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Christoph Schmidt, der Mann des Tages

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Von: Oliver Rabuser

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Christoph Schmidt wird von seinen Mitspielern des 1. FC Garmisch-Partenkirchen gefeiert.
Zwei Tore erzielt Christoph Schmidt für den 1. FC, auch ein drittes wäre drin gewesen, sagt sein Trainer. © Oliver Rabuser

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen zeigt zwar keine hohe Fußballkunst, bezwingt den MTV Berg aber souverän mit 4:0. Coach Florian Heringer hebt einen Spieler hervor.

Berg – Solange am Ende das richtige Resultat steht, ist es nicht ganz so wichtig, wie genau es zustandegekommen ist. Hohe Fußballkunst jedenfalls war es nicht, die der 1. FC Garmisch-Partenkirchen beim MTV Berg gezeigt hat. Ein guter Torriecher und eine stabile Defensive gegen harmlose Gastgeber reichten jedoch zu einem ungefährdeten 4:0-Erfolg beim Tabellenvorletzten. Bei der deutlichen Führung blieb man auch ganz entspannt bei einer Schiedsrichterentscheidung, über die man bei einem anderen Spielstand womöglich diskutiert hätte.

Die Einwechslung von Digi Diawara wollte der Unparteiische nicht genehmigen, weil der FC-Verteidiger eine schwarze Thermohose unter der blauen Dienstkleidung trug – und man unter einer kurzen Hose keine andersfarbige Leggins tragen darf. Man witzelte kurz, Diawara zog die Hose aus – fertig.

Mit dem Sieg verzeichneten die Garmisch-Partenkirchner ihren neunten Saisonerfolg und bestätigten ihren Spitzenplatz. Aber: „Es war nicht eines unserer besten Spiele“; konstatierte Florian Heringer. Gerade im ersten Abschnitt habe man „zu oft zu kompliziert gespielt“ und sei „den letzten entscheidenden Meter“ nicht gegangen. Doch musste sich das FC-Team auch erst einmal neu sortieren in seiner ersten Partie ohne Moritz Müller als primären Zielspieler. Selvedin Mesanovic begann anstelle des Torjägers in vorderster Front, Jonas Poniewaz agierte mit viel Ballbesitz als Vorbereiter und Einfädler. Der prägende Akteur aber stand in der Defensive: Christoph „Stoffel“ Schmidt eröffnete den Torreigen mit seinem Kopfballtreffer nach Eckball von Sandu Poplacean, und er schloss ihn, als er eine Hereingabe von Maximilian Heringer artistisch in die Maschen bugsierte. Positiv in Erscheinung trat neben dem emsigen Wadlbeißer Florian Adlwärth und Strippenzieher Momo Ndiaye auch Majid Al-Khafaji. Seine erste Tormöglichkeit setzte der kreative Gestalter über den Querbalken. Danach hatte Al-Khafaji viele Ballkontakte, holte den Elfer zum 3:0 heraus. Bergs Keeper Akos Bohl eilte beim Steilpass zu spät aus seinem Tor, sodass Al-Khafaji schnell und hoch abheben musste, um nicht zu Schaden zu kommen. Poniewaz, der zuvor schon mit einem Flachschuss das 2:0 markierte, gab sich vom Punkt keine Blöße. Anders Ndiaye. Er sollte nach rüdem Foul an Julian Ademi den zweiten Strafstoß antreten, knallte den Ball aber an den Außenpfosten.

Ndiaye war auch am letzten Aufreger der Begegnung beteiligt. Auslöser war eine hässliche Attacke von Bergs Bernard Crnjak an Julian Bittner. Das Einsteigen alleine hätte einen Platzverweis gerechtfertigt, von der aussichtsreichen Torchance ganz zu schweigen. Weil Ndiaye aber via Schubser zur Selbstjustiz schritt, bedachte der Schiedsrichter beide mit einer Zehnminuten-Strafe. „Absolut unnötig“ fand Heringer die bisweilen überharte Gangart der spielerisch unterlegenen Platzherren. Doch widmete sich der Coach lieber dem Spieler des Tages: Christoph Schmidt, für den Trainer „der beste Mann auf dem Platz“, der sogar ein drittes Tor hätte machen können. „Aber dann hätten wir ihn einfangen müssen“, scherzt Heringer.

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