Stehle nimmt Abschied nach Maß: Tor und Platzverweis mit Abpfiff

- Nachfolger Marcus Schmidbauer verfolgt 2:1-Sieg in Planegg

VON FLORIAN BOGNER Aich - Was für ein Abschied für Thomas Stehle: Beim 2:1-Auswärtssieg in Planegg schoss der scheidende Spielertrainer bei seinem letzten Spiel im Trikot des FC Aich den Ausgleich und flog in den Schlusssekunden noch vom Platz. Dass seit gestern sieben Punkte auf dem Auswärtskonto der künftig vom Maisacher Marcus Schmidbauer betreuten FCA-Elf stehen, resultierte vor allem aus einer kämpferisch überzeugenden Leistung.

Unter den Augen des Nachfolgers, der vom Bayernligisten aus Ismaning kommt, sahen Stehles Mannen zunächst kein Land. Die Anfangsphase brachte kaum Entlastung für die Gäste, vor allem Planeggs Thomas Lenzki konnte immer wieder mit Spielwitz die Abwehr überlisten. Er konnte Aichs Torwart-Hünen Markus Wiedmann dann auch aus spitzem Winkel überwinden.

Auf der Gegenseite war Aich nur bei ruhenden Bällen gefährlich. Logisch, dass der glückliche Ausgleich dann auch per direktem Freistoß fiel. In Aich war das bis jetzt Chefsache. Und so verwandelte Stehle aus 20 Metern platziert ins linke Eck - die einzige Offensiv-Aktion der Gäste im ersten Durchgang.

Nach dem Seitenwechsel blieb Planegg die bestimmende Mannschaft, während der FCA meist nach weiten Abschlägen von Wiedmann nur sporadische, aber brandgefährliche Konter fuhr. Zu allem Überfluss schwächte sich die Elf dann wieder selbst: Nur wenige Minuten nachdem Klaus Spieleder die gelbe Karte gesehen hatte, drosch er den Ball nach einem von ihm verübten Handspiel wutentbrannt gegen den Zaun am Spielfeldrand und verließ den Rasen darauf hin mit der Ampelkarte.

Eine Ecke von Andreas Lenzki, die sein Bruder Thomas per Kopf nur knapp neben das Tor setzte, leitete die hektische letzte halbe Stunde ein. Viele Fouls und Streitereien führten zu häufigen Unterbrechungen. Die besseren Chancen zur Führung hatte aber weiterhin Planegg. Doch dann kam der große Auftritt des bis dahin blass wirkenden Christian Schilling: Auf der linken Seite schnappte er sich das Leder und war bis zur Strafraumgrenze nicht vom Ball zu trennen. Ein trockener Linksschuss in das linke Toreck bedeutete die viel umjubelte Entscheidung. Planegg setzte alles auf eine Karte - vergebens.

In der Nachspielzeit gab es dann noch unschöne Szenen: Zuerst foulte der übermotivierte Thomas Lenzki Aichs Routinier Reiner Keckeis so schwer, dass der vom Platz getragen werden musste, dann verabschiedete sich auch Stehle noch mit der gelb-roten Karte.

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