Frust komm’ raus : Maximilian Schwinghammer vergibt in der Partie eine Top-Chance. foto: rabuser

Gegen den SV Polling leistet sich die Mannschaft einen Rückfall

Der alte SV Ohlstadt: Hensel schießt SV Polling zum Sieg

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Ohlstadt – Da war er wieder, der alte SV Ohlstadt. Mitten in einer Phase, in der man glaubte, das Team sei auf dem besten Weg, endlich eine bleibende Entwicklung zu nehmen, unternahmen die Fußballer vom Boschet einen Ausflug in vergessen geglaubte Zeiten.

Die 1:2-Niederlage gegen den SV Polling hatte ihre Ursachen in erster Linie in einer verheerenden Passgenauigkeit. Ein verpasster Hochkaräter zur möglichen 2:0-Führung tat sein Übriges.

Jan Tischer sparte hinterher nicht mit Kritik. „Ab der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war es ein Rückfall in ganz schlimme Zeiten“, klagt der Trainer. Ideenlos liefen die Ohlstädter Kicker umher. Ganz überraschend kam der Auftritt für den Coach nicht. In seinen Augen habe sich eine Leistung abgezeichnet. „Lockerheit und Zug haben gefehlt, bei einigen Übungen auch die Konzentration.“ Nur: Was genau den SVO einmal mehr aus dem Konzept gebracht? Die zehnminütige Unterbrechung in der Anfangsphase kann es nicht gewesen sein – die nämlich traf die Gäste definitiv schlimmer. Der Pollinger Michael Schleicher musste nach einem Zusammenstoß mit Klaus Zach in der Eckball-Formation mit der Trage vom Platz gebracht werden. Ein ganz unglücklicher Vorfall, der für Schleicher im Krankenhaus endete.

Als die Partie wieder ins Laufen kam, setzte auch der SVO sein erstes Ausrufezeichen. Dabei zelebrierten Michael Guglhör als Schütze und Jonas Thümmler als Abnehmer die lehrbruchreife Ausführung eines Eckstoßes –1:0 nach 22 Minuten. Bitter für die Hausherren: Maximilian Schwinghammer schaffte es nicht, nach dem Zuspiel von Klaus Zach frei und aus zentraler Position die Führung auszubauen. Vier Optionen waren möglich gewesen, aber Ohlstadts Torjäger entschied sich für die einzig verkehrte.

Im zweiten Abschnitt traf dann Franz Leis vier Meter vor dem Pollinger Kasten die falsche Entscheidung. „Ich weiß nicht, worauf er da wartet“, sagt Tischer über die zweite ausgelassene Großchance. Und das in einer Phase, als der SVO bereits tief im Strudel seiner eigene Planlosigkeit gefangen war. „Es hat einfach an allem gefehlt“, wettert der maßlos enttäuschte Übungsleiter. Polling sei Tischers Meinung nach „kein Überflieger“ in dieser Spielklasse. Wer da so eine Leistung zeige, der habe es auch nicht anders verdient. Die beiden Gegentore fielen indes, weil „wir uns in der Defensive dämlich angestellt haben“.

Nach einem reinigenden Wiesn-Ausflug am Dienstag fordert der Coach für nächsten Freitag gegen Miesbach eine „deutliche Reaktion“.

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