Zotts Buben lassen sich austanzen

- Olching - Der SC Olching zahlt in der Fußball-Bezirksoberliga weiter Lehrgeld. Bei der 1:3-Heimpleite gegen den SV Raisting war die Elf von Trainer Reinhard Zott zwar wieder nicht die schlechtere Mannschaft, schaffte es jedoch zum wiederholten Male nicht, ihre Abschlussschwäche in den Griff zu bekommen. Ganz im Gegensatz zum SV Raisting, der jeden Olchinger Fehler konsequent ausnützte, vertändelte der SCO zahlreiche Hochkaräter.

"Jetzt stehen wir wieder mit leeren Händen da. Wenn der Thomas Stadnik allerdings beim Stand von 1:1 die Führung erzielt, läuft die Sache ganz anders", meinte Zott über die vergebene Großchance seines Torjägers, der bereits 30 Sekunden nach seiner Einwechslung das Führungstor auf dem Fuß hatte.

Nach der ersten Halbzeit, in der der SCO das enorme Raistinger Tempo nicht mitgehen konnte, kam die Olchinger Elf immer besser ins Spiel. Zott hatte beobachtet, dass die Gäste aus dem Weilheimer Landkreis den Großteil ihres Pulvers schon in den ersten 45 Minuten verschossen hatten und gab mit zwei frischen Stürmern die Marschrichtung für die letzte halbe Stunde vor.

"Es ist bitter, dass wir für unsere eigenen Fehler, so brutal bestraft werden", sagte Zott verärgert über die Fehler, die das zwischenzeitliche 1:2 herbeiführten. "Wir schenken einen Einwurf an der Mittellinie her, Raisting spielt einen Pass nach vorne und wir lassen uns in Überzahl mit einem einzigen Haken austanzen."

Schon der Führungstreffer der Gäste ging eindeutig auf Olchings auffällige Unfähigkeit zurück und sorgte bei Zott auch nach dem Spiel noch für einen dicken Hals. "In der Meistersaison musste man diese vermeidbaren und für den Gegner ziemlich einfachen Treffer nicht hinnehmen", schimpfte er mit Blick auf die vergangene Spielzeit.

Die Gegner in der Bezirksoberliga legen laut Zott meistens los wie die Feuerwehr und die Olchinger werden erst in der zweiten Hälfte spritziger. "Grundsätzlich ist das unsere Art Fußball zu spielen. Meine Mannschaft ist nahe am Zenit und kann wohl erst dann aufdrehen, wenn der Gegner sich schon etwas müde gelaufen hat", sagt Zott. Zudem verteidigt Olchings Coach die konditionelle Verfassung seiner Elf: "So verkehrt kann es damit ja nicht stehen, wenn wir in der zweiten Hälfte jedes Mal das Spiel bestimmen."

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