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Die Geehrten-Riege der 65-er: (vorne v.l.) Sepp Beranek, Antonie Burkhart, Georg Götschl und Sepp Damm; hinten v.l.: 2. WSV-Vorsitzender Leonhard Gansler, Johann Spindler, Hans Unglaub, Josef Lindauer, RodelAbteilungsleiter Florian Gansler und WSV-Vorsitzender Hans Noll

142 langjährige Mitglieder ausgezeichnet

Ehrungen auf der Jahresversammlung des WSV Unterammergau

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Bei den Ehrungen auf der Jahresversammlung des WSV Unterammergau  fand Vorsitzender Hans Noll persönliche Worte der Anerkennung und Würdigung für das vielfältige Engagement der Vereinsmitglieder.

VON LUDWIG HUTTER

Unterammergau – Mit großem Zuspruch seitens der Mitglieder sind die Jahresversammlungen beim WSV Unterammergau eher selten gesegnet. Was vielleicht auch daran gelegen haben mag, dass immer wieder ehrenamtliche Kräfte für den Vorstand gesucht wurden. Keine leichte Aufgabe in Zeiten, in denen Freizeit immer mehr in persönliche Vorlieben gesteckt wird. Umso erfreuter waren nun die Verantwortlichen des Sportvereins, als sie zur Jahresversammlung in eine brechend volle Steckenbergalm blicken konnten. Der große Besuch hatte indes auch seinen Grund, denn auf dem Programm der Sitzung standen auch Ehrungen von langjährigen Mitgliedern. Nicht 20, 30 oder 50 Personen wurden ausgezeichnet, sondern sage und schreibe 142. „Wir haben es in den letzten zehn Jahren ein bisserl schleifen lassen, deswegen sind jetzt soviele zusammengekommen.“ Tatsächlich waren um die 90 Frauen und Männer der WSV-Ehrung gefolgt.

Eine schöne Geste hatte sich die Führungscrew zur Würdigung der treuen Mitglieder einfallen lassen, denn vor der Versammlung waren alle zu Ehrenden zu einem Bayerischen Buffet, vorzüglich angerichtet und zubereitet von Wirt Jens Dahm, eingeladen worden. Anschließend galt es, die Formularien der Jahresversammlung abzuwickeln. Zunächst listete Schriftführerin Annett Nitschke die Aktivitäten des Hauptvereins auf. 75 Kinder nahmen im vergangenen Winter unter der Organisation von Toni Ötschmann, Christian Bitterlich und Dominika Münzberger an den Skikursen teil. Weitere Angebote waren der traditionelle Pürschling-Berglauf und das beliebte Kinderturnen unter der Leitung von Christine Noll. Leider konnte das Fitnesstraining nach dem Rückzug von Michi Graeper nicht neu besetzt werden.

In Vertretung von Schatzmeisterin Sabine Gindhart verkündete Steffi Gansler als deren Vertreterin die aktuelle Kassenbilanz, die ein solides Polster aufweist. Keine Beanstandungen, vielmehr Lob für die korrekte Führung der Bücher gab es von den beiden Prüfer Robert Stumpfecker und Hannes Löffler. Fußball-Abteilungsleiter Leonhard Gansler wartete mit positiven Nachrichten auf, vor allem den Aufstieg der I. Mannschaft im Sommer nach einem hochdramatischen Entscheidungsspiel gegen den FC Oberau. 50 Kinder stehen derzeit im Spielbetrieb der Jugend, im eigenen bei der G, E und F, sowie jenem der JFG Ammertal. Sorge bereitet der Umstand, dass noch immer kein Platzwart gefunden wurde: „Unsere Spieler bringen sich hier Woche für Woche intensiv mit ein und schaffen es immer wieder, dass der Platz super in Schuss ist.“ Wobei Gansler auch das „Riesenproblem“ mit dem Gartenlaubkäfer anmerkte, der im Sommer für beträchtlichen Schaden gesorgt hatte.“ Sportlich gehe die I. Mannschaft „nach einer tollen Vorrunde“ entspannt in die Winterpause.

Mit dem „sehr erfolgreichen Junioren-Weltcup“ in 2017 begann Florian Gansler seinen Kurzbericht über die Rodelabteilung. Ein herber Verlust sei für die Sparte, „dass mit Sepp Spindler leider unser Mädchen für alles aufgehört hat“. Es sei schwer, diese Lücke zu füllen. Ganz ordentlich sei das Training für den Rodelnachwuchs gelaufen mit sechs, sieben Kindern im Alter von neun bis 14 Jahren. Auf ein stattliches Maß ist bei den WSV-Rodlern die Aktiven-Mannschaft angewachsen: „Derzeit fahren vier Frauen und vier Männer für Unterammergau“, schloss Gansler seinen Bericht.

Vorsitzender Hans Noll zeigte sich zufrieden, wie der WSV, der gerade 631 Mitglieder zählt, momentan dasteht: „Bei zwei so aktiven Abteilungen ist es leicht, hier Vorstand zu sein.“ Gefordert war der Chef freilich anschließend beim „Ehrungs-Marathon“, den es zu bewältigen galt. Doch fand Noll für viele verdiente Mitglieder, die sich schon auf vielfältige Weise für den WSV engagiert und eingebracht haben, persönliche Worte der Anerkennung und Würdigung. Und eines versprach der Hans am Ende des offiziellen Teils – dass es bis zur nächsten Ehrung diesmal nicht wieder zehn Jahre dauern werde.

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