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Alarm im FC-Sechzehner: Die Memminger Angreifer bringen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen um (v.l.) Torwart Stefan Schwinghammer sowie Florian Scheck und Jonas Schrimpf gewaltig in die Bredouille.

1. FC Garmisch-Partenkirchen macht zu viele Fehler

Saller: „Wir waren wie ausgewechselt – im negativen Sinne“

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Im Endspurt der Herbstrunde läuft der 1. FC Garmisch-Partenkirchen Gefahr, ein wenig von seiner hervorragenden Ausgangsposition einzubüßen.

Die 2:5-Niederlage beim FC Memmingen offenbarte ohne Zweifel fehlende geistige und körperliche Frische. „Die lange Saison macht sich bemerkbar“, räumt auch Christoph Saller ein. Entscheidungen traf sein Team um den entscheidenden Bruchteil einer Sekunde zu spät, die meiste Zeit lief der 1. FC den Gastgebern hinterher. „Insgesamt nicht griffig genug“, wiederholt der FC-Trainer seine Kritik der Vorwoche. Zu allem Überfluss unterlief Tormann Stefan Schwinghammer nach Sallers Meinung mehr als nur ein Patzer.

Freilich machten sich in Memmingen auch die Ausfälle einiger Säulen bemerkbar. Spieler wie Michael Rauch, Stefan Durr oder Momo Diaby lassen sich nicht ohne Weiteres durch Talente ersetzen. Zumindest nicht auf Dauer. Die Absenz der genannten Kicker gehe „nicht spurlos“ an der Mannschaft vorbei. Verantwortung „über einen längeren Zeitraum“ zu übernehmen, hält Saller bei seinen Youngsters für problematisch. Umso mehr sehnen sich die Werdenfelser nach der Winterpause. Zuvor aber müssen noch die Heimpartien gegen Neuburg und Ehekirchen bewältigt werden. Drei Zähler sollen mindestens herausspringen, das stellt der Trainer klar.

Saller benennt Fehler im Spiel gegen Memmingen

Um schon in Memmingen zu punkten, war die Fehlerquote des 1. FC schlichtweg zu hoch. „Zu viel zugelassen, zu langsam im Umschaltspiel, und defensiv zu oft in Unterzahl“, nörgelt Saller. Dabei verlief der erste Spielabschnitt noch recht ordentlich. Den 0:1-Rückstand nach verlorenem Kopfballduell und Heber vom Sechzehner, steckten die Gäste mühelos weg. Lukas Kunzendorf glich mit feinem Außenrist-Schlenzer in die lange Torecke und seinem ersten Saisontreffer zeitnah aus. In der Folgezeit verpassten die Gäste aufgrund schlampiger Pässe mehrere Großchancen –nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

Fragen wirft die Diskrepanz zwischen dem, was sich das Team zur Pause kollektiv vorgenommen hatte, und der tatsächlichen Umsetzung auf. Viel blieb nämlich vom in der Kabine geforderten Streben nach Spielkontrolle und Auswärtssieg nicht hängen. „Wir waren plötzlich wie ausgewechselt – im negativen Sinne“, stellt Saller klar. Ein Doppelschlag der Regionalliga-Reserve unmittelbar nach Wiederbeginn sorgte für erste Ernüchterung. Beim 1:2 verlor die Defensive zu viele Zweikämpfe, Tor Nummer drei kreidet Saller Keeper Schwinghammer an. Der widerspricht: Er sei nach einem „katastrophalen Fehlpass“ nur am Ende einer Fehlerkette gestanden. Schwinghammer ergänzt aber auch: „An einem Top-Tag halte ich ihn.“ Alleine den fünften Treffer der Allgäuer nimmt der Keeper vorbehaltlos auf sich. „Geht klar auf meine Kappe.“

Knackpunkt der Partie: Der Treffer zum 2:4

Da war es aber mehr oder weniger schon egal. Saller sieht den Knackpunkt im 2:4. „Weil es fast im Gegenzug zu unserem Anschlusstreffer fällt.“ Moritz Müller hatte zuvor die Werdenfelser nach toller Vorarbeit von Jonas Poniewaz noch einmal ins Spiel zurückgeholt. Doch auch beim folgenden Gegentreffer gehen die Einschätzungen von Schwinghammer und Saller, der von einer missglückten Fußabwehr spricht, auseinander. Der Torwart sagt: „Aufs kurze Eck verlängert und aus einem Meter eingeschoben.“ Da könne er nichts machen.

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