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A-Klasse: Krün muss noch warten - Grafs Premierensieg mit Uffing II

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Von: Oliver Rabuser, Patrick Hilmes

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Die Vorentscheidung: Krüns Moritz Frank bejubelt seinen Treffer zum 2:0. Max Hopfensberger (r.) kann für Eschenlohe später lediglich noch auf 1:2 verkürzen.
Die Vorentscheidung: Krüns Moritz Frank bejubelt seinen Treffer zum 2:0. Max Hopfensberger (r.) kann für Eschenlohe später lediglich noch auf 1:2 verkürzen. © RABUSER

Noch ist das Rennen um die Meisterschaft in der A-Klasse nicht entschieden. Krün muss noch mit der Feier warten, weil Mittenwald Söchering nicht stoppen konnte.

Garmisch-Partenkirchen – Am anderen Ende der Tabelle feierte Sebastian Graf seinen ersten Triumph mit Uffing II.

TSV Oberammergau – SC Eibsee Grainau 7:2 (3:1)

Schiedsrichter: Günter Berendt (TSV Altenstadt) – Zuschauer: 40 – Tore: 1:0 Otto (7.), 2:0 Noll (32.), 3:0 Otto (40.), 3:1 Schiebilski (43.), 4:1 Otto (57.), 5:1 Noll (59.), 5:2 Hauck (63.), 6:2 Otto (75.), 7:2 Otto (85.)

„Es macht keinen Sinn, über die Zeitung Dampf abzulassen. Es war ein unschönes Spiel, wir haben viele blöde Tore kassiert, und wir sind froh, wenn die Saison vorbei ist. Mehr will und kann ich dazu nicht sagen.“ Das Statement von Coach Andreas Zinn nach der Pleite seiner Grainauer in Oberammergau spricht auch so schon Bände. Und der Satz von TSV-Trainer Markus Mayer fasst den Verlauf auch schnell zusammen: „Wir hatten alles im Griff.“ Die zwei Gegentore seien das Resultat mangelnder Konzentration gewesen. War aber kein Problem, da Marvin Otto (fünf Treffer) und Florian Noll (zwei) die Partie im Alleingang entschieden. Doch trotz des Kantersiegs ist der Aufstiegszug für Oberammergau abgefahren, da Söchering nicht gegen Mittenwald patzte. „Daher ist unser Ziel nun, Platz drei zu halten.“  phi

TSV Murnau II – SV Eberfing 3:3 (2:0)

Schiedsrichter: Felix Thiel (TSV Farchant) – Zuschauer: 45 – Tore: 1:0 Stelzl (17.), 2:0 Kollmann (38.), 2:1 Brunner (55.), 2:2 Sperl (69.), 3:2 Mann (77.), 3:3 Ehrenberg (82.)

Wenn sich ein Spiel auf eine Minute reduzieren lässt, dann war’s die 50. im Duell zwischen Murnaus Reserve und Eberfing. Christoph Stelzl, Verteidiger beim TSV, Torschütze zum 2:0 und bester Mann am Platz, verließ verletzt den Platz. Ein rüdes Foul hatte Coach Michael Schmid zuvor an der Seitenlinie beobachtet. „Völlig unnötig“, fand er. Für die Eberfinger war’s ein Weckruf. „Ein falsches Zeichen“, sagt hingegen Schmid. Nach dieser Szene habe man gemerkt, wie sehr Eberfing noch um seine Chance auf Relegationsplatz zwei kämpft. Stelzls Ausfall führte noch aus einem anderen Grund zum Knick in der Partie. Schmid musste die bis dato gut funktionierende Abwehr sprengen. In den Minuten zuvor kombinierte sich Murnau zu zwei Treffern von Stelzl sowie Florian Kollmann und zeigte genau die Reaktion, die der Trainer erwartet hatte. Kurz nach Stelzls Wechsel verwertete Josef Brunner einen zu kurzen Rückpass der Murnauer. „Wenn das Tor nicht fällt, spielen wir’s heim“, da ist sich Schmid sicher. So aber erhöhte Eberfing den Druck von Szene zu Szene. Nach dem Ausgleich von Alexander Sperl schoss Philipp Mann den TSV nochmals in Führung, die aber nur fünf Minuten hielt.  am

SV Söchering – FC Mittenwald 3:0 (1:0)

Schiedsrichter: Jonas Jäcker (SV Polling) – Zuschauer: 40 – Tore: 1:0 Nebl (30.); 2:0 Pangratz (79.), 3:0 Dietze (82.)

Helmut Schug hat den frischsten Eindruck, spielte mit seinem FCM binnen einer Woche gegen die beiden Erstplatzierten. Wer sollte denn nun direkt in die Kreisklasse aufsteigen, welche ist die bessere Mannschaft, Krün oder Söchering? „Eindeutig Krün, daran gibt es gar keinen Zweifel“, betont der Mittenwalder Trainer. Die Isartal-Nachbarn hätten zuletzt verdient gegen sein Team gewonnen, Söchering hingegen am gestrigen Sonntag glücklich und teils unverdient. Insbesondere das 1:0 der Gastgeber stieß bei Schug sauer auf. „Unberechtigter Freistoß und dazu noch Torwartbehinderung“, hadert Schug. Dadurch war der FCM gegen Ende gezwungen, mehr Risiko in Kauf zu nehmen. Ging nach hinten los. Zwar kreierte Mittenwald mehr Chancen, wandelte aber keine in Tore um und fing sich noch zwei. „Für uns geht es um nichts mehr, daher ist das zu verschmerzen – dennoch unnötig“, bilanziert Schug. phi

SV Eschenlohe – SV Krün 1:2 (0:2)

Schiedsrichter: Erkan Cerkez (SV Eurasburg-Beuerberg) – Zuschauer: 90 – Tore: 0:1 Sander (28.), 0:2 Frank (33.), 1:2 M.Hopfensberger (72.)

Aus der Aufstiegssause wurde noch nichts, da Söchering gegen Mittenwald siegte. Dennoch hat der SV Krün schon ein Bein in der Tür zur Kreisklasse. Möglich macht’s der 2:1-Erfolg in Eschenlohe, der aufgrund der ersten Halbzeit verdient war, dennoch bis zum Schlusspfiff auf der Kippe stand. „War keine Absicht“, entschuldigt sich Stephan Benz fast dafür. Als Ursache fallen ihm drei Punkte ein: Sechs Ausfälle, die Hitze, unangenehmer Gegner. „Aber wenn Du Meister werden willst, musst Du solche Spiele gewinnen.“ Tat Krün auch, insbesondere durch zwei sehenswerte Treffer vor der Pause. Zunächst verwertete Hubert Sander ein Zuspiel von Moritz Frank. Fünf Minuten später nutzte Hubert Holzer einen Traumpass von Stefan Kautecky zum Abschluss. Frank stand bei der Parade von Bernhard Gulbis goldrichtig und staubte ab. „Ärgerlich“, findet SVE-Coach Florian Mayr. „Genau dieses Strickmuster mit den langen Bällen auf Holzer wollten wir verhindern.“ Ansonsten aber war Holzer gut abgemeldet, und plötzlich war der Eschenlohe am Zug. Max Hopfensberger versenkte nach Freistoß per Volley – 1:2. „Standards verteidigen wir schon die ganze Saison über nicht so stark“, kommentiert Benz die Situation. Eschenlohe setzte alles auf eine Karte, machte hinten auf. „Wir haben gedrückt und waren überlegen“, lobt Mayr die Einstellung seines Teams. Letztlich habe aber „das Quäntchen Glück“ gefehlt. or

SV Uffing II – SG Oberhausen/W. 4:2 (2:1)

Schiedsrichter: Hasan Zamba (FC Oberau) – Zuschauer: 45 – Tore: 1:0 Popp (24.), 1:1 Schüller (30.), 2:1 Sperer (40.), 2:2 Kiening (71.), 3:2 Reising (80.), 4:2 Reising (86.)

„Danke, danke.“ Sebastian Graf nahm gerne die Glückwünsche entgegen, immerhin hat er seinen ersten Sieg als Chef-Coach der Uffinger Reserve feiern dürfen – im dritten Anlauf. In einem Spiel, in dem sichtbar wurde, dass es für beide Parteien im Grunde um nichts mehr ging, sah Graf eine kämpferische Leistung seiner Schützlinge. „Bei dem Wetter auf dem großen Platz haben sich alle richtig reingehängt“, berichtet der Trainer erfreut. Graf probiert bereits ein bisschen was aus, hat den Uffingern mal ein 3-5-2-System verordnet, zudem manch einen Spieler mal an ungewohnter Position eingesetzt. So wie Dominik Mayr, den eigentlichen Sechser, der aber in der Innenverteidigung auflief. „Hat er überragend gemacht“, lautet Grafs Urteil. Ebenso lief es auf der anderen Seite rund. Bei vier Treffern, zwei davon durch Nicolas Reising zum 3:2 und 4:2 in der Schlussphase, wollte sich Graf „sicherlich nicht beschweren“.  phi

1. FC Penzberg II – FC Megas GAP 3:1 (1:1)

Schiedsrichter: David Becker (1. FC Penzberg) – Zuschauer: 80 – Tore: 0:1 Paul (12.), 1:1 Xerli (23.), 2:1 Neziri (67.), 3:1 Kurucev (82./FE)

Zwölf Spieler, darunter kein gelernter Torhüter. Sind das weitere Indizien für eine Fusion des FC Megas mit der Reserve des 1. FC Garmisch-Partenkirchen? Nein, sagt Ioannis Hristoforidis. „Es war einfach ein Tag, an dem viele nicht konnten“, bedauert der FC-Sprecher. Ein Zusammenschluss mit dem größten Verein der Marktgemeide ist nach Kenntnis von Hristoforidis derzeit ohne Fortschritt, begründet mit der ungeklärten Ligazugehörigkeit der beiden Herrenteams vom Gröben. Kommt er nicht zustande, wird Megas dennoch weitermachen. „Wir lösen uns auf keinen Fall auf.“ Zumal die Flüchtlingswelle aus der Ukraine drei Studenten aus Nigeria ans Kainzenbad gespült hat. Einer von ihnen, Francis Paul, sorgte im Nonnenwald für den Führungstreffer. Hristoforidis, diesmal als Torhüter im Einsatz, nahm die beiden Gegentreffer auf sich. „Wenn ich in Übung wäre, hätte ich beide gehalten.“ Ein von Milan Hornar verursachter Foulelfmeter brachte in dieser Partie letztlich die Entscheidung. or

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