Führt derzeit einige Verhandlungen mit potenziellen Spielern: Coach Christoph Saller (l.).
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Führt derzeit einige Verhandlungen mit potenziellen Spielern: Coach Christoph Saller (l.).

Landesligist treibt Personalplanungen weiter voran

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Kaderplanung in Mache

  • vonOliver Rabuser
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Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen treibt seine Personalplanungen weiter voran. Der Landesligist konnten bisher Jakob Jörg und Elian Schmitt als Neuzugänge präsentieren.

Garmisch-Partenkirchen –Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen strickt emsig am Konzept für die Zukunft. Nach Jakob Jörg und Elian Schmitt, die beide als Winterzugänge geführt werden, bis dato aber noch kein Spiel für den 1. FC bestritten haben, ist alsbald von der Zusage weiterer Kicker auszugehen. So zumindest vermeldete es der Fußball-Landesligist zuletzt auf der vereinseigenen Internetseite.

Christoph Saller: „Zwei oder drei Spieler kommen sicher“

Trainer Christoph Saller bestätigt diesbezügliche Umtriebe, vermeidet es aber, Namen zu nennen. Man sei mit „einigen Spielern“ im regen Austausch. Zahlenmäßig taxiert der FC-Coach die Gespräche auf „vier bis fünf“. Und einige scheinen weit fortgeschritten. „Zwei oder drei kommen sicher“, betont Saller. Es stehen aber noch Dialoge mit den abgebenden Vereinen an, weswegen die Personalien „noch nicht so richtig spruchreif“ sind. Eine Finalisierung ist in den „nächsten Wochen“ zu erwarten.

Der Bedarf ist eher überschaubar. Gerade weil der Bestandskader durch die Bank signalisiert habe, am Gröben bleiben zu wollen. Selbst Michael Rauch, der älteste Kicker des 1. FC, liebäugelt mit einer finalen Spielrunde. Obgleich Job und Familie beim Farchanter längst im Vordergrund stehen. Saller kann es verstehen. „So will doch keiner aufhören.“ Vielmehr sind die potenziellen Neuzugänge eine Investition in die mittelbare Zukunft. Um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Der nämlich tritt auf Sicht unweigerlich ein. Saller nennt exemplarisch Leon Brudy, bei dem man nach zwei Hüftoperationen nicht so genau weiß, wie es weitergeht. Oder Stefan Durr und Florian Scheck, die sich wie Rauch ebenfalls ihrer beruflichen Zukunft widmen. „Keiner ist von heute auf morgen weg. Aber wir wollen gerüstet und gut aufgestellt sein“, erläutert Saller.

Christoph Saller: „Wenn jeder etwas dazu tut, könnten wir mit einem blauen Auge davonkommen“

Bei den Neuzugängen handelt es sich diesmal wohl nicht rein um Perspektivspieler, sprich blutjunge Talente. Die Garmisch-Partenkirchner haben ihre Fühler gezielt an Orte ausgestreckt, wo die sportliche Entwicklung stagniert, respektive rückläufig ist. Oder die individuellen Prognosen der betreffenden Kicker einen Wechsel an den Gröben sinnvoll erscheinen lassen. Treu bleibt sich der Klub indes beim lokalen Hintergrund der Spieler. „Erweiterte Region“, erneuert Saller das Mantra des Landesligisten. Allein ob des „gesellschaftlichen Faktors“, der nach der Pandemie wichtiger denn je sein wird. Für Saller zudem der „einzig gangbare Weg“.

Den geldwerten Vorteil für Aktive aus sämtlichen Himmelsrichtungen aufzustellen, sei nicht gewünscht, noch möglich. Zumal der finanzielle Bereich in der Post-Corona-Zeit fragiler denn je sein dürfte. „Wir sind schon betroffen“, räumt Saller ein. Gleichzeitig habe man aber „gute Sponsoren“ an der Seite, deren Unterstützung auch nach der globalen Krise fortwähren dürfte.

Mögliche Ausfälle müssten im Kollektiv bewältigt werden. Dementsprechend setzt Saller schon jetzt den dazugehörigen Appell ab: „Wenn jeder etwas dazu tut, könnten wir mit einem blauen Auge davonkommen.“

(Oliver Rabuser)

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