Siegtorschütze pfeffert Trainer das Trikot hin

- Aufsteiger Miesbach macht zu schaffen

VON ANGELIKA WINTERER Fürstenfeldbruck - Nach nur einem Punkt aus den beiden zurückliegenden Partien gegen die Liga-Neulinge aus Feldmoching und Buchbach fuhr der Bayernliga-Nachwuchs des SC Fürstenfeldbruck beim dritten Duell mit einem Aufsteiger wieder einen Dreier ein. Gegen den FC Miesbach behielten die Amperstädter nach 0:2-Rückstand dank eines enormen Kraftaktes am Ende noch mit 3:2 die Oberhand. Ärger gab`s trotzdem, weil Siegtorschütze Florian Malina seinem Trainer das Trikot vor die Füße pfefferte.

Zunächst schien es jedoch so, als würden sich die Gastgeber wieder einmal selbst früh auf die Verliererstraße bringen. Bereits nach einer Viertelstunde verteilten sie das erste Gastgeschenk: Nach einem Freistoß von der rechten Außenbahn blieb SCF-Keeper Markus Remlein auf der Torlinie kleben und ermöglichte es Christian Kuchler so, die Kugel einzunicken. Und noch ehe die Brucker den Rückstand verdaut hatten, zappelte das Leder erneut in ihrem Netz: Ein Freistoß von Bernd Gegenfurtner senkte sich über Freund und Feind hinweg in die Maschen.

Doch auch danach fanden die Hausherren zunächst nicht ins Spiel. Am Ende einer langen Vorrunde "sind meine jungen Spieler einfach müde", erklärte SCF-Coach Udo Schunn. Einzig Routinier Thomas Herber verfügte noch über die nötige Power. Der Käpt`n höchstpersönlich besorgte daher auch nach einer Ecke von Benny Bellatreche den so wichtigen Anschlusstreffer.

Davon beflügelt überwanden die Youngster vom SCF nach dem Seitenwechsel dann auch endlich ihren inneren Schweinehund und boten den Miesbachern fortan so richtig Paroli. Begünstigt wurde dies freilich noch durch die Ampelkarte, die Stefano Monachetti wegen wiederholten Foulspiels sah. Doch trotz Überzahl dauerte es bis zur 75. Minute, ehe sich Robert Körner, der vergangenes Jahr bei den A-Junioren kickte, über sein erstes Bezirksoberliga-Tor freuen konnte. Und kurz vor Schluss gelang Florian Malina dann sogar noch der verdiente Siegtreffer.

Damit hatte Udo Schunn letztlich also doch alles richtig gemacht. Immerhin hatte er Malina für Thomas Schrodi eingewechselt. Für diese "rein taktische Maßnahme" (Schunn) hatte der Hitzkopf aus Germering allerdings wenig Verständnis: Wütend pfefferte er seinem Coach das Trikot vor die Füße. Was diesen wiederum so erzürnte, dass sich am Ende der Ärger über diese Aktion und die Freude über den Sieg die Waage zu halten schienen.

A-Junioren: SC Fürstenfeldbruck - SpVgg Unterhaching 1:4. B-Junioren: FC Puchheim - SC Fürstenfeldbruck 1:2. C-Junioren: SC Fürstenfeldbruck - SpVgg Unterhaching 1:9.

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