ist einwandfrei der bessere Weg, um eines Tages in einer Frauenelf erfolgreich zu spielen.“

Höherklassig hat es Verena Huber auch schon probiert. Für eine halbe Saison schloss sie sich dem Regionalligisten Wacker München an. Doch der Aufwand war für die zu der Zeit in Ausbildung befindliche Huber zu groß und so kehrte sie wieder zu ihrem Heimatverein zurück. In Puchheim fühlt sie sich wohl. „Wir haben eine tolle Gemeinschaft und einen guten Zusammenhalt“, sagt sie. (Dieter Metzler)

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