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Erster Treffer : der Oberammergauer Marvin Otto (M.). 

Vierter Spieltag der A-Klasse in der Übersicht

Oberammergauer Siegpremiere in der A-Klasse - SG Oberau/Farchant verliert

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Da ist der erste Sieg für Aufsteiger Oberammergau in der A-Klasse: Am vierten Spieltag gab’s ein 3:2 gegen die Uffinger Reserve.

Landkreis– Nicht so gut lief es dagegen für die bisherigen Topteams aus Landkreis-Sicht. Krün musste sich mit einem Punkt begnügen, die SG Oberau/Farchant verlor in Antdorf. Die Tabellenspitze geht damit erst einmal an Bichl.

SV Krün –
1. FC Penzberg II 3:3 (2:1)

Schiedsrichter: Felix Angerer (ASV Eglfing). – Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 (9.) Grünzinger, 1:1 (20.) Kautecky, 2:1 (35.) Sperer, 2:2 (46.) Miskic, 3:2 (63., Eigentor) Stevko, 3:3 (85.) Grünzinger.

Für Benedikt Schober war die Lage eindeutig. „Wir brauchen keinen Schuldigen zu suchen“, stellt der Kapitän des SV Krün klar. Dass sein Team beim 3:3 gegen den 1. FC Penzberg II am Freitagabend im dritten Saisonspiel erstmals nicht als Sieger vom Platz ging, hatte für ihn genau einen Grund: „Unser Unvermögen.“ Denn Chancen hatten die Isartaler im Überfluss. Weit mehr als die drei Treffer von Stefan Kautecky, Thomas Sperer sowie ein Eigentor von Penzbergs Andrej Stevko hätten herausspringen müssen. Dass Schiedsrichter Felix Angerer dem SVK einen glasklaren Elfmeter nach Foul an Sperer verweigerte, ist für Schober zwar „bitter, aber nicht spielentscheidend“. Während seine Teamkollegen eine Möglichkeit nach der anderen ausließen – Hubert Holzer setzte etwa einen Kopfball an den Innenpfosten –, zeigten sich die Gäste als Effektivitäts-Monster. Praktisch jeder ihrer Versuche landete im Krüner Tor. Schober sagt: „So würd’s gehen.“ Besser machen kann es der Absteiger schon am Donnerstag. Da kommt die SG Ohlstadt/Grafenaschau ins Isartal. „Dann müssen unsere Dinger wieder sitzen.“

TSV Oberammergau –
SV Uffing II 3:2 (2:2)

Schiedsrichter: Michael Axthaler (FC Bad Kohlgrub). – Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 (26.) Brandner, 0:2 (31., Foulelfmeter) Reising, 1:2 (38.) M. Drewing, 2:2 (39.) Raddatz, 3:2 (81.) Otto.

Markus Mayer wusste nicht, ob er nun lachen oder weinen sollte. Seine Fußballer vom TSV Oberammergau dominierten den Gegner, erspielten sich Chancen – und lagen nach einer guten halben Stunde doch 0:2 zurück. „Ich hab’ gedacht, das gibt’s gar nicht“, sagt der TSV-Trainer. Was seine Elf in der Folge zeigte, erfüllt Mayer aber mit Stolz. Durch einen direkt verwandelten Freistoß von Michael Drewing und einen Treffer von Michael Raddatz besorgten die Ammertaler noch vor der Pause den Ausgleich. Als Marvin Otto zehn Minuten vor Schluss einen Alleingang von der Mittellinie mit dem 3:2-Siegtor abschloss, war die Aufholjagd perfekt. „Überragend“, lobt Mayer. Dass sein Team nach dem Aufstieg im vierten Anlauf den ersten Dreier geholt hat, stimmt ihn zuversichtlich. „Die Burschen sehen, dass sie es auch in der A-Klasse draufhaben.“

Wenig begeistert ob des Spielverlaufs ist Florian Neuner. Dass seine Mannschaft nach den Treffern von Philipp Brandner und Nicolas Reising noch als Verlierer vom Platz ging, kann er nur schwer akzeptieren. „Fehlende Cleverness und Kondition“ hat der Trainer des SV Uffing II als Hauptgründe ausgemacht. „Niemals darfst du vor der Pause einen Doppelschlag kassieren.“ Aber, wen wundert’s mit Blick auf die Aufstellung. „Wir spielen ja fast mit der Dritten Mannschaft.“ Neuner hofft, dass sich die Personalsituation beim SVU in absehbarer Zeit bessert. „Dann treten wir auch wieder anders auf.“ Bis dahin gilt: „So gut wie möglich durchwurschteln.“

SV Eschenlohe –
Ohlstadt/G’aschau 1:1 (1:0)

Schiedsrichter: Mahmoud Adlouni (MTV Berg). – Zuschauer: 75.
Tore: 1:0 (64.) Böhmer, 1:1 (81.) T. Reißl.

Thomas Hesse war’s zu viel. „Über der Grenze“, sagt der Eschenloher Trainer mit Blick auf die ruppige Gangart der SG Ohlstadt II/Grafenaschau. Wann immer seine Schützlinge vom SVE den Ball hatten, fuhr ihnen ein Gästespieler in die Parade. Insbesondere Maximilian Baumann hatte Hesse als Raubein ausgemacht. „Der macht 45 Fouls und wird nicht vom Platz gestellt“, moniert der SVE-Coach. Wo er auch schon bei der Schiedsrichter-Kritik wäre. Mahmoud Adlouni hätte „viel, viel früher eingreifen müssen.“

Aussagen, die bei Tobias Fischbach nur ein müdes Lächeln hervorrufen. „Wir waren halt sehr aggressiv“, betont der Trainer der SG. „Und das gehört zum Fußball dazu.“ Mehr Sorge bereitet ihm die momentane Offensivschwäche seines Teams. Wie zuletzt gegen Grainau schaffte es die SG nur äußerst selten, sich in Abschlusspositionen zu bringen. „Nach vorne ist es mau.“ Nur gut aus Gäste-Sicht, dass Tobias Reißl rund zehn Minuten vor Schluss immerhin der 1:1-Ausgleich gelang. Lukas Böhmer hatte Eschenlohe zuvor in Führung geschossen. „Da dachte ich, wir gewinnen“, sagt Hesse. Hätte sein Team auch trotz des Ausgleichs beinahe. Doch scheiterte Mirvan Rahmani in der letzten Aktion an einem bärenstarken Reflex von SG-Torwart Seraphin Glaßner. Fischbach betont: „Sera hat uns den Punkt gerettet.“

FC Mittenwald –
SV Eberfing 4:2 (0:1)

Schiedsrichter: David Heymel (1. FC Penzberg). – Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 (27.) H. Lindner, 1:1 (46.) Rönitz, 2:1 (49.) Kunze, 3:1 (58.) Rönitz, 4:1 (81.) Geigl, 4:2 (90.+3) H. Lindner.

Ein Urteil vom Saisonbeginn revidiert Helmut Schug nach dieser Partie: „Eberfing hatte ich ja zu den Favoriten gezählt, aber das nehme ich zurück.“ Zu wenig kam vom Konkurrenten, als dass ihn der Mittenwalder Trainer noch länger auf der Liste der Titelaspiranten führen wird. Im Gegenteil: Seine FCM-Fußballer lieferten eine astreine Vorstellung ab, verpassten es nur, in den ersten 45 Minuten bereits mehr aus ihren Bemühungen und Gelegenheiten zu machen. So reichte ein Geschenk an den Gegner aus Mittenwalder Sicht, um nach 27 Minuten plötzlich 0:1 hinten zu liegen. „Wir hätten den Ball vier- oder fünfmal haben können, waren aber zu ungeschickt im Zweikampf“, bedauert Schug. Ärgerlich, gestern Nachmittag aber nur eine Randnotiz. Denn nach dem Seitenwechsel machten die Mittenwalder ihr Malheur mehr als wett. Der stark aufspielende Florian Rönitz und Jan Kunze brauchten nur fünf Minuten, um das Blatt zu wenden. Rönitz und Michael Geigl in der Schlussphase bauten den Vorsprung aus. Jetzt passt auch die Punktebilanz beim FCM nach zunächst durchwachsener Ausbeute in den ersten Partien.

ASV Antdorf II –
Oberau/Farchant 1:0 (0:0)

Schiedsrichter: Michael Stahl (TSV Fürstenfeldbruck West). – Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 (55.) Wanhöfer. – Rote Karte: Ostermaier (21., ASV/Tätlichkeit). – Gelb-Rote Karte: Hoffmann (90.+5, ASV).

70 Minuten Überzahl haben den Fußballern der SG Oberau/Farchant gestern am späten Nachmittag nicht geholfen. Beim 0:1 in Antdorf schafften es die Gäste nicht, aus ihrer spielerischen Überlegenheit auch Profit zu schlagen. „Dumm und dümmer“, kommentiert Trainer Sebastian Schmölzl im ersten Ärger. Er sah in Antdorf einen schwachen Auftritt seiner Mannschaft, die mit dem destruktiven Spiel des Gegners nur wenig anzufangen wusste. „Das war so ein Tag, an dem dann eben auch alles zusammenkommt“, moniert Schmölzl. Schon nach 21 Minuten waren die Gäste der SG einen Mann mehr. Martin Ostermaier hatte sich zu einer Unbeherrschtheit hinreißen lassen, warf Florian Elgas nach einem Foul um. Der Referee zückte Rot. Brachte der SG aber nichts. Nach der Pause ließ Sebastian Korthals zwei dicke Chancen aus, auf der Gegenseite ging ein langer Ball durch – und schon waren die Punkte weg. nutz/red

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