Erst Spieler, dann Trainer: Josef Thiermeyer coacht den WSV Unterammergau nach seiner Verletzung von der Seitenlinie aus weiter. 
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Erst Spieler, dann Trainer: Josef Thiermeyer coacht den WSV Unterammergau nach seiner Verletzung von der Seitenlinie aus weiter. 

ASV Eglfing schlägt WSV Unterammergau / FC Kochelsee Schlehdorf besiegt ASV Antdorf

  • vonOliver Rabuser
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  • Andreas Kögl
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Klare Siege für den ASV Eglfing und den ASV Antdorf gegen unterlegene Gegner. Weder der WSV Unterammergau, noch der ASV Antdorf konnten punkten.  

Kein Grund für Spott oder schlechte Laune

Eglfing/Schlehdorf – Die einen wollen in der Liga anders – vor allem mit anderem Personal – auftreten. Die anderen wünschen sich, genau das in der Kreisklasse zu zeigen: Unterschiedliche Lehren ziehen der WSV Unterammergau und der FC Kochelsee Schlehdorf aus den Ligapokal-Partien.

ASV Eglfing – WSV Unterammergau 3:1 (1:0)

WSV:Diroma – T. Speer, Zach, Korntheuer, A. Speer, Thiermeyer, Hibler, Stumpfecker, Sebic, Buchwieser, Kröker – Eingewechselt: Süß – Schiedsrichterin: Ariane Fichtl (ESV Penzberg) – Zuschauer: ca. 50 – Tore: 1:0 (15.) Hirschler, 1:1 (70.) Sebic, 2:1 (79.) Bergmeister, 3:1 (80.) Hirschler – Gelb-Rote Karte: Kröker (59./Unterammergau).

Bissiger, griffiger, präsenter, williger. All diese Eigenschaften schreibt Ludwig Hutter dem Gegner zu. Bei diesem Urteil verwundert das Ergebnis nicht. Der WSV Unterammergau hat die Ligapokal-Partie beim ASV Eglfing am Samstagnachmittag mit 1:3 (0:1) verloren. „Unterm Strich geht das auch in Ordnung“, sagt Hutter, der Sportliche Leiter, hinterher. Damit ist der Plan des WSV gescheitert. Er wollte sich ja den ersten Platz in der Kreisklassen-Vorrundengruppe 5 sichern. Ein Grund für die Niederlage: „Wir konnten personell dieses Mal einfach nicht dagegenhalten.“

Wie im Vorfeld angekündigt, reisten die Gäste mit einer Rumpftruppe an. Da die Zweite Mannschaft und die Jugend selber im Einsatz waren, musste sogar Trainer Josef Thiermeyer einspringen. Sein Engagement als Spielertrainer dauerte allerdings nur wenige Minuten, denn nach einem Sturz auf die Schulter musste er mit schmerzverzerrtem Gesicht das Feld wieder verlassen. Glücklicherweise hatte der WSV kurzfristig Lennart Süß aktivieren können. Sonst hätte die Mannschaft in Unterzahl weiterspielen müssen.

Nach nur einer Viertelstunde gerieten die Ammertaler in Rückstand. Fabian Hirschler erzielte das 1:0 für die Platzherren. Dabei blieb es bis zur Pause, doch hätte Eglfing da schon „mit zwei oder drei Toren führen können“, sagt Hutter. In Halbzeit zwei sah er zwar eine etwas bessere Mannschaft. Doch kam bald die nächste schlechte Nachricht. Innerhalb weniger Minuten handelte sich Julian Kröker die Ampelkarte ein. So ging es also doch in Unterzahl weiter. Dennoch gelang der Ausgleich durch Mateo Sebic. „Das hat er echt gut gemacht“, lobt Hutter. Gegen zwei, drei Gegenspieler setzte er sich durch, traf dann von der Strafraumkante ins lange Eck. Doch beim 1:1 wie vor drei Wochen im Ligabetrieb sollte es nicht bleiben. Innerhalb von zwei Minuten fielen die Treffer zwei und drei für Eglfing, einmal durch Stefan Bergmeister und erneut durch Hirschler. „Klar haben wir uns mehr erhofft“, sagt Hutter. „Aber es ist absolut kein Beinbruch. Unsere Priorität liegt klar auf der Liga.“

FC Kochelsee Schlehdorf – ASV Antdorf 4:1 (3:1)

FC Kochelsee Schlehdorf:Lantenhammer – Reißenweber, Wagner, Krönauer, Syrowatka, Simmeth, Huber, Lautenbacher, Leiß, Schratt, Klinger – Eingewechselt: Pangerl, Moser, Kröner – Schiedsrichter: Max Gall (Oberammergau) – Zuschauer: 80 – Tore: 1:0 (8.) Lautenbacher, 2:0 (15.) Schratt, 2:1 (31.) Kühberger, 3:1 (35.) Leiß, 4:1 (87.) V. Huber – Gelbe Karten: Lautenbacher, Simmeth – Calliari

Pokal hin oder her. Spiele gegen den eigenen Heimatverein sind immer etwas Besonderes. So war Maximilian Wagner hinterher erleichtert, dass ihm jede Spötteleien von Antdorfer Seite erspart geblieben waren. Dafür hätte es auch keinen Grund gegeben. Ganz im Gegenteil: Wagner brauchte sich nach einer über weite Strecken ansehnlichen Leistung seines Teams und eines überlegenen 4:1-Sieges nicht zu verstecken. Eine Tatsache wollte der 35-Jährige unbedingt erwähnt haben: „Die Effektivität war für unsere Verhältnisse sehr gut.“

Nicht selten schaut das bei den Schlehdorfern ganz anders aus: Sie spielen überlegen, nutzen aber ihre Chancen nicht. Ganz anders am Sonntag. Lange hat die Mannschaft nicht gebraucht für ihre Tore. Bereits nach acht Minuten eröffnete Sebastian Lautenbacher den Torreigen, indem er sich nach Vorarbeit von Matthias Leiß am Strafraum gegen drei Antdorfer geschickt durchsetzte und präzise abschloss. Alsbald legte Michael Schratt mit einem Abstaubertor nach. Wieder war Leiß als Initiator unmittelbar beteiligt, ehe der Kopf der FC-Offensive nach einem von Hans Moser verlängerten Freistoß den dritten Volltreffer selbst besorgte.

Dazwischen lang Antdorfs erster und einziger Treffer, den Wagner seiner Abwehr als „relativ billiges Tor“ ankreidete. Zu schnell und ungehindert kam ein Abschlag von Keeper Florian Lantenhammer mit erheblichem Gefahrenpotenzial zurück. Gleichwohl war Wagner mit dem ersten Abschnitt überaus zufrieden. „Im Verbund gut gepresst und verschoben“, lobte er seine Elf.

Doch Antdorf wehrte sich. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste zu mehr Ballbesitz, generell waren sie am Geschehen deutlich mehr beteiligt. Lantenhammer zeigte zwei starke Paraden. Abgesehen davon aber gab es aus FC-Sicht wenig Brenzliges. „Zwingende Chancen hatte der ASV nicht“, urteilt der Coach.

Wagner hätte sich nur gewünscht, dass eine der Konterchancen früher zur endgültigen Entscheidung geführt hätte. Mehr Zielstrebigkeit hätte da in den Augen des Trainers geholfen. Letztlich war es dann Vitus Huber, der nach einem Gegenstoß über die rechte Seite im Zentrum sträflich vernachlässigt wurde, dadurch sorgte er für den 4:1 Endstand. (Andreas Kögl, Oliver Rabuser)

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