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Alles im Griff: Der Geretsrieder Michael Rauch (li.) stoppt den Garmisch-Partenkirchner Stefan Lorenz.

TuS Geretsried fährt beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen 6:2-Sieg ein

Ex-Garmischer Ivkovic trifft nach Zwangspause doppelt

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Zumindest bis zur Halbzeit sah es für den TuS Geretsried beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen nicht gut aus.

Der Tabellensiebte ging mit einem Rückstand in die Pause, ehe die Werdenfelser nach dem Wiederanpfiff beim 6:2 (1:2) förmlich an die Wand gespielt wurden.

Bereits nach sechs Minuten lag das TuS-Team mit 0:1 im Hintertreffen, ehe Christoph Herberth der 1:1-Ausgleich gelang. Der Kapitän stocherte den Ball aus dem Gewühl heraus über die Linie, nachdem zuvor Ludwig Buchmair einen Freistoß von Arthur Kubica an die Latte geköpft hatte. Bitter für Geretsried der erneute Rückstand – wiederum durch Michael Naber – in der Nachspielzeit. Zuvor hätten Moritz Müller (42./Schuss über das Kreuzeck) und der zum Innenverteidiger umfunktionierte Stürmer Franz Fischer (45./Freistoß aus 20 Metern, den TuS-Keeper Kai Fritz über die Latte lenkte) für den Aufsteiger eine deutlichere Führung besorgen können.

Es dauerte einige Zeit, bis der TuS nach der Pause wieder in die Spur kam. Eine Hereingabe verwertete Benjamin Fister schließlich zum 2:2 (59.), wobei sich FC-Torsteher Stefan Schwinghammer leicht behindert sah. Kurz zuvor war Srdjan Ivkovic nach mehr als zweimonatigem verletzungsbedingten Ausfall eingewechselt worden. Der Ex-Garmischer brannte förmlich nach 63 Tagen Zwangspause (Innenbandteilanriss) auf seinen Einsatz, zog erstmals die Aufmerksamkeit in der 73. Minute nach einem Pfostenschuss auf sich. Keine Zeigerumdrehung später machte es der Kroate besser und sorgte mit einer Bogenlampe zum 3:2 für die erstmalige Führung.

„Wir sind gegen einen aggressiven Gegner zweimal in Rückstand geraten und hätten mehr bestraft werden müssen“, befand TuS-Coach Martin Grelics. „Das war eine neue Situation für uns, wir haben etwas Zeit gebraucht, uns damit zurechtzufinden. Aber wir sind zurückgekommen und haben unser Spiel durchgezogen.“ Zupass kam den Geretsriedern, dass die Hausherren nach dem Rückstand ihrerseits absolut geknickt wirkten. Gegenwehr war für das Team von Christoph Saller ein Fremdwort. Der 1. FC präsentierte sich plan- und lustlos, wirkte völlig konsterniert. Der TuS hatte dadurch leichtes Spiel, brachte einen Konter nach dem anderem zum erfolgreichen Abschluss. Tor Nummer vier erzielte der eminent fleißige Maximilian Baumgartner aus spitzem Winkel, der auch das 5:2 mit einem klugen Querpass für Ivkovic vorbereitete. Tor Nummer sechs konnte sich der Ex-Raistinger wieder selbst gutschreiben lassen, nachdem Sebastian Schrill mustergültig das Zuspiel geiefert hatte.

„Wir haben einen Rückstand gedreht und jetzt 42 Punkte auf dem Konto. Das sollte für den Klassenerhalt reichen“, freut sich Grelics nach dem höchsten Saisonsieg seit seiner Amtsübernahme in der Winterpause.  gos

1. FC Garmisch-Partenk. - TuS Geretsried 2:6 (2:1)

Tore: 1:0 (6.) Naber, 1:1 (29.) Ch. Herberth, 2:1 (45.+2) Naber, 2:2 (59.) Fister, 2:3 (74.) Ivkovic, 2:4 (77.) Baumgartner, 2:5 (80.) Ivkovic, 2:6 (83.) Baumgartner, – Schiedsrichter: Andras Hummel (TSV Betzigau), – Gelbe Karten: Langenegger, Naber, Diaby (alle GAP), Kubica, L. Kellner, Rauch, Ch. Herberth (alle TuS), – Zuschauer: 250.

TuS Geretsried: Fritz, Rauch, Ch. Herberth, Sevcovic (31. Fister), Buchmair, Kubica, L. Kellner (62. Saibou), T. Karpouzidis, Doqaj (56. Ivkovic), Baumgartner, Schrills.

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