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Sportsgeist beweist Yannick Frey (r., hier im Duell mit Lukas Grill): Nach einem Faller im Strafraum entschuldigt e r sich, anstatt einen Elfmeter zu fordern.

Zwischen leblos, munter und fahrig

0:4 - SV Ohlstadt kassiert Abreibung

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Puhhh... Zaache Geschichte. Der SV Ohlstadt kommt auf eigenem Platz mit 0:4 gegen Hausham unter die Räder.

Ohlstadt – Lange Gesichter beim SV Ohlstadt. Da eilt die Elf von Jan Tischer nach der Winterpause von Sieg zu Sieg, gewinnt zuletzt sogar in Waldram – und dann das: Gegen eine ganzheitlich harmlose Haushamer Mannschaft gehen die Ohlstädter mit 0:4 unter. Bereits nach zehn Minuten klingelte es zum dritten Mal hinter Schlussmann Kevin Ziener. Der war zu bedauern – weil schuldlos. Ursache für den schnellen und hohen Rückstand war die unbedarfte Vorgehensweise bei Freistoßflanken der Gäste.

Nahezu deckungsgleich fielen die beiden ersten Gegentore. Der Ball segelte von der linken Seitenlinie in den Strafraum, fand dort nur Abnehmer in Rotweiß. Zuvorderst Manuel Marcks. Der Angreifer durfte den Ball ohne Umschweife im Tor ablegen; drei Minuten später köpft erst Alexander Volk gegen die Latte, bevor Marcks Vollzug meldete. Ein Sonntagsschuss von Lukas Grill – er war bis vor wenigen Jahren in der Ersten schwedischen Liga aktiv – aus knapp 30 Metern machte das Malheur perfekt.

Tischer kommentierte es nüchtern. „Die defensive Kopfballschwäche war schon in Waldram zu sehen.“ Und er schaffte es, etwas Positives herauszuziehen: „Vielleicht ein Rückschlag zum richtigen Zeitpunkt.“ Denn er hatte im Umfeld eine zu unrecht gestiegene Erwartungshaltung ausgemacht.

Es war ein skurriler Auftritt des SVO. Leblos in der ersten Viertelstunde, danach bemüht, aber ohne Glück, später fahrig. Haushams Anian Trettenhann zeigte mit seinem Kopfballtreffer die Anfälligkeit der heimischen Hintermannschaft ein weiteres Mal auf, beendete damit sämtliche Bemühungen zu einer möglichen Wende frühzeitig. Dazwischen lag eine muntere Phase der Hausherren, mit wenigstens zwei Chancen und viel Pech. Klaus Zach, offensiv einmal mehr auffällig und wirkungsvoll, drosch den Ball nach einem Flugball von Tobias Stadler erst über die Latte, wenig später traf er den Pfosten.

Immerhin: Ohlstadt zeigte Sportsgeist. Yannick Frey blieb nach seinem Faller im Strafraum nicht liegen, sondern entschuldigte sich beim Gegenspieler – obwohl Schiedsrichter Matthias Dolderer einem Elfmeterpfiff nicht abgeneigt zu sein schien. Letztlich schlugen die Ausfälle der Leistungsträger Rudi Schedler und Simon Nutzinger zu stark ins Kontor. Noch am Spieltag hatte sich zudem Bernhard Kurz krank abgemeldet. Tischer nahm die Niederlage gelassen, forderte aber eine Reaktion im Training.

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