Die drei Dauerbrenner in der FC-Offensive: (weiß; v.l.) Moritz Müller, Jonas Schrimpf und Jonas Poniewaz erhalten in dieser Spielzeit so gut wie keine Pausen – aus Mangel an Alternativen.
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Die drei Dauerbrenner in der FC-Offensive: (weiß; v.l.) Moritz Müller, Jonas Schrimpf und Jonas Poniewaz erhalten in dieser Spielzeit so gut wie keine Pausen – aus Mangel an Alternativen.

1. FC seit vier Spielen sieglos

Punktet der 1. FC Garmisch-Partenkirchen endlich wieder dreifach gegen FV Illertissen II ?

  • VonOliver Rabuser
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Der 1.FC Garmisch-Partenkirchen bestreitet sein Auswärtsspiel bei Tabellennachbar Illertissen II. Arne Alb sieht Konzentrationsmängel.

Garmisch-Partenkirchen – Sechs Teams stehen aktuell hinter dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen im Tableau der Fußball-Landesliga Südwest. Von den besser platzierten Konkurrenten sind vier in unmittelbarer Reichweite. Darunter auch der FV Illertissen II, heute Gastgeber der Werdenfelser im nordwestlichen Eck Bayerns.

Zum Schwarzmalen reichen die Ereignisse der vergangenen Wochen – nur ein Punkt aus vier Partien – nur bedingt. Schade aus Sicht des 1. FC sind freilich eine Handvoll Zähler, die leichtfertig verschenkt worden sind. Arne Albl verweist auf fehlende Konzentration. „Es passieren immer wieder Nachlässigkeiten.“ Wie eben beim Ausgleich des 1. FC Sonthofen vergangene Woche, als mit dem Pausenpfiff ein Standard mangelhaft verteidigt wurde. Für den FC-Vorstand liegen die Ursachen im ausgedünnten Personal, aber auch in der Altersstruktur. Philipp Vedder war fix eingeplant für den Defensivbereich, hat aber bislang ebenso wenig ein Match bestritten wie Immanuel Sierck, der sich gerade wieder ans Team heranarbeitet. Von Momo Diaby, der zum neuen Kalenderjahr zurückerwartet wird, ganz zu schweigen.

Coach Christoph Saller holt Spieler aus dem Reserveteam von 1. FC Garmisch-Partenkirchen

Coach Christoph Saller sind in Sachen Rotation und Umstellungen praktisch komplett die Hände gebunden. „Solche Ausfälle kann keine Mannschaft so leicht ersetzen“, bekräftigt Albl. Ruhepausen sind mit dem kleinen Kader praktisch nicht möglich. Schon jetzt bedient sich Saller notgedrungen regelmäßig beim Reserveteam, setzt junge Talente auf die Bank der ersten Garde. „Unsere Leistungsträger sind überlastet“, bedauert Albl. Vor allem die englischen Wochen zu Beginn der Saison hätten „viele Körner“ gekostet. Jammern möchte der Funktionär nicht. Aber der FC habe bislang keine Partie „annähernd komplett“ bestritten, sei manchmal zu jung.

Auch wenn das Szenario noch nicht zu bedrohlich wirkt, hat Albl die bisherige Ausbeute mal präventiv hochgerechnet. „Mit einem Punkteschnitt von Eins bleiben wir sicher nicht in der Liga.“ Ein weiteres Problem sind die nicht vorhandenen Alternativen in der Offensive. Mehr als das Dauerbrenner-Trio Moritz Müller, Jonas Poniewaz und Jonas Schrimpf gibt der Kader nicht her. Perspektivisch zählt Albl noch Reserve-Stürmer Julian Bittner dazu.

Angefragt hat der FC vielerorts; auch zum Probetraining gebeten hat er. Nicht nur Georg Kutter, der sich bekanntlich für den TSV Murnau entschied. „Du bekommst halt nicht jeden“, sagt Albl. Grund genug, bei einem alten Bekannten anzufragen. Zumindest hält sich am Gröben hartnäckig das Gerücht, Maximilian Berwein könnte demnächst wieder im FC-Leiberl auflaufen. Der FC-Vorstand hält sich bedeckt: „Kontakt ist da, aber bisher ist nichts dran.“ Offensichtlich hat sich Berwein Bedenkzeit erbeten. Zumindest wenn man zwischen den Zeilen liest. „Wenn Maxi wieder Lust hat, Fußball zu spielen, ist er sicher nicht abgeneigt.“

Vielsagende Worte, die Saller für die Aufgabe an diesem Samstag nicht weiterhelfen. Er fordert von seinen Schützlingen, sich nicht vom läuferischen Potenzial des FVI beeindrucken zu lassen, sondern „physische Präsenz“ zu zeigen. Zudem sei positives Pushen auf dem Platz exorbitant wichtig. „Es fehlt ja nicht viel“, versichert Saller. „Fürs Selbstvertrauen wäre es wichtig, wenn wir endlich wieder etwas mitnehmen.“ (OLIVER RABUSER)

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