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Wieder im Kader: Maximilian Meditz.

Duell gegen den WSV Unterammergau

Bad Kohlgrubs Status als Nummer eins steht auf dem Spiel

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Sieben Jahre galt der FC Bad Kohlgrub als Nummer eins im Ammertal. Am Freitagabend möchte das Team diese Position gegen den WSV Unterammergau verteidigen. 

Bad Kohlgrub – Google Maps sagt, dass exakt 8,2 Kilometer zwischen Bad Kohlgrub und Unterammergau liegen. In der Tabelle der Kreisklasse 3 trennen sie sogar nur zwei Zähler. Und trotz der Nähe sind sich diese beiden Vereine sieben Jahre nicht mehr in einem Ligaspiel begegnet. Für die Bad Kohlgruber Fußballer ist das Derby am heutigen Freitag (19 Uhr) daher „eine Riesen-Sache“, sagt ihr Trainer Thomas Simmeth. „Es kitzelt.“

Der FC hat einen Status zu verteidigen, den er offiziell am 13. November 2011 erhalten hat: Nummer eins des Ammertals. Damals gewannen die Kohlgruber 5:0 beim Rivalen auf ihrem Triumphzug in die Kreisliga. Nun treffen sie sich auf Augenhöhe wieder. Aufgrund ihrer jüngsten Ergebnisse gehören sie gar zu den besten Mannschaften dieser Klasse. „Wir sind auf einem kleinen Hoch“, sagt Simmeth. Leonhard Gansler, Abteilungsleiter beim WSV, ergänzt in Bezug auf seine Mannschaft: „Bis jetzt läuft es wirklich gut.“ Die Unterammergauer sind bislang die Sensation der Kreisklasse, weil sie sogar selbst vom raschen Erfolg überrascht wurden. „Ich hätte uns nie auf Platz fünf gesehen“, betont Gansler. Obwohl der WSV zu A-Klassen-Zeiten noch mehr Spiele gewann, stimmte die Leistung nicht in jeder Partie. Nun eine Liga darüber habe sich das Team erst ein schlechtes Spiel erlaubt. „Eine Riesen-Quote“, findet der Spartenchef. Diesen aktuellen Lauf möchte Gansler in die Pause retten. Er spricht von „weiterhamstern“, also einen Winterspeck an Punkten anfressen, der entspannter auf die Rückserie blicken lässt.

Die Ziele in Kohlgrub sind deutlich ambitionierter. Nach dem 5:0-Sieg über Eurasburg blickt der FC erst Recht nach oben. Das spielfreie Wochenende hat nur die kleinen Wunden und Wehwehchen, nicht aber die Euphorie beseitigt. „Hat uns gutgetan“, bestätigt der Trainer. Zuletzt habe sein Team überzeugende Partien abgeliefert. Simmeth hofft, dass sich die Vorfreude auf dem Platz widerspiegelt. „Wir müssen mehr als 100 Prozent zeigen.“ Auf keinen Fall soll sich die gute Stimmung in „verkehrten Ehrgeiz“ verwandeln. „Vernünftig bleiben“, fordert der Trainer. Hilfreich: Josef Niklas, Maximilian Meditz und Stefan Freisl – alle drei haben den FC in den vergangenen Jahren einmal als Kapitän angeführt – kehren in den Kader zurück.

Ursprünglich war die Partie für Samstag angesetzt gewesen. Doch viele Kohlgruber hätten gefehlt, weil sie bei einer Hochzeit im Ort eingeladen sind. Beim WSV hatten sie kein Problem mit einer Verlegung. Abteilungsleiter Gansler sagt: Das sei in der ganzen Klasse mittlerweile gang und gäbe. „Man versucht, alles möglich zu machen.“ Er sieht auch einen Vorteil für sein Team, bei dem Simon Hibler und Martin Grotz fehlen: „Die Burschen haben ein freies Wochenende.“

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