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Alle gegen einen: Zu dritt bekämpfen die Oberauer (v.l.) Dominik Korthals, Korbinian Bäuerle und Sascha Fichtl Huglfings Maximilian Tafertshofer. Am Ende ohne Erfolg. Der frühere Spieler des SV Ohlstadt erzielt in der Schlussminute den 2:1-Siegtreffer.

Rückrunden-Auftakt in der A-Klasse Zugspitze 6

A-Klasse 6 Zugspitze: SC Huglfing dreht in letzter Minute Partie gegen FC Oberau

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  • Redaktion Garmisch-Partenkirchen
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Die Pause ist vorbei, es wird wieder Fußball gespielt in der A-Klasse 6. Aus dem Landkreis sind sechs Mannschaften am Wochenende in die Frühjahrsrunde gestartet. Ein Sieg gelang dabei jedoch keiner von ihnen. Vier Niederlagen setzte es. Das einzige Derby zwischen Eschenlohe und dem VTA Garmisch-Partenkirchen endete unentschieden.

SC Eibsee Grainau – SV Eberfing 1:2 (0:1)

Schiedsrichter: Hasan Koyun (FC Penzberg). Zuschauer: 15. – Tore: 0:1 (16.) S. Ammer, 1:1 (85.) Hauck, 1:2 (89.) Ehrenberg.

Die Serie war durchaus beeindruckend. Die gesamte Vorrunde hatten die Fußballer des SC Eibsee Grainau auf ihrem heimischen Platz nicht verloren. „Wir hätten diese Bilanz sehr gerne ausgebaut“, betont Andreas Zinn, Torwart und Trainer in Personalunion. Doch der Plan misslang. Zum Auftakt der Frühjahrsrunde setzte es gegen den SV Eberfing eine 1:2-Heimpleite. „Den Gegner bei uns feiern zu sehen, tut schon weh“, räumt Zinn ein. Vor allem, da dieses Szenario aus seiner Sicht nicht die Kräfteverhältnisse des Duells widerspiegelt. Wenige Minuten vor Schluss hatte sein Team den 1:1-Ausgleich erzielt. Ein Freistoß des bärenstarken Maximilian Hauck, der Eberfings gefürchteten Torjäger Martin Plonner 90 Minuten lang wie ein Kettenhund beharkte, segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. „Das Ergebnis hätte gepasst“, sagt Zinn. Ein Sieg wäre ihm zufolge weder für Grainau noch für die Gäste verdient gewesen. Beide Mannschaften standen zwar defensiv sicher, präsentierten sich nach vorne jedoch arg ideenlos. So kreierte die Heimelf nicht eine Torchance aus dem Spiel heraus. Im letzten Drittel haperte es schlichtweg an Genauigkeit im Passspiel. Das verschweigt Zinn auch nicht. Sein Kommentar: „Eine Raubkatze ohne Zähne ist gefährlicher als wir.“ Dass es letztlich nicht zu einem Punktgewinn reichte, lag an Gäste-Stürmer Dominik Ehrenberg. Er vollendete einen Eberfinger Konter zum 2:1-Siegtreffer. Das Bittere: In der Entstehung behalf er sich laut Zinn eines Handspiels. „Das muss der Schiedsrichter sehen“, nörgelt der Coach. Allgemein war er nicht gut auf Hasan Koyun zu sprechen. Seine kurze Bewertung zur Leistung des Unparteiischen: „Eine Katastrophe.“ 

Text: nutz

SV Eschenlohe – VTA Garmisch-P. 1:1 (1:0)

Schiedsrichter: Matthias Dolderer (FC Seeshaupt). – Zuschauer: 40. – Tore: 1:0 (28.) Straub, 1:1 (48.) Filigeanu. – Gelb-Rote Karte: Hopfensberger (89., Eschenlohe).


Der VTA Garmisch-Partenkirchen ist ein Phänomen. Anders lässt sich der Verein nicht beschreiben. Trotz einer – wie so oft – hanebüchenen Wintervorbereitung nahezu ohne Training (Stichwort: gesperrter Platz am Kainzenbad) und einer prekären Tabellensituation hat sich die Mannschaft von Coach Zeki Serdaroglu einen Punkt in Eschenlohe geschnappt. „Das Fußballspielen verlernt man eben nicht so schnell“, sagt Spielertrainer Erdal Kücük und lacht. Da könne man die konditionellen Schwächen schon ein wenig kaschieren – selbst auf dem riesigen Eschenloher Sportplatz. Nach Ansicht des Stürmers wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. Mehrere Pfostenschüsse zählt er auf. Das einzige Tor gelang Bogdan Filigeanu. Der rumänische Offensivspieler zimmerte den Ball aus rund 25 Metern ins Netz. „Hammer-Schuss“, sagt Kücük. Auf der Gegenseite sorgte Michael Straub für einen Moment des Jubels. Er hatte Eschenlohe Mitte der ersten Halbzeit nach einem Freistoß in Führung geschossen. Ansonsten lief nicht viel zusammen bei den Gastgebern. „Das war zu wenig“, räumt auch Trainer Thomas Hesse ein. Anstatt das Spiel schnell zu machen, verzettelten sich seine Schützlinge immer wieder in unnötige Zweikämpfe. Das Unentschieden stuft er daher als verdient ein. „Aber klar: Ausgerechnet hatten wir uns natürlich mehr.“ 

Text: nutz

SV Söchering – SV Ohlstadt II 4:0 (2:0)

Schiedsrichter: Andreas Lemke (TSV Schongau). – Zuschauer: 60. – Tore: 1:0, 2:0, 3:0 (43., 45., 60.) Guggemoos, 4:0 (90.) Nebl.

Es ist schon ein bisserl bitter, wenn selbst der Gegner nach einer 0:4-Niederlage einräumt, dass das eigene Team eigentlich nicht so viel schlechter gespielt habe. SVO-Legende Peter Kramer war’s, der Tobias Fischbach diese aufmunternden Worte mit auf den Heimweg gab. Naja, half dem Ohlstädter Reserve-Coach am Ende freilich nicht viel, stützte ihn nur in seiner Erkenntnis, dass sich die Mannschaft beim Tabellenzweiten in Söchering nicht so schlecht präsentiert hatte. „Der Unterschied: Wir haben sechs, sieben Chancen, machen kein Tor, der Gegner hat ähnliche viele Chancen, macht vier Tore.“ Stichwort Effektivität also. „Bei uns schießen wir entweder den Torhüter an oder hauen so dermaßen drauf, dass der Ball drei Meter über den Kasten geht.“ So großzügig gingen die Söcheringer nicht mit ihren Möglichkeiten um. Vor allem direkt vor der Pause, als Anton Guggemoos mit einem Doppelschlag binnen zwei Minuten für die 2:0-Führung der Heimmannschaft sorgte. „Blöder Zeitpunkt, da musste ich die Jungs in der Halbzeit erst einmal wieder aufrichten“, sagt Fischbach.

Die Ohlstädter hatten sich noch nicht aufgegeben. Schließlich standen sie auch mit einer guten Mannschaft auf dem Platz. Sogar Bernhard Kurz ergänzte die Zweite. „Er ist schon eine Hilfe“, räumt Fischbach ein. Doch: Ein Treffer gelang auch ihm nicht, und wenn hinten glasklare Fehler erneut Guggemoos zum 0:3 einladen, kann der Kreisliga-Kicker eben auch nichts tun. „Söchering hat unsere Geschenke halt angenommen.“ 

Text: cf

SC Huglfing – FC Oberau 2:1 (0:0)

Schiedsrichter: Christof Mahler (Seeshaupt). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 (56.) S. Korthals, 1:1 (78.) J. Listle, 2:1 (90.) Tafertshofer.

Lange Zeit sah alles sehr ordentlich aus für den FC Oberau. Mit 1:0 führte die Mannschaft von Trainer Sebastian Schmölzl nach einem Tor von Sebastian Korthals beim SC Huglfing und bestimmte die Partie. Immer wieder übertölpelte sie die Abwehr der Gastgeber mit langen Bällen auf die Außenbahn. Doch weder Michael Burger noch Korthals vermochten ihre Chancen zum 2:0 zu nutzen. „Das wäre der Knock-out gewesen“, betont Schmölzl. Doch es kam wie so oft im Fußball: Als den Huglfingern per abgefälschtem Fernschuss der Ausgleich gelang, drehte sich die Partie. Der SCH wuchs, der FCO schrumpfte. Der Klassiker. Die fast schon logische Folge: Kurz vor dem Schlusspfiff wuchtete der ehemalige Ohlstädter Maximilian Tafertshofer eine Direktabnahme vom Sechzehnereck am verdutzten Gäste-Torwart Christian Gallist vorbei ins Netz. Da blieb auch Schmölzl nicht mehr, als zu gratulieren. „Ein starkes Ding – supergemacht.“ 

Text: nutz

ASV Antdorf II – SV Uffing II 3:2 (0:1)

Schiedsrichter: Kristijan Prosevc (FC Aschheim). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 (7., Eigentor) März, 0:2 (53.) Sperer, 1:2 (68., Foulelfmeter) Beganovic, 2:2, 3:2 (88., 90.) Wolf.

Florian Neuner verstand die Welt nicht mehr. Nach einer harmlosen Szene im Strafraum der Uffinger Reserve ertönte plötzlich ein Pfiff: Schiedsrichter Kristijan Prosevc entschied auf Elfmeter. „Ein Witz“, poltert der Trainer. „Sogar die Antdorfer haben erst gedacht, es gibt Freistoß für uns.“ Sanel Beganovic war’s egal. Der Routinier verkürzte auf 1:2 aus Sicht des ASV – und startete so dessen Aufholjagd. Nach zwei weiteren Toren der Gastgeber war aus der Uffinger 2:0-Führung eine 2:3-Niederlage geworden. Die zuvor knapp 70 sehr ordentlichen Minuten – nichts mehr wert. „Richtig bitter“, sagt Neuner. „Antdorf war eigentlich tot.“ Doch verpasste es Uffing mehrfach, das 3:0 nachzulegen. Was bleibt, ist ein verkorkster Auftakt nacht der Winterpause. 

Texrt: nutz

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