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Pechvogel: Dominik Tiefenbrunner (l.) verursachte einen Elfmeter, der eigentlich keiner war.

Demontage bei Reserve-Truppe - Kellner erzielt Ehrentreffer

1. FC Garmisch-Partenkirchen – Einen Abend zum Vergessen hat der 1.FC Garmisch-Partenkirchen gestern bei der vorgezogenen Partie in Deisenhofen erlebt.

Die dritte Saisonniederlage fiel mit 1:5 richtig böse aus. An der Leistung der Werdenfelser alleine hat es allerdings nicht gelegen. Als Günther Kellner nach zwei Minuten die erste Großchance der Gäste vergab, dachte noch niemand auf dem modernen Kunstrasenplatz, wie diese Kreisliga-Begegnung ablaufen würde.

Zunächst nutzte Alexander Wolfl die erste Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft des 1.FC. Beim weiten Diagonalball fehlte einmal mehr die Abstimmung. Seine Elf sei „bei Standards zu anfällig“, kommentierte Oliver Poqué die kurze Phase des gesitteten Spielverlaufs. Dann ging’s los: Ein Zuspiel auf Max Schwarz wurde vom Spielleiter nicht unterbunden, obwohl der FCD-Angreifer locker fünf Meter abseits stand. Selten zuvor, ja eigentlich nie, sah man Poqué an der Seitenlinie derart aufgebracht und ungehalten. Die Gültigkeit des 2:0 war schwierig zu verdauen und zugleich die Vorentscheidung. Bei den Garmisch-Partenkirchnern regte sich erster Ärger. Doch das war längst nicht alles aus dem Repertoire des unsicheren Referees. Nächster Aufreger: Dominik Tiefenbrunner drückte seinen Gegenspieler vor der Strafraumgrenze zu Boden, der junge Unparteiische aber deutete auf den Elfmeterpunkt. Die Kommentare auf dem Platz näherten sich der Grenze des guten Geschmacks, die Partie geriet aus Sicht der Gäste längst zur Farce.

Erste Frustfouls setzten ein: Max Klausner musste deswegen zur Pause in der Kabine bleiben. Das 0:4 ging dann auf die Kappe von Matthias Riesch, der sich zu einem unsäglichen Rückpass entschied und Torjäger Schwarz damit herrlich in die Karten spielte. Das Wechselspiel zwischen Unzulänglichkeiten der Gäste und denen des Unparteiischen war damit aber auch noch nicht beendet. Beim fünften Treffer der Deisenhofener übersah der Schiedsrichter wiederum das Abseits. Poqué sprach hinterher von einer „Demontage seitens Deisenhofens wie auch des Schiedsrichters“. Der Trainer war sichtlich bedient, wollte seinen Spielern aber keinen Vorwurf machen. „Ich war selbst lange genug Spieler und weiß, was in den Köpfen vorgeht.“ Kellner markierte noch vor der Pause den Ehrentreffer – ein Lichtblick, mehr nicht. Zu sehr nagte das Geschehene an den Kickern vom Gröben, um ernsthaft am Resultat zu schrauben. Florian Sporer und Matthias Riesch ließen gute Einschussgelegenheiten aus. Die späte Einsicht des Unparteiischen half auch nicht mehr. Florian Auburger entschuldigte sich beim Pausengang bei Poqué, erahnte seine Fehler. Doch das verheerende Gesamtbild längst nicht mehr zu bereinigen.

Quelle: fussball-vorort.de

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