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Augen zu und durch – das galt in den meisten Phasen der Partie nur für die gastgebenden Türkenfelder (blaue Trikots). Sicher auf dem Boden des Sieges landeten nur die Beinahe-Nachbarn aus Wildenroth.

Birkner trotzdem zuversichtlich

Lehrstück in Effektivität: Wildenroth knallhart gegen Türkenfeld - Sieg verdient aber zu hoch

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Ein Satz fiel auf beiden Seiten: „Der Sieg war verdient, aber er ist zu hoch ausgefallen.“ Wildenroth legte gegen Türkenfeld eiskalte Effektivität an den Tag.

VON HANS KÜRZL

Türkenfeld/Grafrath – In der Bewertung zeigten sich aber nach dem 6:2 (3:1) der SpVgg Wildenroth beim TSV Türkenfeld die Unterschiede. Treffsicher waren die Gäste, und da vor allem Ralf Looschen, der dreimal einnetzte. Für den Rest des halben Dutzend sorgten Tobias Kapsch, Xaver Throm und Alexander Watzke. Für den TSV hätten durchaus mehr Tore herausspringen können als die von Sandro Ciaramella und Christoph Holzleitner.

Vor allem bei zwei Szenen nach der Pause war es aus Sicht der Türkenfelder schwieriger, den Ball nicht im Tor unterzubringen. Trainer Dieter Birkner trauerte diesen Möglichkeiten nicht nur deswegen nach, weil sie seine Truppe ernsthaft zurück in die Partie gebracht hätten. „Wir haben heute Anschauungsunterricht bekommen, wie effektiv man Chancen nutzen kann.“

In der Tat setzte die Spielvereinigung ihre Treffer in wichtigen Momenten. „Die frühen Tor haben uns schon in die Karten gespielt“, nannte Wildenroths Teamsprecher Jürgen Throm ein Beispiel. Ganz sicher, dass seine Mannschaft das Ding nach Hause schaukeln könne, war er sich aber erst nach nach dem fünften Treffer. Zuvor habe man immer wieder mal gesehen, dass da mal einer reinfallen könne. „Und dann kann es ganz schnell wieder eng werden“, vollendete Throm seinen Gedankengang. Daher werde man auch nicht übermütig, wenngleich er ebenso feststellte: „Wir können in dieser Liga jeden schlagen.“

Soweit sieht Birkner seine TSV-Kicker noch nicht. Er machte aber nicht den übermäßig deprimierten Eindruck, wie man ihn nach sechs Gegentreffern in einem Heimspiel erwarten könnte. „Bei uns springt der knappe Ball eben raus und beim Gegner eben rein.“ Birkner zuckte da aber nur kurz mit den Schultern als wolle er jeden Eindruck von Ratlosigkeit vermeiden. Nach dem 2:4 habe er noch Hoffnung gehabt, dass man herankommen könne. An dieser Stelle platzierte Birkner seinen einzigen Vorwurf an seine Mannschaft. „In der Schlussphase haben wir uns hängen lassen. Das darf selbst bei einem Rückstand nicht passieren.“

Birkner sah auch keinen Anlass von seinem Konzept abzuweichen, das Türkenfelder Spielsystem zu modernisieren. Das sei ein Projekt, das schon langfristig angelegt sei. „In ein paar Wochen kann das schon viel erfolgreicher aussehen“, zeigte sich Birkner zuversichtlich.

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