Jobsharing am Mischpult: Vincent Wechner (l.) und Markus Bollin. FOTOS: KÜRZL

In dieser Halle wird dreistimmig angefeuert

Hallensprecher: Wir sind das Sprachrohr des SC Unterpfaffenhofen

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Germering – Sie erheben ihre Stimmen an jedem Heimspieltag, wenn es für die Handball-Aufsteiger des SC Unterpfaffenhofen um wichtige Landesliga-Punkte geht. Markus Bollin, Alexander Sperl oder Vincent Wechner jubeln am Mikro mit, wenn den Neulingen ein Tor gelingt.

VON HANS KÜRZL

Und sie fordern die Fans auf den Rängen der Realschulhalle zur Unterstützung auf, wenn das Team ins Hintertreffen geraten ist. „Man muss ein Gespür für die Situation haben“, erklärt Bollin. „Und spontan reagieren können“, fügt Wechner als sein Partner an Mikrofon und Laptop hinzu.

Der Job als Hallensprecher wird in Unterpfaffenhofen in aller Regel zu zweit erledigt – einer sorgt für die Musik, der andere für die Ansagen. Man spricht sich ab, wer Zeit hat, wer zum Einsatz kommt. Und der ist ebenso engagiert wie der der Mannschaft auf dem Parkett. Denn das Trio ist dem Verein durchweg sehr eng verbunden, wie sie übereinstimmend erklären. So ist Wechner noch bei den U19-Junioren aktiv am Ball. Was sie begeistert, ist die Atmosphäre beim Handball und dass Hallensport die Stimmung schnell überträgt. „Es ist toll, wenn die Fans unsere Ideen aufnehmen und an die Mannschaft weitergeben“, sagt Wechner, Das sei ein gut funktionierendes Teamwork.

Doch bei allen Emotionen, etwa bei einem spektakulären Treffer, muss die Konzentration hoch gehalten werden. Das beginnt schon mit der Vorbereitung aufs Spiel. „Tabelle ansehen, von beiden Mannschaften die letzten Spielberichte ansehen“, benennt Bollin das Standardprogramm. Und während der Partie auch am Mikro schnell reagieren: Torschützen bekannt geben, über Zeitstrafen informieren.

Trotz allem haben sich die Hallensprecher des SC Unterpfaffenhofen eine gewisse Lockerheit bewahrt – zum Beispiel bei Namen, die einem Zungenbrecher alle Ehre machen. „Es ist keiner perfekt“, sagt Wechner. Dann sei eben der Name mal nicht ganz korrekt ausgesprochen. Das gehe manchmal im Trubel sowieso unter. „Aber wir bemühen uns, das schnell zu korrigieren, wenn uns jemand aufmerksam macht.“

Wechners Einsatz geht ebenso wie der von Bollin über den Handball hinaus. Beide engagieren sich auch in der katholischen Don-Bosco-Pfarrei. Und für beide gilt: „Es macht Spaß – hier wie dort.“ Die Fans bekommen das zu hören und zu spüren.

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