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Kreativer Jubel: Moritz Müller (l.) und Momo Diaby freuen sich über eines ihrer Tore.

Zum Abschluss ein Schützenfest

6:0 für 1. FC GAP - Müller, Poniewaz und Diaby treffen doppelt

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Das ist mal eine Ansage: Mit 6:0 fegt der 1. FC Garmisch-Partenkirchen den FC Ehekirchen zum Abschluss des Jahres vom Platz. Drei Männer überragend dabei besonders.

Garmisch-Partenkirchen – Was für ein Abschluss. Im letzten Spiel des Jahres läuft der 1. FC Garmisch-Partenkirchen noch einmal zur Höchstform auf und schickt Tabellennachbar FC Ehekirchen mit einer 6:0-Packung nach Hause. Mit 34 Punkten überwintert der 1. FC nun endgültig auf der sicheren Seite des Klassements. Mit dem neunten Saisonerfolg haben die Werdenfelser ihre Ausbeute aus dem Aufstiegsjahr bereits übertroffen.

Gegen Ehekirchen überragten insbesondere die Doppeltorschützen Jonas Poniewaz, Moritz Müller und allen voran Momo Diaby. Der Senegalese dokumentierte eindrucksvoll, dass sein Reifeprozess abgeschlossen ist. Zeiten, in denen er mit rüden Tacklings oder Spuckattacken aus der Rolle fiel, sind längst Vergangenheit. Diaby hat sich beim 1. FC sozialisiert, verhält sich vorbildlich. Beigetragen hat dazu wohl auch die neue Verantwortung als Jung-Vater.

Diaby ist zum Führungsspieler gereift

Auf dem Platz profitieren der Mittelfeldakteur und seine Mitspieler gleichermaßen von seiner positiven persönlichen Entwicklung. Diaby ist zum Führungsspieler aufgestiegen. Gegen Ehekirchen beackerte er nahezu die gesamte Fläche des Spielfeldes. „Hinten viele Bälle gewonnen, nach vorne gute Pässe gespielt“, lobt Coach Christoph Saller. „Momos bestes Spiel in dieser Saison.“ Per Handelfmeter stellte Diaby auf 3:0, den Schlusspunkt besorgte er nach Doppelpass mit Moritz Müller. Zudem leistete er bei zwei weiteren Treffern die Vorarbeit.

Für Müller sah es hingegen längere Zeit nicht nach einem Sahnetag aus. Verpasste der Oberhauser doch in zwei Situationen unbedrängt einen sicheren Treffer. „Er will es manchmal mit Gewalt machen“, urteilt Saller. Kurios: Aus zwei deutlich schwierigeren Ausgangspositionen schoss Müller seine Saisontore 13 und 14. „Der Abschluss in Bedrängnis ist einfach sein Spiel.“ Und dann ist da noch Jonas Poniewaz. Selten fällt er durch Emotionen auf, bisweilen wirkt der 21-Jährige, als würde er gar nicht richtig dazugehören. Ein Trugschluss. Poniewaz ist eine vielseitige Offensivwaffe, deren endgültige Durchschlagskraft noch nicht absehbar ist. An Effizienz mangelt es schon jetzt nicht. Beim Führungstreffer des 1. FC nahm Poniewaz einen Steilpass von Müller auf, ehe er nach kurzer Finte links neben das ausgefahrene Bein von Gäste-Keeper Simon Lenk vollstreckte. Sogleich drehte der Torschütze ab, um mit dem Rest der Mannschaft zu Lukas Kunzendorf zu eilen. Feine Geste. Der 19-Jährige hatte sich in der Vorwoche den Unterarm gebrochen und saß in Zivil mit warm eingepacktem Gipsarm auf der Spielerbank.

Lob für Poniewaz

Beim 2:0 handelte Poniewaz nach Lenks Abwehraktion gleichermaßen reaktionsschnell wie intuitiv. „Ihn kannst du immer anspielen, er macht gute Freilaufbewegungen und bringt präzise Bälle nach innen“, fasst Saller die Qualität des jungen Spielers zusammen. Nicht unerwähnt lassen wollte der Coach den „kleinen Bruch“ im Spiel seines Teams nach der 1:0-Führung, als zu tief verteidigt und viele Zweikämpfe verloren wurden. „Hätte gegen andere Gegner vielleicht wehgetan.“ Nach der Pause aber habe man „abgeklärt nach vorne“ agiert.

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