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Weikertshofen verliert in Aindling: Kein Geld, aber Tore

Oberweikertshofen – Eigentlich wäre der von der Insolvenz bedrohte TSV Aindling zum Abschuss freigegeben. Geld haben die Schwaben zwar keines, aber Tore schießen sie trotzdem.

Nach der 0:4-Klatsche beim Heimspiel gegen Ichenhausen vor einer Woche gab es auch gestern für den SC Oberweikertshofen beim von einer schweren Finanzkrise gebeutelten TSV Aindling nichts zu holen. Vor 200 Zuschauern und in brütender Hitze verlor die Elf von Trainer Stefan Tutschka mit 0:2. Nach der dritten Saisonniederlage ist der SCO in der Tabelle damit auf den elften Tabellenplatz abgerutscht und muss verstärkt den Blick nach unten richten.

Trotzdem sieht Manager Uli Bergmann Licht am Horizont: „Es passt eigentlich alles – bis zum gegnerischen Strafraum. Dann aber ist einfach Schluss.“ Auch in Aindling hatte Oberweikertshofen 60 Prozent Spielanteile und zeigte auch die gefälligere Spielweise. „Doch nicht mehr“, kommentierte Bergmann. Es fehle einfach das Überraschungsmoment. Allerdings machten es die Gastgeber dem SCO auch sehr schwer. Aindlings tief gestaffelte Abwehrreihe stand kompromisslos und ließ fast kein Durchkommen zu. Wobei sich die Weikertshofener allerdings auch das Leben selbst schwer machten, weil die Außenstürmer immer wieder nach innen zogen und sich dadurch gegenseitig die Räume eng machten.

Trotzdem hätte die Tutschka-Elf durch Kapitän Christian Rodenwald und Patrick Feicht in Führung gehen können. So aber entschied Aindling mit einem Doppelschlag in der 39. und 44. Minute die Partie. Blieb zuvor SC-Keeper Stefan Brunner auf den allein auf ihn zustürmenden Matthias Steber Sieger, so war Brunner bei der nächsten Eins-zu-eins-Situation gegen Steber machtlos. Oberweikertshofen hatte sich noch gar nicht richtig gefangen, da versenkte nach einem Freistoß David Englisch den Ball mit dem Kopf zum 2:0-Pausen- und späteren Endstand.

Bergmann: „Wo sind unsere Abwehrspieler?“ Immerhin konnte Englisch recht unbedrängt den Ball einnicken. Tutschka forcierte in den zweiten 45 Minuten die Offensive, brachte Alexander Thiel (für Marius Kefer) und Mario Maric, der Assad Nouhoum ersetzte. Zudem sollte Sebastian Schuff zusätzlich Akzente in der Offensive setzen. Von einer wirklich zwingenden Torchance war allerdings nicht die Rede. Nächsten Samstag empfängt Oberweikertshofen die Tabellenvorletzten vom Bayernliga-Absteiger SV Raisting. Alles andere als ein Sieg kommt dann wohl nicht mehr in Frage. Ansonsten dürfte im Landkreis-Norden der Dachstuhl brennen.

Quelle: fussball-vorort.de

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