Trifft zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung in Ichenhausen: FC-Angreifer Moritz Müller.
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Trifft zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung in Ichenhausen: FC-Angreifer Moritz Müller.

„Wir sind komplett selber schuld“

1. FC GAP verspielt Zwei-Tore-Vorsprung - „Hätten schon 4:0 oder 5:0 führen müssen“

  • vonOliver Rabuser
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Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen muss sich nach einer 2:0-Führung mit einem Remis begnügen. Christoph Saller moniert die Chancenverwertung seines Teams.

Ichenhausen – Ein Wechselbad der Gefühle erlebte der 1. FC Garmisch-Partenkirchen während seiner Dienstreise zum SC Ichenhausen. Eine frühe 2:0-Führung reichte den Gästen nicht, um den nächsten Dreier einzufahren. Am Ende musste sich der Tabellen-Vierte der Landesliga Südwest mit einem 2:2-Remis begnügen. Christoph Saller machte die Punkteteilung an den Versäumnissen im ersten Spielabschnitt fest. „Wir sind komplett selber schuld, hätten schon 4:0 oder 5:0 führen müssen“, zielt der FC-Coach auf drei von Moritz Müller verpasste Chancen. Aus Sallers Sicht hätte die Partie „so laufen müssen wie letzte Woche“, da seine Mannschaft „viel Aufwand betrieben“, daraus aber nur unzureichend Ertrag erzielt habe. Unterm Strich konnte sich der 46-Jährige jedoch mit dem Resultat abfinden. „Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, zur Pause nicht mehr, am Ende aber schon wieder“, reflektierte er das Hin und Her seiner Ansprüche.

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Durr und Müller sorgen für die Führung

Der 1. FC hatte seinen Gegner weitestgehend im Griff, ließ wenig Chancen seitens des Gastgebers zu. Darüber hinaus stellte die Saller-Elf die Weichen schnell auf Vorentscheidung. Stefan Durr erwischte mit einem abgefälschten Schuss SC-Tormann Liridon Rrecaj auf dem falschen Fuß, traf so per Freistoß aus gut 20 Metern zur 1:0-Führung. Nur wenig später verleitete der FC durch konsequentes Anpressen einen SC-Akteur zum verhängnisvollen Rückpass, der den lauernden Müller als Nutznießer einer überforderten Innenverteidigung in Position brachte – 2:0.

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Müller vergibt weitere Hochkaräter - Anschlusstor für Saller der Knackpunkt

Dass der Stürmer seine restlichen Großchancen ausließ, bedauerte Saller. Doch blieb der Vorwurf an Müller aus. Der steht schließlich mit 20 Jahren erst am Anfang seiner Laufbahn und erarbeitet sich überhaupt erst durch seine Unnachgiebigkeit etliche aussichtsreiche Möglichkeiten zum Torerfolg. Flüchtigkeitsfehler beim Torabschluss passieren eben. Beim 1. FC sind sie froh um so ein Talent. Mit 18 Treffern rangiert Müller unweit der Spitze an dritter Stelle der Torjägerliste. Kommende Woche kann er sich im direkten Duell mit dem Anführer dieser Statistik, Dominik Trautmann vom FV Illertissen II, messen. Bis dahin werden auch Müllers Kollegen die Partie vom Samstag aufgearbeitet haben und zu der Erkenntnis gekommen sein, dass jegliche Form des Nachlassens in der Landesliga schnell zum Verhängnis werden kann. Ein Ballverlust in den vorderen Linien führte Augenblicke vor dem Pausenpfiff zum Konter und einem Eckball, den die Ichenhausener zum Anschlusstor nutzten. Für Saller der zweite Knackpunkt. „Wenn wir dieses Tor nicht bekommen, geht es auch anders aus.“

1.FC Garmisch-Partenkirchen: Schwinghammer kann Elfmeter von Kiral nicht halten

Nach dem Seitenwechsel prägten Hektik und Kampf die Partie. Der SC glaubte an den Ausgleich, investierte entsprechend mehr. Saller sah einen „Kampf auf Biegen und Brechen“, bei dem seine Akteure ihr Spiel „nicht mehr durchgezogen haben“. Letztlich benötigte der SCI aber einen Strafstoß, um FC-Keeper Stefan Schwinghammer ein zweites Mal zu bezwingen. Maximilian Heringer hatte im Laufduell Nachteile, wollte den Körper zwischen Ball und Gegenspieler stellen, und obwohl der nicht fiel, zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Ugur Kiral ließ sich die Chance nicht entgehen und glich zum 2:2 aus. (OLIVER RABUSER)

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