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Da lief noch alles gut: Stefan Lorenz bringt den 1. FC Garmisch-Partenkirchen mit 1:0 in Führung. Am Ende gingen die Werdenfelser mit einem 3:3 v om Platz. 

Ausgleich in der Schlussminute

Ausgleich in der Schlussminute für SV Mering gegen FC Garmisch

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Unmittelbar nach Schlusspfiff entbrannten die Diskussionen. Spieler, die vorige Saison bereits das Trikot des 1. FC Garmisch-Partenkirchen getragen hatten, fühlten sich unangenehm stark an die vergangene Rückserie erinnert.

Denn auch dort hatten die Werdenfelser fast schon unglaublich oft einen Vorsprung leichtfertig abgeschenkt. Trainer Christoph Saller und einige Neuzugänge wie Michael Rauch wollten indes von einem Rückfall in alte Muster nichts wissen. Natürlich schmerzte der 3:3-Ausgleich des SV Mering inmitten der Nachspielzeit. Zumal der 1. FC nach einer Stunde mit einer klaren 3:0-Führung wie der sichere Sieger ausgesehen hatte.

„Es ist ärgerlich, aber wir müssen sehen, wo wir herkommen“, kommentierte Saller die späten Punktverluste. Sein Ratschlag an die geknickten Kicker: „Heute ärgern, morgen nach vorne schauen.“ Gründe mit dem Schicksal zu hadern gab es herzlich wenige aus Sicht des 1. FC. „Das Auftreten der Mannschaft ist entscheidend“, stellte Saller klar. Und das passte einmal mehr. Obgleich die Gäste mehr als einen Spielabschnitt in Unterzahl waren, hielten sie einen einfallslosen Kontrahenten mit spielerischen Mitteln in Schach. In diesem Kontext hob Saller Trainingsbeteiligung und -fleiß explizit hervor. „Der Kampf um die Startelf tut uns gut – einige Spieler blühen auf.“ Exemplarisch nannte der 45-Jährige Kapitän Stefan Durr, Dominik Schubert, aber auch Leon Brudy, der gestern sein mit Abstand bestes Match für den 1. FC absolvierte.

Wie zu erwarten war, entschied sich Saller für die Elf, die am vergangenen Samstag entschlossen einen Rückstand aufgeholt hatte. Beachtlich dabei sicherlich die ruhige, unaufgeregte Spielanlage – immer im Bewusstsein, dass die Hälfte der Mannschaft dem Jugendalter noch nicht lange entwachsen ist. Wie auch Stefan Lorenz. Im Vorjahr oft verkrampft, gedämpft vom Erwartungsdruck, den einem Kicker mit einer Ausbildung in der Jugend-Bundesliga automatisch anheftet. Inzwischen geht der 19-Jährige die Sache etwas lockerer an – und hat Erfolg damit. Kurz vor der Pause lief er geschickt in den Raum, nahm ein Zuspiel von Florian Langenegger an, umkurvte Tormann Adrian Wolf – 1:0. Nach dem Seitenwechsel bekam Lorenz von Schubert den Ball, den er sich trotz Gegenspielers mit Bedacht auf den starken linken Fuß legte. Und schon rauschte der Ball gegen den Lauf von Wolf in die lange Torecke. „Stefan hat sich sehr präsent gezeigt und gute Wege nach hinten gemacht“, lobte Saller.

Wie eng Freud und Leid beinander liegen können, musste der 1. FC unmittelbar nach Lorenz´ 1:0 erfahren. Nur 30 Sekunden später marschierte Moritz Müller mit der Ampelkarte in die Kabine. Sicherlich zwei überzogene Entscheidungen des Unparteiischen, aber eben auch uncleveres Verhalten des Oberhausers. Ballwegschlagen und hartes Einsteigen in der Offensivzone waren des Guten zuviel. „Mit Gelb im Gepäck muss er sich anders verhalten“, betonte Saller. Dennoch schien die Partie nach Langeneggers 3:0 nach starker Vorarbeit von Brudy gelaufen. Doch ein Traumfreistoß von Merings Markus Gärtner nach ungeschickter Grätsche von Momo Diaby und vermeintlichem Handspiel von Jonas Poniewaz bescherten den Gastgebern ein nicht mehr geglaubtes Comeback.

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