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Abgegrätscht: FC-Stürmer Franz Fischer (r.) befindet sich im Formtief.

Verletzt, verhindert, im Formtief

1. FC Garmisch-Partenkirchen ohne Berwein nach Neuburg

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Die Lage beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen ist angespannt. Nach der Winterpause holte die Mannschaft von Trainer Christoph Saller lediglich einen Punkt aus drei Spielen. Gegen Spitzenteam Neuburg fehlt nun sogar der Top-Stürmer.

Garmisch-Partenkirchen – Auf der Tribüne am Gröben schwärmt manch Zuschauer noch heute vom Hinspiel. In einer von Intensität, Tempo und Torszenen geprägten Begegnung auf höchstem Landesliganiveau, fertigte der 1. FC Garmisch-Partenkirchen den damaligen Spitzenreiter VfR Neuburg/Donau mit 3:0 ab. Maximilian Berwein per Doppelpack und Franz Fischer gossen mit ihren Treffern das Fundament für einen der absoluten Saisonhöhepunkte. In einer Phase, da man dem 1. FC ob dessen Überschwang und Euphorie deutlich mehr zutraute, als schnöden Abstiegskampf.

Lang ist’s her. Berweins letzter Torerfolg datiert vom 3. November. Fischer bejubelte zuletzt Mitte September einen eigenen Treffer. Das macht den Werdenfelsern zu schaffen. Die hochgelobte Offensive ist für die Konkurrenz längst eine berechenbare Größe. „Chancen bekommen wir ja, aber bei weitem nicht mehr so viele“, betont Trainer Christoph Saller. Die Gegner würden „unsere Stärken“ längst kennen, zudem seien „Leichtigkeit und Selbstverständnis“ verschwunden. Soweit die allgemeine Ursachenforschung.

Im Speziellen vermisst der 1. FC mit Moritz Müller derzeit einen Typus Stürmer, der alleine durch Laufbereitschaft „immer für ein Tor gut ist“. Berwein indes wird ständig und mindestens gedoppelt, beharkt, gefoult, fehlt zu allem Überfluss an diesem Wochenende wegen einer Taufe. Die Causa Fischer kann aber nicht einmal der Trainer auflösen. Freilich: Der Penzberger wurde zuletzt als erfahrener Spieler in der Innenverteidigung oder dem defensiven Mittelfeld benötigt. Doch gibt Saller Fischers Formkurve Rätsel auf. „Seit er bei dieser komischen Auswahl (Championsleague der Amateure, Anm. d. Red.) war, ist er wie ausgewechselt.“

Ohne sein Sturmtrio muss der 1. FC auf andere Ansätze zurückgreifen. Beispielsweise eine Führung „hart zu verteidigen“, anstatt kopflos auf das zweite Tor zu spielen. „Das muss man als Mannschaft lernen“, fordert Saller. Ebenso die Situation anzunehmen. Das Team befinde sich zwar in einer „Phase“, in der es nicht läuft. Dennoch sei die Ausgangslage für einen Aufsteiger immer noch attraktiv: „Wir spielen um etwas – auch wenn es nervenaufreibend ist.“ Dabei sei es nicht verwerflich, nicht mehr nur auf die eigene Spielweise zu schauen. Jetzt müsse man sich eben „mehr nach dem Gegner und dessen Stärken richten“.

Die Neuburger vermitteln Saller den Eindruck, nach der Winterpause noch nicht in Tritt gekommen zu sein. „Vielleicht erwischen wir sie zur rechten Zeit.“ Die Gegebenheiten – vom guten Rasenplatz bis hin zu einem spielerisch veranlagten Widersacher – passen jedenfalls. Wer weiß. Vielleicht schwärmen die mitgereisten FC-Anhänger (Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus ab 10.30 Uhr am Gröben) auch über diese Partie noch sehr lange Zeit.

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