Still und leise als zweitbestes Landkreis-Team der Liga etabliert

- Fürstenfeldbruck - Der FC Aich bleibt weiter auf dem Vormarsch. Mit einem 1:0 (0:0)-Sieg beim Kreisstadt-Derby bei der Landesliga-Reserve des SC Fürstenfeldbruck schoben sich die Aicher in der Tabelle an ihrem Gegner und auch an Maisach vorbei und haben sich damit heimlich, still und leise zum zweitbesten Bezirksliga-Team im Landkreis gemausert. Behilflich war hierbei auch noch der Brucker Sebastian Nichelmann, der per Eigentor die Niederlage seiner Elf besiegelte.

"So kann's weiter gehen. Jetzt werden wir noch ein paar Mannschaften ärgern", meinte ein gut gelaunter FCA-Trainer Herbert Thiel nach dem Spiel. Nicht einmal unverdient schätzte der Gästetrainer den Sieg seiner Mannschaft am Ende ein und lag damit nicht so falsch. Trotz laut SCF-Coach Dirk Teschke gefühlter 95 Prozent Ballbesitz brachte der SCF nichts zwingendes zustande.

"Wir spielen bis zum Strafraum schönen Fußball. Es reicht aber nicht, einfach nur den Ball vorne reinzuschlagen und zu hoffen, dass dann mal einer reinfällt." Bezeichnenderweise entstand die beste Brucker Möglichkeit dann auch aus einer Standardsituation. David Balogh zwang Aichs Torhüter Christian Schoberer mit einem Freistoß aus 20 Metern zu einer starken Parade.

Bei den Aichern ging die ausgegebene Defensivtaktik dagegen voll auf. "Wir wussten, wie wir stehen müssen und haben dann auf unsere Chance gelauert", sagte Thiel. Die Chancen bekamen sie auch, allen voran der Ex-Brucker Max Brod. Nach einem Fehlpass von Rodenwald hatte der Stürmer in der ersten Halbzeit den aus dem Tor eilenden Roland Schröder schon umspielt, traf dann aber nur den Pfosten. Im zweiten Durchgang scheiterte er aus abseitsverdächtiger Position am Brucker Keeper.

Dass die Gäste letztlich durch ein Eigentor doch noch die drei Punkte aus dem Klosterstadion entführten, empfand Teschke als "bezeichnend für das Spiel". Bei einem weiten Freistoß von Andreas Bartl aus gut und gerne 50 Metern wollte Nichelmann vor dem einschussbereiten Michael Kellerer klären. Vom Spitz seines Fußes prallte der Ball unkontrolliert an die Unterkante der Latte und von dort weiter ins Netz.

Teschke fühlte sich am Ende etwas an das Hinrundenspiel gegen Maisach erinnert: "Es gelingt uns gegen tief stehende Mannschaften einfach nicht, ein frühes Tor zu machen. Und irgendwann fällt dann hinten einer rein." Thiel war naturgemäß fröhlicherer Stimmung: "Hier in Bruck zu gewinnen ist natürlich ein Traum." andreas daschner

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