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Kicker im Schnee: Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen bereitet sich auf die Frühjahrsrunde vor. 

Bisher gingen für den 1. FC Garmisch-Partenkirchen alle Testspiele verloren

Saller:  „Wir brauchen Gegner, die uns Grenzen aufzeigen“

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen befindet sich inmitten einer ambitionierten Vorbereitung mit jeder Menge freundschaftlicher Kräftemessen. Bislang scheinbar ohne Erfolg.

VON OLIVER RABUSER

Garmisch-Partenkirchen – Eiswind, Schneetreiben, Temperaturen um den Gefrierpunkt. Es ist die Jahreszeit für Skifahrer, Rodler und Schneefexen. Sportarten, die tendenziell mit wärmerem Klima assoziiert werden, fristen ein abgeschiedenes Dasein. Noch! Denn die Kunstrasenplätze in der Region nähern sich ihrer Hochkonjunktur an. Sogar der Kreisfußball bucht fleißig Trainingszeiten an den gängigen Standorten. Sechs Wochen vor Beginn des Spielbetriebs. Traditionell früher dran sind die höherklassigen Teams, deren Ligen in der Regel deutlich mehr Teilnehmer umfassen, weswegen ein strafferer Terminplan abzuarbeiten ist.

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen befindet sich inmitten einer ambitionierten Vorbereitung mit jeder Menge freundschaftlicher Kräftemessen. Drei dieser Testspiele hat der Landesligist vom Gröben bereits hinter sich gebracht, alle drei Partien gingen verloren. Regionalligist VfR Garching unterlag der 1. FC mit 0:3, bei der U19 des TSV 1860 München hieß es am Ende 1:6. Knapper ging es beim 1:2 gegen den SV Natters aus dem Innsbrucker Westlandkreis zu. Motive für Sorgenfalten sind keine zu erkennen. Bewusst suchte sich Christoph Saller Sparringspartner von hoher Qualität. „Wir brauchen Gegner, die uns Grenzen aufzeigen“, erläutert der Coach. Zumal die Resultate die jeweiligen Leistungen seines Teams nicht hinreichend abbilden. Fraglos steckt im Garchinger Team mehr individuelle Qualität. Doch habe man immer wieder „spielerische Lösungen“ gefunden. Auch die Defensivleistung des gesamten Teams konnte sich sehen lassen. Saller fehlten diverse Stammkräfte: die beiden Kapitäne Stefan Durr und Florian Scheck; auch Flo Langenegger stieg erst jüngst in den Trainingsbetrieb ein.

Christoph Saller: „Für den Stand unserer Vorbereitung bin ich sehr zufrieden.“

Die Löwen-Jugend trainiert derweil ohne Winterpause unter „Profibedingungen“. Auch hier schlugen sich die Werdenfelser zunächst wacker. Erst als nach vielen Wechseln und aufgrund von Blessuren nur noch zehn FC-Kicker auf dem Kunstrasenplatz an der Grünwalder Straße standen, schraubten die Löwen das Ergebnis in die Höhe. Ähnliches gilt für die Partie gegen Natters. Sallers Mannschaft hatte bis zum Zeitpunkt der munteren Personalrotation kaum Chancen zugelassen. „Es ist viel wert, wenn wir uns gegen solche Teams gut verkaufen“, relativiert der Coach die Niederlagen. Zumal sich seine Truppe in Sachen Balltraining noch im Anfangsstadium befindet. „Für den Stand unserer Vorbereitung bin ich sehr zufrieden.“ Kommenden Samstag (15.30 Uhr) steht gegen Eintracht Karlsfeld der nächste Prüfstein an. Das Team von Sebastian Stangl ist derzeit Spitzenreiter der Landesliga Südost.

Mit dabei ist dann auch wieder Mechak Bekombo, der jüngste Neuzugang der Garmisch-Partenkirchner. Der 19-Jährige wechselte im Winter aus dem Nachwuchs des TuS Geretsried an den Gröben. „Er spricht perfekt Deutsch und geht außerdem auf die Fachoberschule.“ Der Senegalese fühlt sich auf der Sechser-Position am wohlsten, versteht es aber auch, als zentraler Verteidiger zu agieren. Bekombo hat sich auf eigene Intention hin beim FC gemeldet. „Er hat mitbekommen, dass Alter bei uns keine Rolle spielt“, sagt Saller. Außerdem gehören Freunde Bekombos der U19 des Klubs an. Einen positiven Eindruck hinterließ derweil auch Bailey Spade bei bislang zwei Einätzen. „Ein absolut ausbaufähiger Keeper, der gut mitspielt“, so Sallers erste Eindrücke.

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