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Erneut beim Liga-Konkurrenten fündig geworden.

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Elian Schmitt kommt von TuS Geretsried

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Elian Schmitt wechselt zum 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Der 19-jährige Außenverteidiger kommt von Ligakonkurrent TuS Geretsried zum Landesligisten.

VON OLIVER RABUSER

Garmisch-Partenkirchen – Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen bastelt weiter an seinem Team für die Zukunft. Zum wiederholten Mal wird der Klub beim Ligakonkurrenten TuS Geretsried fündig. Elian Schmitt soll dabei den zuletzt spärlich besetzten Bereich auf den defensiven Außenbahnen abdecken.

In wenigen Monaten wartet für Schmitt das Abitur 

Im Fokus stand der Tutzinger schon länger. Ursprünglich war ein zeitgleicher Wechsel mit Jakob Jörg (wir berichteten) Teil der FC-Planspiele. Doch anders als beim Spezl aus Bad Bayersoien gab es für Schmitt einige Hürden zu überwinden. Schulische Verpflichtungen verlangen dem 19-Jährigen einiges ab, in wenigen Monaten wartet das Abitur. Und auch die nicht unwesentliche Fahrstrecke war ein Thema. Letztlich aber fiel die Entscheidung zu Gunsten des Landesligisten aus der Marktgemeinde. Aufmerksam wurde man beim Klub über die inzwischen bewährte Methode. Entweder man findet von den Kickern Videoschnipsel im Internet, oder man informiert sich über eine Reihe von Gesprächen mit Fachleuten. „Das System funktioniert ganz gut“, sagt Arne Albl. Der Sportvorstand will diese Schiene „so weiterfahren“. Allein schon mit Blick auf die Zukunft. 

Beim 1. FC steht in den kommenden Jahren „Generationenwechsel“ an 

Er verweist auf den „Generationenwechsel“, der in den kommenden Jahren auf den 1. FC zukommt. „Dafür müssen wir gewappnet sein.“ Ob der naturgemäß zeitintensiven Umgewöhnung vom Jugend- in der Herrenfußball könnten derlei Verpflichtungen nicht früh genug vonstatten gehen.

Schmitt, der theoretisch noch in der U19 auflaufen dürfte, nennt als seine favorisierte Position auf dem Feld die des Rechtsverteidigers. Seine Schnelligkeit und gute Ballschule machen ihn aber auch zur Option für die linke Außenbahn. „Solche flexiblen Spieler sind rar gesät“, freut sich FC-Coach Christoph Saller auf den Neuzugang. Schmitt sei als Fußballer für sein Alter „sehr weit“, interpretiere durch seine Vielseitigkeit den Typ „moderner Außenverteidiger“.

Schmitt teilte den FC-Verantwortlichen mit, dass die berufliche Situation ab dem kommenden Sommer noch mit Fragezeichen versehen ist, dadurch eine Ablösezahlung an die Geretsrieder riskant sei. „Spricht für einen Top-Charakter“, streicht Saller heraus. Ergo: Die Transferentschädigung nehme man gerne in Kauf. Saller sieht durch Schmitts Transfer die „mittelfristige Ausrichtung“ der Garmisch-Partenkirchner gestärkt. Und dass der 19-Jährige nicht ganz aus der gern zitierten „erweiterten Region“ stammt – sei’s drum. „Er hat eine Freundin in Garmisch-Partenkirchen, damit ist der Bezug hergestellt“, scherzt der Coach.

Elian Schmitt - im zweiten B-Jugend-Jahr nach Kanada

Er sei stolz über die komfortable Lage, ausnahmslos „fußballverrückte Talente“ in seinen Reihen zu wissen. Schmitt fällt dabei allerdings ein wenig aus dem klassischen Raster. Er ist herkunftsbedingt Anhänger des Karlsruher SC und hat auch schon ein Jahr im Ausland in seinem Erfahrungsschatz. Trotz der „guten Jugendtrainer“ in Geretsried zog es Schmitt im zweiten Jahr als B-Jugendlicher nach Kanada. Dort waren andere Sportarten angesagt, wie Eishockey und Rugby. Dann aber kehrte der Hunger auf Fußball – und Schmitt zum TuS – zurück.

Entwicklung vom Offensivspieler zum Außenverteidiger

In seinen Anfangsjahren als Kicker agierte der Tutzinger noch als Angreifer. Bis in der C-Jugend ein Überangebot an Offensivkräften die Umschulung einleitete. Dementsprechend wechselten auch die Idole. Lionel Messis Glanz verpuffte, stattdessen rückte Liverpools Trent Alexander Arnold ganz nach oben. Der englische Nationalspieler ist praktisch die prominente Kopie des Neu-Garmisch-Partenkirchners: schnell, aggressiv, stets eingebunden im Spiel nach vorne. Beim 1. FC ist Schmitt als Linksverteidiger eingeplant. Weil man Florian Langenegger auf anderen Positionen besser aufgehoben sieht und zudem der Zeitpunkt von Leon Brudys Rückkehr offen ist. „Deswegen haben wir uns für Elian entschieden“, erläutert Vorstand Albl.

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