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Findet deutliche Worte bei der Besprechung nach Spielende: SVO-Trainer Markus Eberhart.

Eberhart: „Haben uns den Schneid abkaufen lassen“

1:5! Ohlstadt erleidet gegen Otterfing ersten Dämpfer

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1:5 – das liest sich zunächst wie eine klare Angelegenheit mit einem dominanten Team und einem Gegner, der es nicht schafft, Paroli zu bieten. Tatsächlich war der SV Ohlstadt nicht so schlecht, wie es das Ergebnis suggeriert.

Doch der Elf von Trainer Markus Eberhart fehlt in vielerlei Hinsicht die Reife für einen Spitzenplatz in der Kreisliga. Insbesondere, wie kompromisslos der TSV Otterfing die Zweikämpfe führte, beeindruckte die SVO-Kicker. „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, räumte Eberhart ein.

Das alleine war es natürlich nicht. Vieles hätte der SVO spielerisch lösen können. Doch nach dem 0:2-Rückstand war jedem klar, dass es nach der schwachen Anfangsphase nicht plötzlich mit rasantem Offensivfußball weitergehen würde. Vielmehr hemmte irgendetwas die Platzherren über die gesamte Spieldauer. Den Otterfinger Vierfach-Torschützen Stefan Ott hatten die Ohlstädter auch nicht wirklich auf der Rechnung. Ihr Abwehrverhalten im ersten Abschnitt muss man als schläfrig bezeichnen. Beim kurzen Eckball der Gäste rückte Hannes Fischer nicht zu Josef Pallauf auf, der auf Ott zurücklegte. Sein Schuss in die lange Torecke sah wegen des spitzen Winkels nicht unhaltbar aus. Torwart Kevin Ziener merkte jedoch hinterher an: „Er war leicht abgefälscht.“ Bei Otts zweitem Treffer, einem Schuss aus 23 Metern Entfernung und zentraler Position, waren weder die SVO-Hintermannschaft, noch Ziener richtig wach. Das ging alles viel zu einfach. „Wir sind durch zwei saudumme Fehler sofort 0:2 hinten“, bedauerte Eberhart.

Die zwei Gegentore nagten am Selbstvertrauen der Hausherren, blockierten sie mental. Ein weiteres Zeugnis: Otts dritter Streich. Der TSV-Angreifer schoss eine Hereingabe komplett ungedeckt ins Tor. „Des is a Witz“, schimpfte Eberhart an der Heim-Bank. Nach dem Spiel merkte der Trainer süffisant an, dass sich Ott den Ball locker noch mit der Brust hätte stoppen können. Keeper Ziener sah eine Teilschuld bei sich: Die Flanke „hätte ich vielleicht pflücken können“. Weit schlimmer: Vor dem 0:3 hatte Maximilian Schwinghammer das Kunststück fertig gebracht, den Ball aus zwei Metern über die Latte zu knallen. Sinnbild für den unglücklichen Auftritt des SVO war der Anschlusstreffer. Rudi Schedlers Schuss vom Sechzehner kullerte abgefälscht und gegen den Lauf von Tormann Christian Utmälleki über die Linie.

Fraglos bäumte sich der SVO im zweiten Durchgang auf. „Aber wir haben nichts erzwungen“, sagt Eberhart zur gefälligen Druckphase seiner Fußballer. Schedler zielte über den Kasten, Simon Nutzingers Ball landete auf dem Tornetz. Halbscharig sagt man in Bayern zu solchen Aktionen. Simon Eders Treffer und ein fragwürdiger Strafstoß beendeten dann aber die Gegenwehr des gestürzten Spitzenreiters. 

Oliver Rabuser

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