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Doppel-Torschütze: Maximilian Baumann trifft beim Premierensieg des SV Ohlstadt II gleich zweimal. 

Erste Niederlage für SV Uffing II, erster Sieg für SV Ohlstadt II

Zwei Premieren bei Uffing II und Ohlstadt II

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Im fünften Liga-Spiel muss Überraschungsmannschaft SV Uffing II die erste Saison-Niederlage hinnehmen. Zum ersten Mal jubeln durfte dagegen die Ohlstädter Reserve, die Nachbarn Eschenlohe im Derby besiegte. Beim punktelosen Schlusslicht VTA Garmisch-Partenkirchen indes macht sich langsam Frust breit.

SC Eibsee Grainau – TSV Farchant 1:0 (1:0)

Schiedsrichter: Josef Feirer (FSV Höhenrain). – Zuschauer: 85. – Tor: 1:0 (44.) Zach.

„Wir waren froh, als der Schiedsrichter abgepfiffen hat“, räumt Andreas Zinn ein. Seine Elf habe anfangs ein „relativ hohes Pensum“ abgerufen, wodurch die Kraftreserven zum Ende hin aufgebraucht waren. „Die letzten 20 Minuten haben Farchant gehört“, bestätigt Zinn. Allein ein Lattentreffer von Mathias Bader sowie ein durch die Schuhspitze vereitelter Konter über Michael Hirschmann hätte für weniger Aufregung sorgen können. So aber entschied der Treffer von Benno Zach kurz vor der Halbzeitpause eine enge Partie, in der zuvor Zach (Latte) und Martin Nöhmeier (Außennetz) einen Torerfolg verpassten. Beim Tor des Tages spricht Gästetrainer Sascha Handke von „einem Geschenk, danach sind wir nicht mehr auf die Füße gekommen“. Ein weiteres Mal steht sein Team mit leeren Händen da. „Noch werde ich nicht nervös“, sagt Handke. Er räumt allerdings ein: „Es wird eine schwierige Saison.“ Dabei kann der Neue an der Föhrenheide auf einen motivierten, trainingsfleißigen Kader bauen. „Die Einstellung passt.“ Handkes Hoffnung: „Vielleicht platzt ja beim nächsten Mal der Knoten.“ Wird allerhöchste Zeit.  or/csc

SV Uffing II – FC Mittenwald 0:1 (0:1)

Schiedsrichter: Heinz Eckl (TSV Altenstadt). – Zuschauer: 50. – Tor: 0:1 (18.) Schug.

Jetzt hat es auch die Uffinger Reserve erwischt: Gegen den FC Mittenwald kassierte der bisherige ungeschlagene Spitzenreiter der A-Klasse seine erste Saison-Niederlage. „Völlig verdient“, wie Gästetrainer Helmut Schug findet. „Meine Mannschaft hatte im Großen und Ganzen alles im Griff.“ Nur in Sachen Chancenverwertung haperte es. „Insofern hört sich das knappe Ergebnis für den Gegner ganz gut an.“ Das Tor des Tages erzielte Markus Schug, der Sohn des Trainers. Der Junior täuschte nach sehenswertem Pass von Tim Hocker einen Schuss an, zog auf die andere Seite und bugsierte den Ball in die Maschen. Mit der Niederlage kann Markus Fastl, der den etatmäßigen SVU-Coach Florian Neuner vertrat, ganz gut leben. „In keinem hochklassigen A-Klassen-Spiel waren wir vorne einfach zu harmlos.“ Mittenwald jedenfalls hat mit diesem Dreier den Anschluss an die Top-Plätze geschafft. „Der Aufstieg ist trotzdem kein Thema für uns“, stapelt FCM-Trainer Schug tief. Sein Zweckpessimismus hängt mit der Ausgeglichenheit der Liga zusammen. „Da kann jeder jeden schlagen.“  csc

VTA Garmisch-Partenk. – SF Bichl 0:2 (0:1)

Schiedsrichter: Joachim Bartl (ESV München-Ost). – Zuschauer: 30. – Tore: 0:1 (44.) Allgeyer, 0:2 (85.) M. Eberl.

Einfach zum Mäusemelken: Eine Mannschaft erspielt sich in einer einseitigen Partie Chance um Chance und verliert am Ende doch mit 0:2. „Da stehst du nur noch mit offenem Mund da“, beschreibt ein fassungsloser Hüseyin Pekhamarat nach der Heimpleite des VTA Garmisch-Partenkirchen gegen Bichl seine Gefühlslage. Während die VTA-Kicker reihenweise vor dem Tor das Nervenflattern bekamen, legte der Aufsteiger in der Offensive hohe Effizienz an den Tag. Davon kann Pekhamarat nur träumen. Er musste auf dem Platz am Kainzenbad mit ansehen, wie Erdal Kücük zweimal alleine auf den gegnerischen Kasten zulief – und versagte. Der Schuss von Hasan Inci indes wurde in allerhöchster Not von der Linie gekratzt. Auch Justin Karg scheiterte freistehend.  csc

SV Ohlstadt II – SV Eschenlohe 3:2 (1:1)

Schiedsrichter: Erkan Cerkez (SV Eurasburg-Beuerberg). – Zuschauer: 50. – Tore: 1:0 (12.) Baumann, 1:1 (17.) Hesse, 2:1 (67.) Baumann, 3:1 (84.) Stadler (Foulelfmeter), 3:2 (90.) Schorer.

Lange hats gedauert. Aber am fünften Spieltag landete der SV Ohlstadt seinen ersten Sieg seit dem Aufstieg. Ein Tag, an dem man über bestimmte Unzulänglichkeiten gerne hinweg sieht. „Das Ergebnis ist wichtig gewesen“, betont Tobias Fischbach. „Wie der Sieg zustande gekommen ist, ist heute wurscht.“ Am Rande erwähnt der Coach schon, dass die Mitspieler zu selten den Ball vom aktuellen Besitzer forderten. Auch die „Angst vor Fehlern“ sei nach der Führung dagewesen. Aber es reichte. Weil mit Maximilian Baumann ein Spieler des Kreisliga-Kaders ungeahnte Vollstrecker-Qualitäten zeigte. Der Doppelpack des Mittelfeld-Kämpfers half dem SVO in die Spur. Beide Male traf Baumann im Nachfassen per Flachschuss. Den dritten Treffer markierte Tobias Stadler vom Elferpunkt. Thomas Benedikt war gefoult worden. Eschenlohes Thomas Hesse bedauert derweil, dass seine Elf nach „anfänglichen Problemen“ das Spiel in Eigenregie nicht ausreichend genug prägen konnte. „Wir haben verpasst, etwas aus unserer Überlegenheit zu machen“, konstatiert der SVE-Trainer. Für ihn sei fast klar gewesen, dass der SVO in dessen Druckphase nach der Pause zu einem weiteren Treffer kommen würde. Beim Elfer sah er vor dem maßgeblichen Konter ein Foul an einem seiner Kicker. Schiedsrichter Erkan Cerkez hätte die „strittigen Situationen“ alle zugunsten der Hausherren gefällt.  or

FC Oberau – SV Eberfing 1:2 (0:1)

Schiedsrichter: Gerhard Kirchbichler (ASV Antdorf). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 (10.) Lindner, 0:2 (52.) Lindner, 1:2 (80.) Fischer.

Sebastian Schmölzl brauchte erst mal einige Minuten, um sein Temperament ein wenig herunter zu kühlen. „So viele 100-prozentige Chancen“, bedauert der ehemalige Top-Torhüter. „Und hinten pennst du.“ Alles in allem: Das Heimspiel des FC Oberau gegen Kreisklassen-Mitabsteiger SV Eberfing war ein Satz mit X. Den Gästen aus Eberfing reichten zwei Standards, um zu einem schmeichelhaften Dreier auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz zu kommen. Gerade die Entstehungsweise des zweiten Streichs der Eberfinger bringt FCO-Coach Schmölzl auf die Palme. Bei Eckball eins klärt Oberaus Abwehr unklug. „Bei Ecke zwei noch unkluger.“ Und bei der dritten Hereingabe verfällt man in Kollektivschlaf. Irgendwie schaffte es Eberfings Hubert Lindner, den Ball mit der Schulter über die Torlinie zu bringen. Diese zweite Niederlage geht Schmölzl sehr an die Nieren. „Für mich ist das Ergebnis absolut erschütternd.“ Es sei einfach frustrierend, aus einer solchen Begegnung „keinen Ertrag herauszuholen“. Und nächste Woche gegen Bichl wird’s nicht einfacher – wieder haben sich zwei FCO-Kicker in den Urlaub verabschiedet.

csc

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