Geburtstagskind, Torschütze, – aber kein Sieger: Jonas Schrimpf (r.) und der 1. FC Garmisch-Partenkirchen führen in Illertissen bis zur 81. Minute mit 2:0 – und verlieren noch mit 2:3.
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Geburtstagskind, Torschütze, – aber kein Sieger: Jonas Schrimpf (r.) und der 1. FC Garmisch-Partenkirchen führen in Illertissen bis zur 81. Minute mit 2:0 – und verlieren noch mit 2:3.

1. FC ist endgültig im Abstiegskampf angekommen

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Sogar Saller schweigt - Zwei-Tore-Führung reicht nicht

  • VonOliver Rabuser
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Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen muss den nächsten Rückschlag hinnehmen. Die Saller-Elf gibt gegen den FV Illertissen II einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand.

Illertissen – Es muss sich angefühlt haben wie ein Meteoriteneinschlag. Und zwar just in dem Moment, als die zuletzt außer Tritt geratenen Spieler des 1. FC Garmisch-Partenkirchen im Begriff waren, wieder eine aufrechte Haltung einzunehmen. Nein – schlimmer geht’s nimmer. 2:0 führten die Werdenfelser beim Gastspiel in Illertissen, ehe drei kapitale Genickschläge in der Schlussphase jeden Keim an Selbstvertrauen komplett zerstörten.

Ob sie es hören wollen oder nicht: Die Garmisch-Partenkirchner sind nach der 2:3-Niederlage punktgleich mit dem Relegationsplatz und damit endgültig im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga angekommen. Und der wird für das junge Team definitiv kein Zuckerschlecken.

Garmisch-Partenkirchen verpasst die Vorentscheidung

Christoph Saller war dermaßen bedient, dass er sich für die Spielanalyse eine Auszeit erbeten musste. Ohnehin waren die letzten Wochen nicht einfach für den FC-Coach. Zu viele falsche Entscheidungen traf sein Team, zu selten fruchteten die Bemühungen der Garmisch-Partenkirchner. Aber so eine Nummer wie am Samstag, das war zu viel des Guten für den 48-Jährigen. Mit Dominik Schubert löst einer der Routiniers im Team das Dilemma auf. „Eigentlich eines unser besseren Spiele“, urteilt der 28-Jährige. Vor allem eines, dass der 1. FC bereits vorzeitig entscheiden hätte können.

Neben dem Führungstor der Gäste durch Jonas Poniewaz, ließen zweimal Müller und Jonas Schrimpf aussichtsreiche Situationen knapp verstreichen. „Wir hätten auch 5:0 gewinnen können“, sagt Schubert. Freilich in dem Wissen, dass der FVI das spielerisch talentiertere Team, zudem mit einer Handvoll Kickern aus dem Regionalligateam bestückt war. Schrimpf war es vorbehalten, an seinem Geburtstag per abgefälschtem Schuss das 2:0 zu markieren.

Das Spiel gelaufen, so dachten alle – sie sollten sich täuschen. Denn die Elf aus der Marktgemeinde ließ sich zum x-ten Male in dieser Saison noch die Butter vom Brot nehmen. „Unser bekanntes Leid“, nennt Schubert die katastrophalen Aussetzer in der Schlussphase. Zuerst passte bei einem Freistoß die Kopfballabwehr nicht. Dann war plötzlich das Zentrum nach starkem Dribbling über Außen komplett offen. Und beim 2:3 ließ sich die FC-Abwehr von einer Schussfinte des gegenspielers narren und machte den Weg nach innen frei. Massive individuelle Patzer in entscheidenden Situationen. „Da sind wir zu grün hinter den Ohren“, spricht Schubert Klartext. Die Aufgaben in der nahen Zukunft werden nicht einfacher: Kommenden Freitag gastiert der Spitzenreiter aus Gilching-Argelsried am Gröben. (Oliver Rabuser)

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