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Hat zurzeit einen schweren Stand: West-Präsident Anton Maletz. 

Beim TSV West bleibt die Situation heikel

Machtkampf beim TSV West spitzt sich zu

Das komplette Leben in den Sportvereinen ruht momentan wegen der Corona-Pandemie. Anstatt in dieser schweren Zeit zusammenzuhalten, zerfleischt sich der TSV West bei einem Machtkampf.

Fürstenfeldbruck – Kurz vor Weihnachten trat beim TSV West die halbe Vorstandschaft zurück. Gleichzeitig kündigte Präsident Anton Maletz eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit Neuwahlen im Februar an. Er selbst wollte nicht mehr kandidieren.

Ende Januar erfolgte eine Kehrtwende. Maletz verkündete, er wolle den Bau des neuen Sportzentrums durch seinen Rücktritt nicht gefährden und werde mit den restlichen Vorstandsmitgliedern bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen im kommenden Jahr weitermachen. Doch im Verein rumorte es kräftig weiter, nachdem Maletz einigen Mitgliedern den Stuhl vor die Tür stellte. Es bildete sich eine Opposition von 35 Vereinsmitgliedern, die mit einer Unterschriften-Aktion den West-Präsidenten zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung aufforderte.

Mit einer öffentlichen Bekanntmachung an der Tür der Vereinshütte an der Cerveteristraße teilte Maletz den Mitgliedern am 9. März mit, dass er keine außerordentliche Versammlung mehr einberufen werde. Grund: Die turnusmäßige Jahresversammlung stehe unmittelbar bevor.

Opposition weiterhin für außerordentliche Versammlung

Die interne Opposition tritt weiter für eine außerordentliche Versammlung ein, weil die noch im Amt verbliebenen Vorstandsmitglieder nicht beschlussfähig seien. Sie sind zudem der Meinung, dass der Vorstand Personalentscheidungen eigennützig getroffen habe, die von den Mitgliedern nicht mitgetragen werden.

Auch Entscheidungen in der Jugendarbeit halten sie für untragbar. Überhaupt vermissen sie bei den Entscheidungen des Vorstands jegliche Transparenz gegenüber den Mitgliedern. Nicht zuletzt werfen sie dem Vorstand unzumutbare Presseveröffentlichungen über die Vorgänge im Verein vor.

Jahreshauptversammlung verschoben

Die Bekanntmachung des amtierenden Präsidenten an der Vereinshütte ist im Zuge der Coronakrise ergänzt worden. Aus „technischen Gründen“, so heißt es jetzt, wurde der Termin der Jahreshauptversammlung vom 24. April auf den 8. Mai verschoben. Dabei soll es auch zu einer Abstimmung über Neuwahlen kommen.

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