Völlig bedient: Oliver Pajonkowski übt Kritik an seinem Team und an der Ansetzung des Spiels gegen Holzkirchen II, das der FC Bad Kohlgrub mit 1:8 verloren hat.
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Völlig bedient: Oliver Pajonkowski übt Kritik an seinem Team und an der Ansetzung des Spiels gegen Holzkirchen II, das der FC Bad Kohlgrub mit 1:8 verloren hat.

Anfang wie Ende

FC Bad Kohlgrub: Nächste Klatsche beendet punktlose Vorrunde

  • VonAndreas Kögl
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Der FC Bad Kohlgrub beendet die Vorrunde in der Kreisklasse punktlos. Das letzte Spiel gegen den TuS Holzkirchen verlor der FC mit 1:8.

Holzkirchen/Bad Kohlgrub – Mit einer 0:6-Niederlage in Deisenhofen Ende Juli hatte die Saison für den FC Bad Kohlgrub in der Fußball-Kreisliga begonnen. Mit einer 1:8-Pleite beim TuS Holzkirchen II endete nun die Vorrunde. Dazwischen lagen weitere Klatschen, aber auch achtbare Auftritte, in denen der FC um ein Haar Zählbares mitgenommen hätte. Vor allem zuletzt konnten sich die Auftritte sehen lassen. Nicht aber der am Mittwochabend.

Coach Pajonkowski beschwer sich auch über die „unnötige Ansetzung“

„Wir haben diesmal kein Land gesehen“, gesteht Oliver Pajonkowski. Die Gastgeber waren in allen Belangen besser. Was Bad Kohlgrubs Trainer aber fast noch mehr verärgert als die deutliche Klatsche, ist die Tatsache, dass die Partie überhaupt unter der Woche nachgeholt wurde. Holzkirchen sagte vor zweieinhalb Wochen Corona-bedingt die Begegnung ab. „Aber wir mussten jetzt in den sauren Apfel beißen und schauen, dass wir unter der Woche genügend Spieler zusammenbringen und den Weg auf uns nehmen – Holzkirchen ist ja nicht der kürzeste Weg.“

Tatsächlich liegen gut 65 Kilometer und über eine Stunde Fahrtzeit (eine Strecke) zwischen den beiden Sportanlagen. „Wir fressen eh schon die ganze Zeit Scheiße, und dann kommt so eine unnötige Ansetzung auch noch dazu“, kritisiert der Coach. Er ist sich sicher, dass man auch einen anderen Termin gefunden hätte. „Aber dazu hätte man es auch wollen müssen.“

„Deisenhofen hat vermutlich mit das spielstärkste Personal in unserer Liga.“ 

FC-Coach Pajonkowski

So reiste der FC bereits gefrustet an. Und auf dem Spielfeld wurde die Laune nicht besser. Die Platzherren zeigten von Anfang an, dass sie richtig gut drauf waren. Mit Nassim Elouafai, Riccardo Ferraro, Sean Erten, Lukas Krepek und Harouna Boubacar standen fünf Akteure in der Holzkirchener Anfangsformation, die regelmäßig zum Kader der Landesliga-Mannschaft gehören. Erstgenannter sogar in bislang allen 16 Spielen. Bei der Reserve war er das erste Mal überhaupt dabei. Doch nicht nur war der TuS gut aufgestellt, die FC-Kicker fanden einfach nicht ins Spiel.

Zwar konnte Josef Niklas die frühe Führung durch Erten schon bald ausgleichen. Doch genauso schnell war auch der Rückstand durch Boubacar wieder hergestellt. „Danach ging’s mehr oder weniger dahin“, schildert Pajonkowski. Er berichtet von zehn akzeptablen Minuten in Hälfte zwei. „Doch der Rest war nix.“ Tim Feldbrach und Drilon Shukaj – noch einer der erweiterten Gilde des Landesliga-Teams – erhöhten bis zur Halbzeit auf 4:1. Benjamin Ferkau, Kilian Schwefel mit einem Doppelpack und nochmals Shukaj sorgten nach dem Wechsel für den Endstand.

Doch wie sagte schon Fußballvater Sepp Herberger: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ Und so bleibt Bad Kohlgrub nichts anderes übrig, als den Mund abzuwischen und weiterzumachen. Und das schon heute beim FC Deisenhofen II . „Da wartet gleich wieder die nächste Hausnummer auf uns“, betont Pajonkowski. „Deisenhofen hat vermutlich mit das spielstärkste Personal in unserer Liga.“ Trotz all der Rückschläge gibt der Coach nicht auf. Er hofft wieder auf einen dieser kleinen Schritte nach vorne und zugleich auf den allerersten Punkt in dieser Spielzeit. Vielleicht wird ja der Rückrundenstart für den FC ein Neustart. (Andreas Kögl)

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