Trotz Unterzahl drei Punkte geholt

Fürstenfeldbruck - Trotz einer halbstündigen Unterzahl entführte der SC Fürstenfeldbruck drei Punkte beim FC Gundelfingen. Held des Tages beim 1:0 (0:0)-Erfolg war Torhüter Christian Horn, der in der zweiten Halbzeit zur Hochform auflief.

Es war Fußball paradox, den die Zuschauer in Gundelfingen geboten bekamen: Zur Pause musste sich der SCF trotz deutlicher Dominanz mit einem mageren 0:0 zufrieden geben. In der zweiten Halbzeit spielte dann nur noch Gundelfingen – der Sieger hieß am Ende aber Fürstenfeldbruck. Zur tragischen Figur wurde dabei Janis Crone, der eine Stunde lang eine überragende Leistung bot. Dann leistete er sich jedoch einen unnötigen Zweikampf, den er prompt verlor. Seinen davoneilenden Gegenspieler konnte er nur noch mit einer Notbremse stoppen, wofür er von Schiedsrichter Florian Riepl die Rote Karte unter die Nase gehalten bekam.

Nach holprigem Auftakt in Halbzeit zwei war es spätestens von da an mit der Brucker Dominanz vorbei. Vergaben Crone, Christian Lippert, Marcel Maison und Christian Schmid in den ersten 45 Minuten noch beste Möglichkeiten zur Führung, konnten sich die Brucker nun bei ihrem Keeper Horn bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. „Das ist nach einer Roten Karte normal“, sagte der Keeper über die vermehrte Beschäftigung. Er stellte aber auch fest, dass man bereits vor dem Platzverweis eine Viertelstunde verschlafen hatte und kräftig ins Schwimmen kam. Man habe am Ende aber das Glück des Tüchtigen gehabt. „Diesmal waren wir mit einem Konter erfolgreich. Sonst kassieren wir ja immer die Kontertore.“

Eine starke Leistung bot auch Christian Rodenwald. Der Youngster bereinigte nach seiner Einwechslung in Unterzahl routiniert einige brenzlige Situationen. Den Todesstoß setzte schließlich Koray Altinay, der nach seinem Einsatz für die Bayernauswahl zunächst auf der Bank saß. „Er ist nach den vielen Spielen platt“, stellte Holz fest. Vier Minuten vor Schluss reichte es bei einem Konter dann aber zum entscheidenden Sprint und zum Siegtreffer.

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